07. August 2020 / 09:05 Uhr

Erster Corona-Test beim SV Todesfelde vor dem Endspiel gegen Lübeck

Erster Corona-Test beim SV Todesfelde vor dem Endspiel gegen Lübeck

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Todesfeldes Mannschaftskapitän Luca Sixtus wird von Dr. Dirk Haupt, Arzt des Handball-Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau, auf das Corona-Virus getestet.
Todesfeldes Mannschaftskapitän Luca Sixtus wird von Dr. Dirk Haupt, Arzt des Handball-Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau, auf das Corona-Virus getestet. © Thomas Maibom
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Mit einer ungewohnten Übung begann für die Fußballer des SV Todesfelde das Training. Die gesamte Mannschaft unterzog sich dem ersten von zwei Corona-Tests vor dem Pokalfinale gegen den VfB Lübeck.

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Für das gesamte Team hieß es: Kopf in den Nacken, Mund auf und die Zunge raus damit Dr. Dirk Haupt, der Teamarzt der Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck-Schwartau, den nötigen Rachenabstrich vornehmen konnte. „Das war unangenehm. Aber wenn das der Preis für die Teilnahme am Pokalfinale ist, ist das okay“, sagte Mannschaftsführer Luca Sixtus. Der Preis für die Corona-Tests liegt bei 60 Euro pro Spieler. „Das ist wirklich günstig. Da habt ihr gut verhandelt“, lobt Dr. Haupt.

Das Finale um den schleswig-holsteinischen Landespokal sollte eigentlich der Höhepunkt der abgelaufenen Saison für den SV Todesfelde sein. Doch die Corona-Pandemie machte diesem Ansinnen einen dicken Strich durch die Rechnung. Jetzt wird am 22. August gespielt. Seit gestern ist auch bekannt, wann die Partie gegen den Drittligisten VfB Lübeck angepfiffen wird.

Der Ball rollt im Uwe-Seeler-Fußballpark ab 16.45 Uhr (nähere Infos am Artikelende). Die Partie wird in einer Konferenzschaltung in der ARD live übertragen. Dort dürften die Todesfelder Fans in Scharen einschalten, denn Zuschauer sind Stand heute während des Endspiels vor Ort nicht zu gelassen.

Für die Todesfelder wird es eine Partie mit ungleichen Voraussetzungen. „Der VfB Lübeck ist seit Anfang Juli im täglichen Training. Wir hatten vergangene Woche Trainingsauftakt“, sagt der neue sportliche Leiter Serkan Rinal. Als langjähriger Lübecker Spieler und Trainer weiß er immer noch ganz gut, was so alles bei seinem alten Verein passiert. Zudem hat sich Rinal das erste Testspiel des Drittligaaufsteigers beim Lüneburger SK Hansa angeschaut. „Das war eine eindrucksvolle Leistung“, sagt Rinal über das 5:0 der Schleswig-Holsteiner vor 421 Zuschauern.

Todesfelde unglücklich mit der Testspiel-Regelung

Der SVT steht, vorsichtig formuliert, hingegen vor den Trümmern seiner Saisonvorbereitung. Drei Testspiele hatte der SVT als Vorbereitung auf das Pokalendspiel abgemacht. „Wir wollten gegen den TSV Neustadt, HSV Barmbek-Uhlenhorst und SC Rönnau 74 spielen. Doch die aktuell verkündete Aussetzung der Corona-Lockerung macht uns da einen dicken Strich durch die Rechnung“, grantelt SVT-Trainer Sven Tramm. Bis zum 30. August wird es keine Lockerung des Testspielverbots geben. Möglicherweise kann aber die Partie am 16. August gegen den Hamburger Oberligisten Barmbek-Uhlenhorst wie geplant stattfinden. „BU steht ebenfalls noch im Pokalwettbewerb. Damit sollte das Team wie wir eine Ausnahmegenehmigung für Training und Spiele besitzen“, begründet Serkan Rinal die Hoffnung, warum die Partie gegen die Hamburger stattfinden könnte.

