16. September 2021 / 18:31 Uhr

Erstmals in Dresden: Ironman 70.3 im Juli 2022 in der Landeshauptstadt

Erstmals in Dresden: Ironman 70.3 im Juli 2022 in der Landeshauptstadt

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Markus Thomschke, Annekathrin Klepsch, Mike Matthias, Barbara Klepsch und Corinne Miseer (v. l. n. r.) freuen sich auf den neuen Höhepunkt im Dresdner Sportkalender.
Markus Thomschke, Annekathrin Klepsch, Mike Matthias, Barbara Klepsch und Corinne Miseer (v. l. n. r.) freuen sich auf den neuen Höhepunkt im Dresdner Sportkalender. Sie hoffen auf einen starken Impuls für den Fremdenverkehr in der Stadt und im Elbland. © Jochen Leimert
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Nachdem der Ironman bereits in Duisburg und dem Kraichgau ausgetragen wurde, folgt nun Dresden. Am 31. Juli 2022 werden 2000 Starter und viele Begleitpersonen in der Elbestadt erwartet. Sie sollen auch nachhaltig helfen, hiesige Hotels zu füllen.

Dresden. Bisher war Sachsens Landeshauptstadt unter „Eisenmännern und -frauen“ eher als gute Übernachtungsalternative für Starter beim Schlosstriathlon im nahen Moritzburg bekannt, doch nun wird Dresden selbst zum Austragungsort eines großen Triathlon-Wettkampfes. Am 31. Juli 2022 wird die Ironman Group, eine der weltweit bekanntesten Veranstalter von Ausdauersportevents, hier einen Triathlon über die Mitteldistanz austragen. Rund 2000 Teilnehmer und etwa 4000 Begleitpersonen werden dazu in der Stadt erwartet.

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Um das in der Corona-Pandemie zurückgegangen Tourismusgeschäft in Elbflorenz und Sachsen wieder etwas anzukurbeln, möchten Freistaat, Stadt und die Dresden Marketing GmbH im kommenden Sommer schöne Bilder vom Elbufer hinaus in die Welt senden. Corinne Miseer, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH, glaubt: „Mit dem Top-Sportevent können wir sehr gut für Dresden und das Elbland werben.“ Die Stadt möchte sich als facettenreiche, weltoffene Metropole präsentieren, die mehr kann als nur Kultur.

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„Wir können auch Sport“, glaubt Dresdens Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, „die Landeshauptstadt hat in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und viele Sportstätten saniert." Man wolle das gern zeigen, als Tourismus-Lokomotive in Sachsen Menschen weltweit über Bilder und Erlebnisberichte von Sportlern für die Stadt und die gesamte Region interessieren. Sie hofft am 31. Juli 2022 auf viele Zuschauer an der Strecke, auf „Ironman-Fieber“.

Ziel vor der Semperoper

Das wünscht sich auch Barbara Klepsch, Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus: „Es kommen neue Gäste, die Sachsen zum ersten Mal besuchen und hoffentlich als Multiplikatoren wirken, indem sie von den vielen touristischen Eindrücken berichten und in ihrem heimischen Umfeld die Lust auf Reisen nach Sachsen wecken.“ So unterstützt der Freistaat das Triathlon-Event mit 200.000 Euro. Um Nachhaltigkeit zu erreichen, stellte man den Organisatoren auch für die Jahre 2023 und 2024 Förderung in Aussicht, denn auch in diesen Jahren soll der „Ironman 70.3 Dresden“ (das 70.3 steht für die Gesamtstreckenlänge von 113 Kilometern, umgerechnet in Meilen) stattfinden.

Mike Matthias, Operations Director Ironman für Deutschland und Luxemburg, hört das gern. Er war angetan von der Idee, hier einen Wettkampf auszurichten, als die Dresden Marketing GmbH und die Stadt auf sein Unternehmen zukamen. „Die Unterstützung der Stadt und aller Beteiligten war einfach unglaublich.“ Er stellte am Donnerstag mit den Partnern die Streckenführung vor. Geschwommen werden die bei der Mitteldistanz üblichen 1,9 Kilometer bei einer Runde im Alberthafen, dann steigen die Athleten in der Wechselzone auf der Festwiese aufs Rad. 90,1 Kilometer geht es weiter in Richtung Meißen, nach Heyda und Boritz und über Meißen zurück nach Dresden, ehe die Sportler die verbleibenden 21,1 Kilometer am Terrassen- und am Königsufer in drei Runden zurücklegen. Das Ziel wird vor der Semperoper sein.

Markus Thomschke, Triathlon-Profi aus Pulsnitz und schon dreimal in Hawaii dabei, findet die Idee klasse: „Das ist ein absoluter Traum, wenn man in der Heimat starten darf.“ Der 37-Jährige freut sich darauf, viele Freunde aus der Szene bald in Dresden begrüßen zu können. Wenn er auf Reisen Bilder aus Sachsen zeigt, hört er immer wieder: Wir müssen mal zu dir kommen! „Jetzt bietet sich eine gute Gelegenheit“, so Thomschke. Er glaubt, dass man den neuen Dresdner Triathlon auch in Moritzburg nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung sieht. Die Termine würden sich gut ergänzen: „Das ist perfekt vom Zeitpunkt.“