17. Oktober 2021 / 16:44 Uhr

Erster Regionalliga-Sieg! FC Eilenburg schlägt Germania Halberstadt

Erster Regionalliga-Sieg! FC Eilenburg schlägt Germania Halberstadt

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
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Jubel beim FC Eilenburg: Endlich hat es mit einem Sieg in der Regionalliga geklappt. © Thomas Jentzsch
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Endlich! Der FC Eilenburg feiert seinen ersten Regionalliga-Sieg. Torschütze Majetschak verrät dabei auch ein süßes Geheimnis.

Eilenburg. Das erste Ziel ist erreicht! Der so gebeutelte FC Eilenburg hat gegen Germania Halberstadt den Fluch gebrochen und seinen ersten Sieg in der Fußball-Regionalliga eingefahren. Das 3:1 am Sonntagnachmittag war Balsam und sorgte für lang ersehnte Glücksgefühle. Auf den Tag genau ein Jahr nach dem letzten Sieg in einem Punktspiel hat es endlich wieder geklappt. „Heute ist einfach nur schön“, strahlte Torschütze und Weichensteller Adam Fiedler. „In den letzten Minuten hatte ich richtig Gänsehaut. Das ist Erleichterung pur, auch wenn wir immer noch Letzter sind. Das ist heute aber egal“, lachte Fiedler.

Nach 13 Spielen in der Regionalliga ohne Sieg und dem blamablen Aus im Sachsenpokal zeigte der FCE ein anderes Gesicht. Von der ersten Minute an wirkte die Elf von Nico Knaubel engagiert und motiviert. Umso bitterer war die kalte Dusche, für die Halberstadts Kapitän Vogt in der achten Minute sorgte. Sein Schuss war einer der Marke „Volltreffer der Woche“. Doch viel mehr Offensivpower hatten die Gäste nicht.

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Der FC Eilenburg fährt endlich den ersten Sieg der Regionalliga-Saison ein! 3:1 hieß es am Ende. Zur Galerie
Der FC Eilenburg fährt endlich den ersten Sieg der Regionalliga-Saison ein! 3:1 hieß es am Ende. ©

Eilenburg war spielerisch stärker und kombinierte sich schön durchs Mittelfeld. Nach einer solch feinen Stafette tauchte Pascal Sauer frei vor Keeper Lukas Cichos auf, schoss den Torhüter aber an. In der 40. Minute durfte der FC Eilenburg dann doch noch jubeln: Branden Stelmak legte für Fiedler auf und der vernaschte die Germania-Abwehr mit einem Schuss ins lange Eck. Das wichtige 1:1 vor der Pause.

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Nach dem Wechsel hatte Eilenburg Glück, dass Marcel Kohn der Ball aus bester Position über den Schlappen rutschte (54.). Auf der Gegenseite sorgte Noah Baumann für die erlösende Führung. Mit einem Ballgewinn im Mittelfeld leitete der Youngster die Chance selbst ein, passte auf Tzonatan Moutsa, der gefühlvoll flankte und Baumann musste seine 1,72 Meter gar nicht groß nach oben schrauben, um zu treffen. „Tore mit dem Kopf gelingen mir in der Tat nicht so oft“, sagte der 19-Jährige, der sich freigeschlichen hatte und von der Germania-Abwehr vergessen wurde.

Anders als so oft beschränkten sich die Hausherren nach der Führung nicht auf das Verwalten, sondern spielten weiter nach vorn. Nach einer Ecke schraubte sich Toni Majetschakin die Luft und köpfte zum vorentscheidenden 3:1 ein. Danach lüftete er ein süßes Geheimnis. Mit Daumen im Mund drehte „Maje“ zum Jubeln ab. Er wird Papa – im Februar ist es soweit. „Es ist noch nie vorgekommen, dass wir in der Regionalliga mit zwei Toren geführt haben, das war pure Ektase und ein Durcheinander im Kopf“, beschrieb Majetschak seine Gefühlswelt. Und jetzt geht’s weiter mit dem Siegen? „Das ist der Plan.“ Ziel Nummer eins – der erste Sieg ist endlich erreicht – und jetzt? „Mittelfristig wollen wir die Rote Laterne loswerden“, sagte Knaubel, dem die Erleichterung ins Gesicht geschrieben stand.

FC Eilenburg: Naumann – Vogel, Majetschak, dos Santos, Michael – Kim, Baumann (89. Nathe) Moutsa (80. Assaf), Fiedler (58. Wadewitz), Pa. Sauer (80. Rücker) – Stelmak (89. Meseberg).