02. April 2019 / 13:43 Uhr

Erstes Tor für den VfL Wolfsburg gegen den Ex-Klub? Klaus hätte nichts dagegen

Erstes Tor für den VfL Wolfsburg gegen den Ex-Klub? Klaus hätte nichts dagegen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg, SPORT, Fußball-Bundesliga, VfL Wolfsburg - Fortuna Düsseldorf, 16.03.2019,
Wartet noch auf sein erstes VfL-Tor: Offensivmann Felix Klaus (r.). © Boris Baschin
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Im letzten VfL-Heimspiel beim 5:2 gegen Düsseldorf war es dann soweit – nach monatelanger Verletzungspause gelang Felix Klaus seine erste Torvorlage für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Was noch fehlt, ist sein erster VfL-Treffer. Gelingt ihm der ausgerechnet am Samstag (15.30 Uhr) beim Duell mit seinem Ex-Verein Hannover 96? Klaus hätte nichts dagegen, obwohl den Roten vor dem Derby das Wasser bis zum Hals steht.

Sein Ex-Verein ist Tabellenletzter, Trainer Thomas Doll steht auf der Kippe, Manager Horst Heldt muss möglicherweise noch vor dem Spiel seinen Hut nehmen. Chaos pur. Klaus bekommt es hautnah mit, weil er immer noch einen engen Draht zu ehemaligen Mitspielern pflegt – besonders zum derzeit verletzten Niclas Füllkrug. Klaus: „Er ist öfter bei mir in Wolfsburg, es geht ihm aktuell nicht so gut. Er hat ja viele Probleme mit seiner Verletzung.“ Marvin Bakalorz und Oliver Sorg sind zwei weitere Hannoveraner, zu denen der VfL-Offensivmann einen engen Draht hat. Muss er das Trio in diesen Tagen oft trösten? „Wir schreiben uns schon oft, aber ich gehe nicht aufs Spiel ein. Wenn du da unten drin hängst, willst du auch gar nicht übers Spiel reden“, so Klaus.

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In Bildern: Die Karriere von Felix Klaus

Dramatik am letzten Spieltag der Saison 2014/15: Hannover 96 gewinnt gegen den SC Freiburg mit 2:1 und schickt die Breisgauer die zweite Liga. Es ist bereits der zweite Abstieg für Felix Klaus (Mitte) nachdem es ihn bereits zwei Jahre zuvor bereits mir der SpVgg Greuther Fürth erwischt hatte. Zur Galerie
Dramatik am letzten Spieltag der Saison 2014/15: Hannover 96 gewinnt gegen den SC Freiburg mit 2:1 und schickt die Breisgauer die zweite Liga. Es ist bereits der zweite Abstieg für Felix Klaus (Mitte) nachdem es ihn bereits zwei Jahre zuvor bereits mir der SpVgg Greuther Fürth erwischt hatte. ©

Nach seinem Wechsel im Sommer aus Hannover zum VfL war er lange raus, weil sich der Offensivmann einer OP im Bauchmuskelbereich hatte unterziehen müssen, beim Rückrunden-Start auf Schalke durfte er dann erstmals für die Wolfsburger ran. Zuletzt beim 0:2 in Dortmund stand er in der Startelf. Das wünscht er sich auch bei seinem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. „Mal schauen, was der Trainer macht“, so Klaus. „Ich bin fit, ich kann marschieren“, fügt er hinzu. Und er ist heiß auf sein erstes VfL-Tor. Klappt das ausgerechnet gegen die stark abstiegsbedrohten 96er? Und jubelt Klaus dann auch? Nein! „Ich habe für Hannover auch gegen meinen Ex-Klub Freiburg getroffen, danach habe ich auch nicht gejubelt - ich finde, das gehört sich einfach nicht. Ich hatte drei schöne Jahre bei 96.“

Aber am Samstag blendet er das aus. „Man guckt sich die Spiele an und leidet mit, das tut schon weh, wenn ich da zuschaue“, sagt Klaus. Aber: „Wenn ich auf dem Platz stehe, dann denke ich nicht daran, was der Gegner macht, da willst du ihn einfach schlagen. Für uns geht es auch um viel. Wir wollen nach Europa und brauchen die drei Punkte genauso“, betont Klaus, der aber auch weiß. „Wenn wir gewinnen sollten, ist es fast vorbei für Hannover." Das gilt möglicherweise auch für Heldt („Ich kam mit Heldt sehr gut zurecht, deswegen tut es mir echt leid, was da passiert“) und Doll. Klaus weiter: „Dann wird Martin Kind bestimmt was verändern wollen…"


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So wie im vergangenen Sommer, als Stützen wie Salif Sané (zu Schalke), Martin Harnik (Werder Bremen) und ebenjener Klaus gingen. 96 konnte diese Abgänge jedoch nicht kompensieren. Wolfsburgs Nummer 11: „Es ist schön, wenn man sagt, dass ich wichtig war. Ich kann nichts dazu sagen, aber es hat nicht so hingehauen, wie sie es sich vorgestellt haben. Ich bin jetzt bei einem Topklub in der Bundesliga, ich habe mich gut entschieden."