19. April 2018 / 16:10 Uhr

Erstes Endspiel um die Champions League - RB Leipzig bangt um Keita und Upamecano

Erstes Endspiel um die Champions League - RB Leipzig bangt um Keita und Upamecano

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Der Einsatz von Naby Keita und Dayot Upamecano gegen die TSG 1899 Hoffenheim ist noch fraglich.  
Der Einsatz von Naby Keita und Dayot Upamecano gegen die TSG 1899 Hoffenheim ist noch fraglich.   © dpa
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Nur ein Sieg hilft RB Leipzig gegen die TSG Hoffenheim, um weiterhin eine realistische Chance auf die Königsklasse zu haben. Die personellen Sorgen sind vor dem Verfolgerduell im ausverkauften heimischen Stadion nicht kleiner geworden – Naby Keita droht auszufallen.

Leipzig. Irgendwie ist es fast schon ein Wink des Schicksals: Die zwei internationalen Premierenteams der Bundesliga treffen am Samstag (15.30 Uhr) im finalen Kampf um einen Platz in der Champions League aufeinander. Vier Spieltage vor Schluss brauchen sowohl RB Leipzig als auch die TSG Hoffenheim einen Sieg, um sich den Traum noch erfüllen zu können. 1899-Coach Julian Nagelsmann bezeichnet das Verfolgerduell als letzte Möglichkeit, um weiter am vierten Platz dran zu bleiben: „Ich würde mich so weit aus dem Fenster lehnen, das es für uns nur eine Chance gibt, wenn wir am Samstag gewinnen. Deshalb hat es für mich schon Endspielcharakter.“

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TSG 1899 Hoffenheim - RB Leipzig (Imago) (2) Zur Galerie
TSG 1899 Hoffenheim - RB Leipzig (Imago) (2) ©

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl, der einen Punkt mehr als der Kontrahent auf dem Konto und vier Zähler Rückstand zu den Champions-League-Plätzen hat, sieht das genauso: „Es ist klar, dass es jetzt nicht mehr reicht, einen Punkt zu holen. Sondern das wir gegen eine Mannschaft wie Hoffenheim zu Hause einen Dreier brauchen. Sonst wird es immer schwerer, den Rückstand nochmal aufzuholen.“

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Hasenhüttl und Nagelsmann haben in dieser Spielzeit und während ihrer ersten europäischen Auftritte ähnlich schwierige wie lehrreiche Zeiten durchschritten. Während RB Leipzig die internationale Premierensaison, die in der Königsklasse begann, mit dem Erreichen des Europa-League-Viertelfinals meisterte und sich trotz der Doppelbelastung in der Liga beachtlich hielt, schied Hoffenheim bereits in der Gruppenphase der Europa League aus und rutschte zwischenzeitlich ins Mittelfeld der Tabelle ab.

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Peter Gulacsi: Sieht beim 3:0 nicht gut aus, sonst chancenlos und selten am Ball. Note 3 (@ GEPA Pictures) Zur Galerie
Peter Gulacsi: Sieht beim 3:0 nicht gut aus, sonst chancenlos und selten am Ball. Note 3 (@ GEPA Pictures) ©

Doch die Arbeit des 20-Jahre jüngeren Kollegen schätzt Hasenhüttl sehr: „Wir haben ab und an mal privaten Austausch. Ich bin ein Bewunderer seiner Arbeit. Auch er sagt, dass dieses Jahr für ihn sehr lehrreich war.“ Immerhin werden die beiden physisch größten Trainer des Fußball-Oberhauses (1,90 Meter und 1,91 Meter) auch immer wieder als Kandidaten auf der Bank bei Bayern und Dortmund gehandelt.

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Nicht in den Urlaubsmodus verfallen

Der Vorteil der Kraichgauer: Sie können seit der Rückrunde wieder in Ruhe trainieren – das macht sich bemerkbar. Die TSG holte vier Siege und drei Remis in den letzten sieben Bundesligapartien, ist nun wieder oben dran. „Sie haben ihr gefährliches Umschaltspiel noch mehr forciert, so haben sie auch schon gegen uns erfolgreich agiert“, meint Hasenhüttl, der sich ungern an das schlechteste Auswärtsspiel und die höchste Saisonniederlage beim 0:4 in Hoffenheim erinnert.

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Ohne die Doppelbelastung hofft nun auch der 50-Jährige, in der Bundesliga von einer längeren Vorbereitung zu profitieren. „Am 28. Februar war unsere letzte Einheit im Elf gegen Elf unter voller Belastung. Ich hoffe, dass nun Woche für Woche die Automatismen besser werden. Natürlich brauchen wir am Samstag einen absoluten Sahnetag“, ist sich Hasenhüttl der Schwere der Aufgabe bewusst. Seinen Spielern hat er eingebläut: Im Saisonendspurt hilft nur arbeiten und Ärmelhockrempeln, um vor allem die Defizite in der Defensive zu beseitigen. Der Tenor: „Wir dürfen nicht durch die Tatsache, dass wir weniger Spiele haben, in den Urlaubsmodus verfallen.

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2. FC Schalke 04 - 56 Punkte (+14 Tore): Gladbach (H), FC Augsburg (A), Eintracht Frankfurt (H). ©

Die Sorgenfalten des Trainers sind mit Blick aufs Personal für Samstag nicht kleiner geworden: Neben den Langzeitverletzten Marcel Sabitzer, Konrad Laimer und Marcel Halstenberg drohen auch Dayot Upamecano, der bereits die Partie in Bremen verpasste, sowie Naby Keita auszufallen. Der 18-jährige Innenverteidiger (Oberschenkel) sowie der Mittelfeldkünstler aus Guinea (Rückenprobleme) trainierten am Donnerstag wieder nur individuell. "Aktuell ist unklar, ob es reicht", sagte Hasenhüttl.

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