25. Juni 2018 / 17:27 Uhr

Erzgebirge Aue: Neu-Trainer Meyer startet in die Vorbereitung

Erzgebirge Aue: Neu-Trainer Meyer startet in die Vorbereitung

dpa
Der neue Trainer Daniel Meyer beobachtet den Trainingsauftakt des FC Erzgebirge Aue.
Der neue Trainer Daniel Meyer beobachtet den Trainingsauftakt des FC Erzgebirge Aue. © dpa
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Daniel Meyer hat mit dem Start in die Vorbereitung seinen Einstand im deutschen Profi-Fußball gegeben. Der studierte Jurist will in Aue die Erfolgsserie der selbstbewussten und ehrgeizigen Jungtrainer fortsetzen.

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Aue. Nach erfolgreichem Abstiegskampf startet der FC Erzgebirge Aue erneut in das Abenteuer 2. Liga und setzt dabei wieder auf einen jungen, talentierten Fußball-Trainer. Nach Domenico Tedesco, Thomas Letsch und Hannes Drews soll nun Daniel Meyer für das «Wunder von Aue 2019» sorgen. Vereins-Präsident Helge Leonhardt sendete am Montag per Twitter aus Südfrankreich Urlaubsgrüße zum Trainingsstart: «Ich wünsche euch für die angehende Saison, die sehr reizvoll und sehr anspruchsvoll wird, nur das Beste.»

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Vier Neuzugänge

Meyer begrüßte vier Neuzugänge beim ersten lockeren Aufgalopp. Neben den Rückkehrern Jan Hochscheidt und Steve Breitkreuz (beide Eintracht Braunschweig) sowie Tom Baumgart (Chemnitzer FC) verpflichtete Aue am Montag noch Abwehrspieler Luke Hemmerich. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis 30. Juni 2021. Der 21-Jährige kommt vom FC Schalke 04 und war zuletzt an den VfL Bochum ausgeliehen.

Zudem waren Angreifer Patrick Breitkreuz, Zwillingsbruder von Steve Breitkreuz, Innenverteidiger Filip Kusic und Mittelfeldspieler Manuel Junglas dabei. Das Trio absolviert ein Probetraining bei den Erzgebirgern, die am Mittwoch (18.30 Uhr) beim FSV Limbach-Oberfohna ihr erstes Testspiel bestreiten.

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Der 38-jährige Meyer, der zuletzt als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und U19-Trainer bei Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln tätig war, ist ein relativ unbekannter Mann auf der Trainerbank. Dennoch sprach der Verein ihm mit einem Zweijahresvertrag das Vertrauen aus. «Komplett überrascht war ich aufgrund der letzten Trainerentscheidungen des Vereins und des Profils, wonach man gesucht hat, allerdings nicht», verriet Meyer mit Blick auf seine Vorgänger. Zum Schluss verließ sich Leonhardt wieder auf sein «Bauchgefühl. Am Ende haben wir festgestellt, dass Daniel Meyer nicht nur eine Mannschaft mit abgezockten Profis, sondern auch das Funktionsteam führen kann. Wir brauchen Leute, die sich aufopfern für den Verein und Überdurchschnittliches leisten. Die Arbeit des Cheftrainers in Aue ist kein 0815-Job», meinte Leonhardt.


Erste Profistation für Meyer

Für Meyer ist der FC Erzgebirge die erste Trainerstation im Profifußball. Vor seiner Zeit als Nachwuchsleiter in Köln arbeitete der gebürtige Hallenser unter anderen als Jugendtrainer bei Energie Cottbus und dem Halleschen FC. Im Jahr 2015 erhielt er die Fußballlehrer-Lizenz des DFB an der Hennes-Weisweiler-Akademie. Nun will er dem Verein seinen Stempel aufdrücken. «Der klare Auftrag lautet, die Klasse zu halten, den Verein weiter in der 2. Bundesliga zu stabilisieren und einen Fußball anzubieten, der den Zuschauern auch ein bisschen Spaß macht. Wir wollen ein paar junge Spieler nach Aue holen und eventuell ein paar Werte für den Club schaffen», meinte Meyer.