20. September 2020 / 08:21 Uhr

Erster Punktverlust für den RSV Eintracht - Felix Matthäs fällt monatelang aus

Erster Punktverlust für den RSV Eintracht - Felix Matthäs fällt monatelang aus

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Nash-Daniel Amankona (l.) lässt den Ball vor die Füße von Fabio Engelhardt, der zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Eintracht traf.
Nash-Daniel Amankona (l.) lässt den Ball vor die Füße von Fabio Engelhardt, der zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Eintracht traf. © Benjamin Feller
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NOFV-Oberliga Nord: Der Aufsteiger RSV Eintracht 1949 kommt gegen den Brandenburger SC Süd 05 trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus.

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„Fußballerisch war das sicherlich kein Leckerbissen“, sagte Trainer Patrick Hinze nach dem 2:2 (1:1)-Unentschieden des Fußball-Oberligisten RSV Eintracht 1949 gegen den Brandenburger SC Süd 05 am Samstagnachmittag und ordnete anschließend ein: „Ich kann den Jungs aber überhaupt keinen Vorwurf machen. Mit Blick auf unsere aktuelle Situation muss man mit dem Punkt zufrieden sein – und das sind wir.“

Was der 34-jährige A-Lizenz-Inhaber damit meinte wurde deutlich, als man sich die Reihe hinter der Auswechselbank des RSV anschaute: Dort standen mit Tim Schönfuß, Tobias Lietz, Alexander Möhl, Levi Böttcher und Niklas Goslinowski zahlreiche potenzielle Stammspieler, die Hinze aktuell nicht zur Verfügung stehen. Am schlimmsten erwischt hat es allerdings Felix Matthäs. Der Defensivspieler, der erst im vergangenen Sommer vom Ludwigsfelder FC an die Zillestraße wechselte, zog sich bei der Landespokal-Niederlage gegen Frankonia Wernsdorf (4:5 nach Verlängerung) nach seiner Einwechslung einen Kreuzbandriss zu und wird seinem neuen Verein monatelang fehlen.

In Bildern: RSV Eintracht und BSC Süd 05 teilen die Punkte.

Am fünften Spieltag der NOFV-Oberliga Nord trennen sich der RSV Eintracht und der Brandenburger SC Süd 05 2:2-unentschieden. Zur Galerie
Am fünften Spieltag der NOFV-Oberliga Nord trennen sich der RSV Eintracht und der Brandenburger SC Süd 05 2:2-unentschieden. © Benjamin Feller

Trotz aller Widrigkeiten war der RSV, bei dem der junge Tom Justin Dräger im zentralen Mittelfeld von Beginn an zum Einsatz kam und ebenso wie die eingewechselten Lukas Olff und Loic Nawrot sein Oberliga-Debüt feierte, vor 265 Zuschauern sofort um Spielkontrolle bemüht und ging früh in Führung. Torben Neubauer traf nach einem Freistoß von Dima Ronis von der linken Seite aus Nahdistanz (12. Minute). Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs gelang es der Eintracht aber kaum, sich klare Torchancen zu erspielen. Die beste Möglichkeit hatte noch Angreifer Julian Rauch, der aus spitzem Winkel an Süd-Keeper Nash-Daniel Amankona scheiterte (29.). Auf der anderen Seite war RSV-Schlussmann Daniel Hemicker zunächst gegen Nico Gereke auf dem Posten (21.), kurz vor der Pause beim Ausgleich von Jose Raimundo Silva Magalhaes, der Eintracht-Kapitän Chris David Ring alt aussehen ließ, aber machtlos (40.). „Wir haben uns insgesamt schwer getan und müssen das vor dem Gegentor natürlich besser verteidigen“, wusste RSV-Coach Hinze.

Nächstes Spiel gegen Blau-Weiß 90 Berlin

Bei der erneuten Führung profitierte sein Team von einem groben Patzer von Amankona. Der BSC-Torhüter hatte den Ball nach 63 gespielten Minuten schon sicher in den Händen, bevor er ihn genau vor die Füße von Fabio Engelhardt fallen ließ, der keine Probleme hatte, auf 2:1 zu stellen (63.). Dass das nicht zum fünften Sieg im fünften Spiel der Oberliga-Saison reichte, war einem Missverständnis zwischen Dominik Kruska und Hemicker geschuldet, das Süd-Kapitän Saheed Mustapha ausnutzte und zum 2:2-Endstand für seine Farben einnetzte (77.).

„Im Endeffekt sind alle vier Tore nach individuellen Fehlern gefallen. Hätte sich ein Team noch einen Patzer mehr erlaubt, wäre es als Verlierer vom Platz gegangen“, resümierte Hinze, der mit seinem Team am kommenden Samstag (13 Uhr) zum sechsten Spieltag bei Blau-Weiß 90 Berlin gastiert. Süd-Trainer Mario Block befand: "Aus meiner Sicht haben wir uns diesen Zähler absolut verdient, es taktisch gut gemacht und hatten in der zweiten Halbzeit sogar die besseren Chancen."

RSV Eintracht 1949: Hemicker – Ring, Buchholz Kruska – Dräger (88. Nawrot) – Engelhardt, Ronis, Neubauer, Heinze – Krüsemann (86. Mautsch), Rauch (76. Olff).

BSC Süd 05: Amankona – Pilumyan, Grundmann, Mustapha, El-Ali – Köhn, Gereke (61. Lehmpfuhl), Barsalona, Marenin (88. Kuhnigk) – Müller (72. Ibrahim), Maghales (88. Kivoma).