22. August 2021 / 22:28 Uhr

Erstes Spiel, erstes Tor für Wolfsburgs U21-Europameister Nmecha: „War geil"

Erstes Spiel, erstes Tor für Wolfsburgs U21-Europameister Nmecha: „War geil"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Erstes Tor für den VfL Wolfsburg: Lukas Nmecha.
Erstes Tor für den VfL Wolfsburg: Lukas Nmecha. © imago images/Contrast
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Eingewechselt und getroffen - Lukas Nmecha hat in seinem ersten Bundesliga-Spiel nach seiner Rückkehr zum VfL Wolfsburg gleich mal ein Ausrufezeichen gesetzt, was nicht nur ihn selbst freut.

Ziemlich auf den Tag genau vor einem Monat saß Lukas Nmecha in einem bequemen Sessel des Trainingslager-Hotels des VfL in Österreich und sagte nach seiner Rückkehr zum Wolfsburger Fußball-Bundesligisten: „Ich werde zeigen, was ich kann.“ Am Samstagnachmittag beim 2:1 des VfL bei Hertha BSC begann er damit. Der U21-Europameister will nach seinen nicht guten sechs Monaten 2019 beim VfL bei seinem zweiten Engagement in Wolfsburg für Tore stehen. Der Anfang ist gemacht.

Nach einem Einwurf von Kevin Mbabu, einer Kopfball-Verlängerung von Wout Weghorst und einem feinen Zuspiel von Josip Brekalo knallte der Rückkehrer die Kugel nach seiner Einwechslung in der 70. Minute zwei Minuten vorm Ende der regulären Spielzeit unter die Latte. Der Siegtreffer, sein erstes Tor für den VfL. Jubelzeit. „Ich freue mich, es war mein erstes Spiel. Es war geil, sofort zu treffen. Hoffentlich mache ich so weiter“, sagte Nmecha im Interview mit Wölfe-TV.

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Er jubelte ausgelassen auf dem Platz, an der Seitenlinie jubelte Mark van Bommel mit. „Ich bin froh, dass Lukas da ist und dass er das Tor schießt“, so der Wolfsburger Trainer. „Es ist egal, wer das Tor macht, aber für ihn ist das ein schöner Moment. Er kommt von City, war ein bisschen verletzt, kommt jetzt aber in Schwung. Und wenn man solche Spieler auf der Bank hat, das bringt eine Mannschaft weiter, das kann den Unterschied machen.“ Der Unterschied führte zum Sieg und zu sechs Punkten aus zwei Spielen.

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Nmecha hatte beim Bundesliga-Start gegen Bochum noch angeschlagen gefehlt, sich aber vor der Partie gegen die Berliner im Training zurückgemeldet. „Jetzt kommt er rein und setzt gleich mal ein Ausrufezeichen. Das ist das, was man sich wünscht, dass man auch Impulse von der Bank bringen kann“, freut sich Marcel Schäfer mit dem Neuzugang. Obwohl Nmecha bei seinem ersten VfL-Engagement vor zwei Jahren nach nicht mal einem halben Jahr gefrustet ging, weil Wolfsburgs Ex-Trainer Oliver Glasner (jetzt Eintracht Frankfurt) ihn wenig bis gar nicht hatte spielen lassen, verlor der VfL-Sportdirektor Nmecha nie ganz aus den Augen.

Und als die neue Nummer 10 des VfL in der vergangenen Saison für den RSC Anderlecht Tore wie am Fließband schoss, war klar: Der 22-Jährige, der da noch Manchester City gehörte, soll in Wolfsburg eine zweite Chance bekommen. „Wir haben Lukas dazu geholt, weil wir glauben, dass er mit seinen Qualitäten unsere Mannschaft bereichern kann. Das hat man ja schon in Berlin gesehen“, lobt Schäfer den Offensivmann, der sowohl im Zentrum als auch auf dem Flügel spielen kann. Schäfer weiter: „Wir haben Großes vor uns, wir brauchen in der Breite einen gut aufgestellten Kader, wir brauchen einen hohen Konkurrenzkampf.“ Und den nehme Nmecha an.