05. Juli 2021 / 17:45 Uhr

Erster Titel auf dem Großfeld: B-Junioren der SG Thierbach/Kitzscher holen Pott

Erster Titel auf dem Großfeld: B-Junioren der SG Thierbach/Kitzscher holen Pott

Robin Seidler
Leipziger Volkszeitung
Die B-Junioren der SG Thierbach/Kitzscher setzen sich im Pokalfinale durch.
Die B-Junioren der SG Thierbach/Kitzscher setzen sich im Pokalfinale durch. © Robin Seidler
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Die Nachwuchs-Fußballer im Muldental/Leipziger Land haben um den Kreispokal gekämpft. Die B-Junioren der Spielgemeinschaft SG Thierbach/Kitzscher gewannen im Finale gegen die SG Colditz/Sermuth/Grimma mit 4:3 und sicherten sich die Trophäe.

Thierbach. Es ist ein Tanz auf der Rasierklinge gewesen, doch am Ende hat sich die Abwehrschlacht in den Schlussminuten gelohnt. Die B-Junioren-Fußballer der SG Thierbach/Kitzscher schlugen in einem intensiven und spannenden Kreispokalfinale die SG Colditz/Sermuth/Grimma mit 4:3 (3:1), ließen es beim Feiern aber eher ruhig angehen. „Das wird wohl eher an der Schüchternheit der Jungs liegen“, sagte Sven Jeske, ein zufriedener Thierbacher Trainer, bei der Siegerehrung. Er begleitet die Mannschaft seit den ganz jungen Jahren. „Einige Titel auf dem Kleinfeld oder unterm Hallendach haben wir schon gewonnen, aber das ist der erste auf dem Großfeld“, sagte er.

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Riesengeschenk für Gastgeber

Dass es hinten raus noch einmal richtig eng wurde, war auch für ihn nervenaufreibend. „Ich bin froh, dass wir das in 80 Minuten geschafft haben. Die Jungs waren schon ziemlich platt und in der Verlängerung hätte es komplett anders ausgehen können.“ Doch die Gäste machten es sich in ihren Angriffsbemühungen in der Schlussphase selbst zu schwer, indem sie sich immer wieder festdribbelten. Dazu war die Chancenverwertung nicht die beste. Zum Spieler des Finals schien zu Beginn einmal mehr Toni Langner zu avancieren. Der Akteur, der beim 3:2-Erfolg im Viertelfinale gegen die SG Burkartshain/Wermsdorf bereits alle Treffer erzielt hatte, machte gleich da weiter, wo er aufgehört hatte. Der erste Versuch landete am Pfosten, der zweite ging knapp am Tor vorbei, doch Nummer drei und vier waren drin – 2:0 für die SG Thierbach/Kitzscher. „Inzwischen muss ich schon sagen, dass er für uns den Unterschied machen kann“, sagt Trainer Jeske. „Und er hatte auch schon Angebote von höherklassigen Vereinen.“

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Spielszenen (3) © Die B-Junioren der SG Thierbach/Kitzscher sichern sich den Kreispokal gegen die SG Colditz/Sermuth/Grimma (4:3).

Für die Gastgeber war mit den ersten beiden Treffern der Grundstein gelegt, doch nach 39 Minuten wurde es wieder spannend, als Oscar Kupfer zunächst einen Elfmeter verschoss, den Nachschuss dann aber volley im Tor unterbrachte. Doch die Colditzer verteilten danach ein Riesengeschenk: Torwart Jean-Pascal Franz konnte einen Rückpass nicht verarbeiten, sodass der Thierbacher Alexander Hanisch dazwischen ging und den Ball zum 3:1 über die Linie stocherte.

Mit der SG Thierbach/Kitzscher ist zu rechnen

Nach der Halbzeit gab es Chancen auf beiden Seiten, doch die Hausherren zeigten sich effizienter und legten besonders beim 4:1 ihre Spielstärke dar. Nach einer schönen Seitenverlagerung verwertete Lars Malte Ignatius den Ball im Netz. Solche schönen Spielzüge waren bei den Gästen eher Mangelware, wenngleich sie durch Jonas Benedix (64.) und Fynn Rückert (78.) noch mal ins Spiel zurückfanden. Doch zu viele Einzelaktionen waren das falsche Mittel in der Schlussphase gegen in der Verteidigung aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber, die dieser Altersklasse weiterhin erhalten bleiben.

Für die B-Junioren haben in der kommenden Saison 16 Mannschaften aus dem Verbandsgebiet Muldental/Leipziger Land gemeldet, wie Staffelleiter Rainer Petsch informierte. Wahrscheinlich soll diese Anzahl nun in zwei Staffeln aufgeteilt werden. Mit der SG Thierbach/Kitzscher sollte dann wieder zu rechnen sein. „Ich denke, wir haben ein würdiges Finale gesehen und die Mannschaften, die die alte Pokalsaison noch zu Ende spielen wollten, haben mit tollen Partien für viel Spannung gesorgt“, so Petsch. Gut 100 Zuschauer dürften das Pokalfinale in Thierbach verfolgt haben – und das zum Sonntagmittag.