08. August 2019 / 18:45 Uhr

Erstmals alle zusammen: Kick-Trio startet mit dem SSV Vorsfelde in die Landesliga

Erstmals alle zusammen: Kick-Trio startet mit dem SSV Vorsfelde in die Landesliga

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
SSV Vorsfelde Fußball-Landesliga (v.l.) Melvin Kick, Burkhard Kick, Justin Kick
Zum ersten Mal in einem Team: Vorsfelde-Trainer Burkhard Kick (M.) mit seinen Söhnen Melvin (l.) und Justin (r.).
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Familienbande SSV Vorsfelde: Seit Burkhard Kick das Team zur neuen Saison als Trainer übernommen hat, ist der Familien-Clan vollständig - denn mit Justin und Melvin Kick spielen beide Söhne des neuen Coachs beim Landesligisten. Eine brandneue Konstellation für die Kicks.

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Ende der vergangenen Saison wurde klar: André Bischoff macht nicht als SSV-Trainer weiter, Ersatz musste her. Der war in Kick senior schnell gefunden - dass der Ex-Profi (VfL Wolfsburg, Eintracht Braunschweig) das Amt übernahm, daran haben aber auch seine beiden Söhne ihren Anteil. "Wir wurden auch gefragt, was wir davon halten", erzählt Justin Kick. "Es tat sich drumherum ja noch viel mehr, mit Siggi Timmas hat zum Beispiel unser Betreuer aufgehört." Einige Spieler gingen ebenfalls - und da viele Jugendspieler ins Team rückten, war Burkhard Kick mit insgesamt 17 Jahren SSV-Jugendarbeit im Rücken genau der richtige Kandidat. Auch die Söhne stimmten zu.

Für Burkhard Kick ist es dabei die erste Station als Herren-Coach. "Das ist schon eine Umstellung. Der Kader ist größer, die Auswechslungen sind begrenzter - da musst du schon überlegen: Was kann ich machen, wen bringe ich?", erklärt der Vorsfelde-Trainer. Viele Gesichter im Kader kannte er allerdings bereits durch seine Zeit in den Jugendteams des SSV - dort coachte er unter anderem Justin, heute 24 Jahre alt, von der G-Jugend bis zu den A-Junioren. "Nur deshalb bin ich damals Trainer geworden", schmunzelt Burkhard Kick. "Ich wollte den damaligen Trainer Udo Berger unterstützen, es waren viele Kinder dabei." Später coachte er dann auch Melvin (21) während dessen A-Jugend-Zeit.

Nun hat er beide Söhne unter seinen Fittichen - das gab's so noch nicht. "Melvin hat mal gesagt, dass er unter Papa eigentlich nicht spielen will - das hat sich aber noch geändert", lacht Burkhard Kick. Justin ist indes wie sein Vater Keeper, konnte sich daher auch den einen oder anderen Tipp abholen. "Ich habe mir immer mal einen Ratschlag geholt. Aber es war auch gut, Meinungen austauschen zu können, wenn wir zum Beispiel Bundesliga geschaut haben", so Vorsfeldes Schlussmann, der noch an den Folgen einer schweren Knieverletzung in der Wintervorbereitung laboriert, sein Comeback für Oktober oder November anpeilt. "Es ist nicht schlecht, einen zu haben, der sich auskennt. Aber man entwickelt ja auch seinen eigenen Stil - er kam immer über seine Schnelligkeit, ich eher über meine Größe", so Justin Kick. Interessant: Wie sein Vater, der auch als Profi einige Male als Feldspieler auflief, spielte auch Justin Kick einst "draußen" - bis zur C-Jugend wechselte seine Position immer wieder mal.

Testspiel FC Brome - SSV Vorsfelde

Impressionen vom Testspiel zwischen dem FC Brome (grüne Trikots) und dem SSV Vorsfelde. Zur Galerie
Impressionen vom Testspiel zwischen dem FC Brome (grüne Trikots) und dem SSV Vorsfelde. © Sebastian Preuss
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Laut Burkhard Kick sei es derweil immer wichtig gewesen, "mit Justin beim Fußball Spieler und Trainer zu sein, nicht Vater und Sohn. Den Abstand musst du immer haben." Auch für die neue Landesliga-Saison gilt das - trotzdem: "Ich freu mich drauf! Aus der A-Jugend kenne ich es mit Papa ja schon, zu dritt aber noch nicht", sagt Melvin Kick. Er ist Feldspieler, eigentlich Sechser, spielte in der Vergangenheit aber häufiger als linker Verteidiger. Der Sprung ins Herren-Team vor zwei Jahren lief für den jüngeren Kick dabei reibungslos - dank des großen Bruders, der dort bereits spielte: "Es war einfacher, Anschluss zu finden. Leider haben wir bisher durch Verletzungen insgesamt erst ein gutes halbes Jahr zusammenspielen können", so Melvin Kick weiter. "Das wird sich aber ändern."

Am Sonntag bei TuSpo Petershütte noch nicht, aber voraussichtlich ab Herbst, wenn Justin Kick wieder fit ist. Ein guter Auftakt soll die Partie aber trotzdem werden. Burkhard Kick feiert sein Landesliga-Debüt, "wir wollen drei Punkte mitnehmen", betont der Coach. "Aber Petershütte ist Aufsteiger, euphorisch, geht in sein zweites Heimspiel in Folge. Wir wollen mit unseren jungen Spielern Paroli bieten."

Die Landesliga-Tipps von Burkhard Kick:

TSV Germania Lamme - Eintracht Braunschweig II 0:2. Lamme hat ein gutes Team, die Eintracht hat ihr erstes Spiel aber verloren, ist in der Pflicht.

TuSpo Petershütte - SSV Vorsfelde 0:2. Zwei Buden und zu Null wären schön, um uns etwas Gutes zu erarbeiten.

SSV Kästorf - Vahdet Braunschweig 1:1. Kästorf ist leichter Favorit, aber Vahdet hat ordentlich investiert.

KSV Salzgitter - SVG Göttingen 0:1. Göttingen als Studenten-Stadt bekommt immer gute neue Spieler dazu, die dort hinziehen.

TSV Landolfshausen/Seulingen - BSC Acosta 1:0. Landolfshausen wird auf eigenem Platz seinen Vorteil nutzen, zumal Acosta eine weite Fahrt vor sich hat.

SC Gitter - SC Göttingen 05 1:2. Gitter hat den Auftakt verloren, schon letzte Saison geschwächelt, wird es schwerhaben.

MTV Isenbüttel - SC Hainberg 1:1. Hainberg hat zwar gegen Eintracht II gewonnen, aber Isenbüttel wird sich einen Punkt erkämpfen.

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