24. Mai 2019 / 15:04 Uhr

Erster Neuzugang: Dynamo Dresden holt Chris Löwe von Huddersfield

Erster Neuzugang: Dynamo Dresden holt Chris Löwe von Huddersfield

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Chris Löwe wird Dresdner.
Chris Löwe wird Dresdner. © Kuttner
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Der in Sachsen geborene Verteidiger erhält einen Vertrag bis 2022 bei Dynamo Dresden und soll eine Führungsrolle einnehmen.

Dresden. Es hatte sich schon angedeutet, doch erst jetzt herrscht Gewissheit: Linksverteidiger Chris Löwe streift kommende Saison wieder ein schwarz-gelbes Trikot über – und es ist nicht das von Borussia Dortmund! Der 30 Jahre alte Vogtländer kehrt nicht zu seinem Ex-Verein in den Ruhrpott zurück, sondern heim nach Sachsen und heuert gleich für drei Jahre bei Dynamo Dresden an. Damit ist der Sportgemeinschaft gleich mit dem ersten Neuzugang ein echter Transfercoup gelungen, denn Spieler aus der Premier League galten bisher als unerschwinglich. Da der gebürtige Plauener beim englischen Erstliga-Absteiger noch ein Jahr Vertrag hatte, wurde auch eine Ablöse fällig, aber über die genauen Modalitäten vereinbarten die Sachsen und die Angelsachsen wenig überraschend Stillschweigen.

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Obwohl Löwe sicher kein Schnäppchen war, ist Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge hochzufrieden: „Mit Chris Löwe haben wir für die kommende Saison einen Spieler verpflichtet, der unheimlich viel Erfahrung und Ehrgeiz mitbringt. Chris vereint eine hohe Spielintelligenz sowie Stärken im Kombinations- und Umschaltspiel. Er soll auf und neben dem Platz vorangehen und seine Mitspieler mit seiner positiven Art und Gewinner-Mentalität mitreißen.“

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<b> 06. August 2018: 1. Spieltag, SG Dynamo Dresden - MSV Duisburg 1:0. </b> Geschichte wiederholt sich. Wie schon am ersten Spieltag der Vorsaison hat Lucas Röser auch diesmal die Dynamos zu einem 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg geschossen. Mit einer starken Einzelleistung versetzte er den Großteil der 28. 733 Zuschauer im DDV-Stadion in der 39. Minute in einen Freudentaumel und verhalf der Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus zum erhofften Erfolgserlebnis beim Zweitliga-Saisonstart. Bei sommerlich heißen Temperaturen lief das Dresdner Spiel nach vorn gut, die neuformierte Defensive mit der Fünferkette hatte allerdings auch einige Wackler drin. Zur Galerie
06. August 2018: 1. Spieltag, SG Dynamo Dresden - MSV Duisburg 1:0. Geschichte wiederholt sich. Wie schon am ersten Spieltag der Vorsaison hat Lucas Röser auch diesmal die Dynamos zu einem 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg geschossen. Mit einer starken Einzelleistung versetzte er den Großteil der 28. 733 Zuschauer im DDV-Stadion in der 39. Minute in einen Freudentaumel und verhalf der Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus zum erhofften Erfolgserlebnis beim Zweitliga-Saisonstart. Bei sommerlich heißen Temperaturen lief das Dresdner Spiel nach vorn gut, die neuformierte Defensive mit der Fünferkette hatte allerdings auch einige Wackler drin. ©

Dass Löwe auf dem Platz kämpfen, kratzen und beißen kann wie der König der Tiere, das hat er zuletzt in England bewiesen, denn dort absolvierte er von 2016 bis 2019 genau 101 Pflichtspiele für die „Terriers“, mit denen er 2017 sensationell von der Championship in die Premier League aufstieg. In der derzeit besten Liga der Welt kam er in zwei Spielzeiten als Stammspieler 52 Mal zum Einsatz – das kann sich wahrlich sehen lassen.

Seine tolle Karriere begann Löwe im heimischen Plauen beim 1. FC Wacker, wo bereits sein Vater Jörg spielte. 2002 wechselte der Sohn in die Jugendabteilung des Chemnitzer FC. 2007 kam er zu den CFC-Profis und feierte mit den Himmelblauen 2011 unter Trainer Gerd Schädlich den Aufstieg in die 3. Liga. Anschließend holte ihn Meister Borussia Dortmund in den Ruhrpott und verteidigte unter Trainer Jürgen Klopp den Titel auch mit Hilfe des jungen Vogtländers. Zudem holten die Dortmunder auch den DFB-Pokal. Im Starensemble des BVB hatte es Löwe dennoch schwer, sieben Bundesliga-Einsätze in eineinhalb Jahren waren nicht das, was er sich erhofft hatte. So ging er im Januar 2013 nach Kaiserslautern in die 2. Bundesliga.

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99 Spiele (4 Tore) machte er dort für die Roten Teufel, ehe ihn Trainer David Wagner zum englischen Zweitligisten Huddersfield holte. Dort spielte Löwe mit Ex-Dynamo Michael Hefele zusammen, stieg sensationell gleich im ersten Jahr in die englische Eliteliga auf. Nach einem Eigentümerwechsel bei den „Terriers“ und dem Abschied Wagners (jetzt bei Schalke 04) schlitterte die Mannschaft nach geschafftem Klassenerhalt im ersten Jahr im zweiten bald in die Krise und musste als Letzter absteigen. Heimatverbunden, wie Löwe ist, wollte er wieder nach Sachsen. Er plant, sich im Großraum Chemnitz dauerhaft niederzulassen.

Da kam die Anfrage aus Elbflorenz gerade recht. „Ich freue mich sehr, dass der Wechsel nach Dresden zustande gekommen ist, und kann es nicht abwarten, das erste Mal für die Sportgemeinschaft auf dem Platz zu stehen. Ich weiß auch von Michael Hefele, dass dieser Verein etwas Besonderes ist – er schwärmt heute noch von seiner Zeit im Dynamo-Trikot. Das Stadion, die Fans und die sportliche Herausforderung machen die SGD zu einem der attraktivsten Standorte der 2. Liga. Ich werde alles dafür tun, um meinen Anteil zum Erfolg des Teams beizutragen“, wird Löwe in einer am Freitag verbreiteten Presseerklärung zitiert. Im Stadion war er schon, trainieren wird er ab dem 18. Juni an der Lennéstraße. Zum offiziellen Trainingsauftakt sollte er Geduld mitbringen, die Fans werden nach seinem Autogramm Schlange stehen.

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