08. November 2020 / 12:18 Uhr

Erzgebirge Aue freut sich über Punkt gegen Hannover und arbeitet an Zidane

Erzgebirge Aue freut sich über Punkt gegen Hannover und arbeitet an Zidane

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aues John Patrick Strauß (hinten) sichert sich den Ball vor Genki Haraguchi.
John Patrick Strauß (re.) und der FC Erzgebirge Aue holen einen Punkt in Hannover und vielleicht bald Zidane. © imago images/Picture Point
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Trotz großer Personalsorgen erkämpfte sich Erzgebirge Aue bei Hannover 96 ein torloses Unentschieden. Fernab des Rasens sorgt das Interesse an einem Profi mit glanzvollem Namen für Aufsehen.

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Aue/Hannover. Der Punktgewinn des FC Erzgebirge Aue durch ein 0:0 bei Hannover 96 geriet angesichts einer namhaften Personalie zunächst völlig in den Hintergrund. Enzo Zidane, ältester Sohn von Real Madrids Trainer Zinédine Zidane, soll laut Vereinspräsident Helge Leonhardt im Blickfeld des sächsischen Fußball-Zweitligisten stehen. „Es laufen seit etwa vier Wochen Gespräche mit dem Berater von Enzo Alan Zidane Fernández. Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten“, bestätigte Leonhardt das Interesse des Clubs an einer Verpflichtung Zidanes. Zuerst hatte das Online-Portal „Tag24“ darüber berichtet.

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Der 25 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler ist derzeit vereinslos und könnte sofort unter Vertrag genommen werden. Doch ob es wirklich soweit kommt, bleibt abzuwarten. „Der Lockdown verhindert eine schnelle Umsetzung des Transfers“, gab Leonhardt zu. Aues Co-Trainer Marc Hensel soll sich nach Angaben des Unternehmers in den vergangenen Tagen intensiv mit dem ehemaligen französischen U19-Nationalspieler befasst haben, um auszuloten, ob Zidane tatsächlich eine sportliche Verstärkung für den FC Erzgebirge wäre.

Bilder vom Zweitligaspiel zwischen Hannover 96 und Erzgebirge Aue

Aues John Patrick Strauß (hinten) sichert sich den Ball vor Genki Haraguchi. Zur Galerie
Aues John Patrick Strauß (hinten) sichert sich den Ball vor Genki Haraguchi. ©

Der Profi mit dem klangvollen Namen hat in den vergangenen vier Jahren für sechs verschiedene Vereine gespielt, zuletzt für den spanischen Zweitligisten UD Almería. „Wenn sich die Chance bietet, sollten wir zuschlagen. Enzo will sich weiterentwickeln und möchte raus aus Madrid. In Aue hätte er die Chance dazu, hier kann er sich voll auf Fußball konzentrieren“, meinte Leonhardt.

„Der Punkt fühlt sich gut an“

Zidane wäre nicht der erste Profi mit Real-Vergangenheit, der sich für den außergewöhnlichen Weg ins Erzgebirge entscheidet. 2013 hatte sich der Spanier Iván González, der vorher für die zweite Mannschaft der Madrilenen aufgelaufen war, den „Veilchen“ angeschlossen. Nach nur anderthalb Jahren und 16 Einsätzen verließ González Aue aber wieder.

Fernab der Gerüchte um Zidane erkämpfte sich die Mannschaft von Dirk Schuster am Samstag in Hannover ein Unentschieden. Dabei vergrößerten sich wenige Minuten vor dem Anpfiff die Personalsorgen des Aue-Trainers. Abwehrspieler Steve Breitkreuz verletzte sich beim Aufwärmen an der Wade und musste kurzfristig durch Ognjen Gnjatic in der Startelf ersetzt werden. Von vornherein fehlten Jan Hochscheidt, Sascha Härtel (beide nach positiven Corona-Befunden in Quarantäne), Malcolm Cacutalua, Fabian Kalig, Erik Majetschak (alle verletzt), Louis Samson (krank) und der gesperrte Calogero Rizzuto.

Die Niedersachsen kamen vor allem durch Marvin Ducksch zu mehreren guten Chancen, die größtenteils von Aues Torwart Martin Männel pariert wurden. Die beste Möglichkeit für die Sachsen vergab Florian Krüger. Der U21-Nationalspieler scheiterte im ersten Durchgang aus Nahdistanz an 96-Keeper Michael Esser. „Der Punkt fühlt sich speziell nach dieser Woche mit den Ausfällen gut an“, sagte Schuster. Der 52-Jährige lobte vor allem die kämpferische Leistung seiner Mannschaft, die nach der Gelb-Roten Karte für Tom Baumgart in der Schlussphase in Unterzahl spielen musste. dpa