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Dmitrijus Guscinas spielte zwar auch in Paderborn, Osnabrück, Koblenz und an der Seite von Mario Gomez bei VfB Stuttgart II, aber den nachhaltigsten Eindruck hat der Stürmer bei Holstein Kiel hinterlassen. Während seiner zwei Aufenthalte in Kiel (1999-2003 und 2007-2010) erzielte Guscinas 85 Tore in 210 Spielen. Zur Galerie
Dmitrijus Guscinas spielte zwar auch in Paderborn, Osnabrück, Koblenz und an der Seite von Mario Gomez bei VfB Stuttgart II, aber den nachhaltigsten Eindruck hat der Stürmer bei Holstein Kiel hinterlassen. Während seiner zwei Aufenthalte in Kiel (1999-2003 und 2007-2010) erzielte Guscinas 85 Tore in 210 Spielen. ©

Wegen der verlängerten Corona-Restriktionen bekommt Serkan Rinal derzeit glühende Ohren. Er versucht neue Trainingsspielgegner für den Oberliga-Meister der abgelaufenen Saison heranzutelefonieren. „Das ist nicht einfach. In Mecklenburg-Vorpommern beginnt in zwei Wochen die Saison, die Vorbereitung der Teams steht. Da passt ein Trainingsspiel nicht mehr so einfach in den Plan“, so Rinal. Gleiches gilt für die Teams aus Niedersachsen.

Auch wenn der sportliche Leiter noch Erfolg bei der Suche nach Testspielgegnern haben sollte, wird das Endspiel mit einem eindeutigen Favoriten stattfinden. Alles andere als ein Sieg des Drittligaaufsteigers VfB Lübeck wäre eine Riesenüberraschung. „Klar sind wir der Außenseiter. Aber wir werden alles tun, um eine Überraschung möglich zu machen“, sagt SVT-Goalgetter Morten Liebert. Mit 14 der vom SVT erzielten 51 Tore in der abgelaufenen Saison hatte Liebert den größten Anteil an der Meisterschaft.

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Für das Team heißt es zwei Tage vor dem Endspiel erneut Kopf in den Nacken, Mund auf und die Zunge raus. Der zweite Pflichttest auf Corona-Viren steht an. Sven Tramm ist sich sicher, dass seine Spieler beide Tests bestehen. „Meine Spieler sind sehr eigenverantwortlich. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass wir ohne Infektionen sind“, sagt der Meistertrainer. Denn noch eine Baustelle kann Tramm vor dem Endspiel wirklich nicht gebrauchen.

VfB Lübeck gegen SV Todesfelde ab 16.45 Uhr live in der ARD

Der mittlerweile fünfte Finaltag der Fußball-Amateure nimmt immer mehr Gestalt an. Am 22. August überträgt die ARD über fünfeinhalb Stunden. Die ARD startet ihre Livekonferenz der Landespokalendspiele der Männer um 14.30 Uhr. Um 14.45 Uhr werden die ersten acht Spiele angepfiffen. Im Endspiel des SHFV stehen sich der Oberliga-Meister SV Todesfelde und der Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck im zweiten TV-Final-Paket (ab 16.45 Uhr) in Bad Malente gegenüber, zeitgleich ist auch Mecklenburg-Vorpommern dabei. Dort gehen ab Montag 750 Karten über den Online-Ticketshop des Drittligisten FC Hansa Rostock in den freien Vorverkauf, denn das Endspiel im Ostseestadion in Rostock ist mit Publikum (780 Personen) auf der Westtribüne geplant. In der frühen Konferenzrunde ist um 14.45 Uhr der Hamburger Landesverband vertreten, in der Abschlusskonferenz spielen die Landesverbände, die ihr Finale ohne Verlängerung austragen und direkt ins Elfmeterschießen gehen. 19 von 21 Landespokalendspielen werden ausgetragen. Das Endspiel im Bayerischen Fußball-Verband ist erst ab dem 1. September erlaubt. Sachsen-Anhalt hat für den Pokalwettbewerb den Viertligisten 1. FC Magdeburg für die erste Hauptrunde nominiert.