03. Oktober 2019 / 16:38 Uhr

Erzgebirge Aue mischt vorn mit - Präsident Leonhardt: „Kein Zufall“

Erzgebirge Aue mischt vorn mit - Präsident Leonhardt: „Kein Zufall“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Aues Präsident Helge Leonhardt (2.v.r.) kommt der gute Lauf der Veilchen nicht von Ungefähr. Vom Aufstieg will man aber nichts wissen.
Für Aues Präsident Helge Leonhardt (2.v.r.) kommt der gute Lauf der Veilchen nicht von Ungefähr. Vom Aufstieg will man aber nichts wissen. © Picture Point
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Erzgebirge Aue gehört als Tabellenvierter zu den Überraschungsteams der 2. Fußball-Bundesliga. Für den Präsidenten ist der gute Saisonstart nur die Bestätigung des eingeschlagenen Weges. Trainer Dirk Schuster appelliert, bodenständig zu bleiben.

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Aue. Erzgebirge Aue als ärgsten Verfolger des Spitzentrios der 2. Fußball-Bundesliga hatten vor dem Saisonstart wohl nur wenige Experten auf der Rechnung. Das Team aus Südwestsachsen ist mit 14 Punkten nach acht Partien überraschend stark gestartet. „Der vierte Platz ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber mit Sicherheit auch kein so großer Zufall“, sagt Helge Leonhardt. Der Vereinspräsident möchte aus der komfortablen Situation aber keine höheren Ansprüche ableiten: „Bei uns wird jetzt niemand anfangen, vom Aufstieg zu träumen.“ Für 80 Prozent aller Zweitligisten gehe es zunächst um das sportliche Überleben: „Zu diesem Kreis gehören wir auch weiterhin.“

Für das bislang gute Abschneiden der Auer gibt es mehrere Gründe. Zum einen konnte der Club mit Ausnahme von Emmanuel Iyoha seine Leistungsträger aus der Vorsaison halten. Dazu blühen Spieler wie Verteidiger Fabian Kalig oder Offensivmann Dimitrij Nazarov (vier Saisontore), die im vergangenen Spieljahr unter dem im August beurlaubten Cheftrainer Daniel Meyer einen schweren Stand hatten, derzeit richtig auf. Außerdem ist es gelungen, den Kader mit einer Mischung aus erfahrenen Spielern wie Sören Gonther (Dynamo Dresden) oder dem talentierten Bosnier Marko Mihojevic zu verstärken.

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In Aue setzt es für Dynamo Dresden eine bittere Niederlage. Am Ende geht das Derby mit 4:1 an Erzgebirge Aue. Zur Galerie
In Aue setzt es für Dynamo Dresden eine bittere Niederlage. Am Ende geht das Derby mit 4:1 an Erzgebirge Aue. ©
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Ehrlichkeit und Kommunikation

Auch mit einer anderen Personalentscheidung bewies Leonhardt offenbar ein gutes Händchen: Dirk Schuster wurde Ende August als Nachfolger von Meyer präsentiert. Der 51 Jahre alte Fußball-Lehrer, der den SV Darmstadt 98 zwischen 2013 und 2015 von der 3. Liga in die Bundesliga geführt hatte, stammt als gebürtiger Karl-Marx-Städter (Chemnitz) aus der Region und bringt viel Erfahrung mit. Aus seinen ersten vier Partien holte Schuster mit seinem Team sieben Punkte, zuletzt wurde Dynamo Dresden im Sachsenderby klar mit 4:1 bezwungen.

„Seine Handschrift ist schon klar erkennbar. Er ist nicht nur sehr kompetent und akribisch, sondern legt großen Wert auf Ehrlichkeit und Kommunikation. Das sind Tugenden, die uns sehr wichtig sind“, erklärte Leonhardt. Nicht ohne Grund habe man ihn mit einem Vertrag bis 2022 ausgestattet, Aue soll auch zukünftig fester Bestandteil der 2. Liga sein. Dafür sei Schuster genau der richtige Mann.

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„Die Fans und das Umfeld können träumen“

Der Trainer kann sich mit der Zielstellung und den Gegebenheiten beim FC Erzgebirge gut identifizieren. Nur das Geld ausgeben, das auch tatsächlich zur Verfügung steht – nach diesem Motto wirtschaftet der Club seit Jahren solide. Für die laufende Saison stehen 17,4 Millionen Euro als Gesamtetat zur Verfügung. „Damit sind wir mit Sicherheit kein Krösus der Liga. Wir sind dennoch davon überzeugt, dass wir unsere Aufgaben meistern können“, sagte Schuster.

Am Samstag (13.00 Uhr/Sky) wartet auf die Erzgebirger mit dem Auswärtsspiel beim SV Sandhausen die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Mit einem Sieg bleibt Aue auf jeden Fall vorn dabei. „Die Fans und das Umfeld können träumen. Aber wir werden weiter seriös arbeiten und bodenständig bleiben. Unser großes Ziel lautet, mit Aue auch in der kommenden Saison in der zweiten Liga zu spielen“, sagte Schuster. dpa

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