01. August 2021 / 18:20 Uhr

Erster Saisonsieg: Chemie Leipzig gewinnt beim ZFC Meuselwitz

Erster Saisonsieg: Chemie Leipzig gewinnt beim ZFC Meuselwitz

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Chemie Leipzig bejubelt einen Treffer. © Mario Jahn
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Chemie Leipzig holte am dritten Spieltag der Regionalliga Nordost den ersten Dreier der Saison. Die 1352 Zuschauer sahen ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel. Am Ende gewannen die Leutzscher beim ZFC Meuselwitz mit 2:1.

Meuselwitz/Leipzig. Es geht doch! Nach Heimniederlage und Trainer-Donnerwetter hat die BSG Chemie drei Punkte aus Meuselwitz mitgebracht. Das Team von Miroslav Jagatic gewann an der Glaserkuppe verdient mit 2:1 und fuhr somit den ersten Saisonsieg ein.

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Chemie begann munter und agil

Nach seinem berechtigten Zornesausbruch hatte Miro Jagatic Konsequenzen folgen lassen und gleich vier Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Konnte man noch davon ausgehen, dass Flo Brügmann nach auskurierter Mini-Verletzung wieder im Anfangskader stehen würde, überraschten die anderen Wechsel schon. Manuel Wajer gab seinen Platz in der Abwehr an Philipp Wendt ab, Denis Jäpel saß erstmals nur auf der Bank und sah zu, wie Florian Kirstein von Beginn an auflief. Und für Timo Mauer spielte Tarik Reinhardt von Beginn an.

DURCHKLICKEN: Das war das Heimspiel des ZFC gegen die BSG Chemie

Am dritten Spieltag der Regionalliga Nordost gewann Chemie Leipzig mit 2:1 beim ZFC Meuselwitz. Die Fans sahen ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel. Zur Galerie
Am dritten Spieltag der Regionalliga Nordost gewann Chemie Leipzig mit 2:1 beim ZFC Meuselwitz. Die Fans sahen ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel. ©

Chemie von Anbeginn munter und agil, ist voll da. Die Wechsel zeigten Wirkung, die Leutzscher ließen nichts anbrennen. Meuselwitz kam kaum ins Spiel, da stand es nach 21 Minuten schon 0:1. Brügmann hatte Kirstein im Strafraum bedient, der schlug noch einen Haken und netzte mit links ein. Ein tolles Tor! Die Gastgeber waren regelrecht geschockt, kamen nun gar nicht mehr zurecht. Und Chemie legte nach: nach einem Freistoß von rechts von Benny Boltze war Stephané Mvibudulu schneller als die Abwehrspieler und vollstreckte direkt (36.). 0:2, Riesenjubel bei den etwa 1000 mitgereisten Chemiefans. Noch vor der Pause gelang den Meuselwitzern aber der Anschlusstreffer, als Zinsch nach einer zu kurz abgewehrten Ecke wuchtig traf (41.).

Nach der Halbzeit sahen die 1352 Zuschauer ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel. Beide Teams hätten mehr Tore machen können, doch Chemie verteidigte aufopferungsvoll und konterte mehrfach gefährlich. Mvibudulu (51., 54.), Kirstein (57.), Jäpel (88.), Mauer (93.) hätten gleich mehrfach die Vorentscheidung herbeiführen können. Auf der anderen Seite kamen auch die Gastgeber zu guten Gelegenheiten, aber entweder waren die Schüsse zu ungenau oder Bellot hielt, wie bei Förster (59.) und Kadric (79.). So blieb es beim 1:2 und Chemie feierte gemeinsam mit den vielen Fans den ersten Saisonsieg.

"Alles raushauen, was wir haben"

Trainer Jagatic war erleichtert: „Die letzten Minuten waren besonders nervenaufreibend. Es war eine verrückte Woche, wir haben uns in eine Situation gebracht, wo wir gar nicht hinwollten. In der Woche haben wir intern Tacheles geredet, aber das muss auch jeder abkönnen, das wurde abgehakt und dann ging’s neu los“.

Sein Gegenüber, der Ex-Leutzscher Holm Pinder, sah kein gutes Spiel seines Teams: „Nun fehlen uns einfach die Punkte. Wir hätten uns in der zweiten Halbzeit belohnen können. Unsere Stürmer agieren momentan leider etwas unglücklich. Ich kann dann auch den Frust der Zuschauer etwas verstehen, aber wir müssen auch überlegen, wo wir herkommen. Wir hatten namhafte Zugänge, aber von denen sind auch viele verletzt.“


Chemie schaut nun schon auf das kommende Heimspiel gegen Neuling Tasmania Berlin. Jagatic warnt: „Die haben einen starken finanziellen Backround und damit auch einen sehr guten Kader. Da müssen wir wieder alles raushauen, was wir haben.“ Und der Trainer legte noch einmal nach: „Das ist nun unser erster Saisonsieg, aber ich wiederhole: bei uns geht’s nur gegen den Abstieg. Wir haben nun einen ersten Schritt gemacht!“