08. Februar 2020 / 15:38 Uhr

Erzgebirge Aue bei 0:3 in Stuttgart chancenlos

Erzgebirge Aue bei 0:3 in Stuttgart chancenlos

dpa
Dimitrij Nazarov (links) und Sören Gonther von Erzgebirge Aue verlassen das Spielfeld in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart.
Dimitrij Nazarov (links) und Sören Gonther von Erzgebirge Aue verlassen das Spielfeld in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart. © dpa
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Ein Doppelschlag von Stuttgarts Daniel Didavi und ein spätes Tor von Mario Gomez sorgten für die nächste Auswärtsniederlage des FC Erzgebirge Aue. Die Sachsen konnten die Partie nur in der Anfangsphase offen gestalten und müssen weiter auf den ersten Sieg 2020 warten.

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Stuttgart. Der FC Erzgebirge Aue bleibt in diesem Kalenderjahr in der 2. Bundesliga weiter sieglos und ohne eigenen Treffer. Beim VfB Stuttgart verlor die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster am Samstag mit 0:3 (0:2). Daniel Didavi (34. min, 42. min) und Mario Gomez (90. min) erzielten die Tore für die Schwaben, die ihre Aufstiegsambitionen mit dem klaren Sieg erneut untermauerten. Die Auer stehen nach der siebten Saisonniederlage weiterhin bei 30 Punkten und verlieren zunehmend den Anschluss zur Tabellenspitze.

„Die erste halbe Stunde waren wir richtig gut im Spiel. Ich habe Stuttgart selten so einfallslos in einem Heimspiel gesehen. Dann kriegen wir erst den Standard, unterbinden dann den Konter nicht. Wenn man dann in Stuttgart 0:2 zurückliegt, wird es schwer. Wir können trotzdem auf der zweiten Halbzeit aufbauen. Wir haken das schnell ab, denn Stuttgart war ein Bonusspiel“, sagte Dimitrij Nazarov.

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Trainer Pellegrino Matarazzo vom VfB Stuttgart, gestikuliert. Zur Galerie
Trainer Pellegrino Matarazzo vom VfB Stuttgart, gestikuliert. ©
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Schuster nahm nach dem 0:0 gegen Arminia Bielefeld zwei Änderungen in der Aufstellung vor. John Patrick Strauß und Christoph Daferner durften für Calogero Rizzuto (Gelb-Sperre) und dem angeschlagenen Florian Krüger von Beginn an ran. Stürmer Pascal Testroet, der sich große Hoffnungen auf die Startelf gemacht hatte, saß zunächst erneut nur auf der Bank.

Die Fehler der „Veilchen“ häuften sich

„Wir wollen uns nicht nur hinten einigeln, sondern selbst auch Nadelstiche setzen“, hatte Schuster im Vorfeld der Partie angekündigt. Seine Mannschaft hielt sich zunächst an die Anweisung und setzte sogar die ersten Offensivakzente. Strauß kam nach einer Flanke aus dem linken Halbfeld zum Kopfball, den VfB-Torhüter Gregor Kobel aber sicher festhielt (7. min). Auf der anderen Seite flog der Ball nach einem Schuss von Gonzalo Castro nur knapp am linken Pfosten vorbei (11. min). Vorausgegangen war ein missglückter Abschlag von Martin Männel.

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Nach der ausgeglichenen, aber unspektakulären Anfangsphase setzten sich die Stuttgarter zunehmend häufiger in der Auer Hälfte fest. Die Fehler bei den „Veilchen“ häuften sich. Die bekannte Schwäche beim Verteidigen von gegnerischen Standards führte schließlich zum Rückstand. Dennis Kempe war nach einem VfB-Eckball im Strafraum weggerutscht, so dass Nathaniel Philipps per Kopf für Didavi servieren konnte. Aus Nahdistanz hatte der Stuttgarter keine Mühe, den Ball im Auer Tor unterzubringen.

Im zweiten Durchgang flachte Niveau ab

Der Gegentreffer erhöhte sich Verunsicherung bei den Gästen, die kurz vor der Pause noch das 0:2 hinnehmen mussten. Kempe hatte am Stuttgarter Strafraum den Ball verloren, den anschließenden Konter über Silas Wamangituka, Castro und Philipp Förster verwertete Didavi mit einem sehenswerten Volleyschuss.

Im zweiten Durchgang flachte das Niveau ab. Der VfB verwaltete seine Führung, den Auern fehlten die spielerischen Mittel, um für Torgefahr zu sorgen. Erst in der 77. Minute kombinierten sich die Sachsen zielstrebig durch die Stuttgarter Hälfte. Testroet kam nach Zuspiel des ebenfalls eingewechselten Krüger freistehend zum Schuss, der von Pascal Stenzel noch zur Ecke abgewehrt wurde. In der Schlussminute sorgte Gomez für den 3:0-Endstand.

Sebastian Wutzler

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