13. Februar 2020 / 10:26 Uhr

Erzgebirge Aues Boss Leonhardt vor Kiel-Spiel: „Ein, zwei Punkte mehr gewünscht“

Erzgebirge Aues Boss Leonhardt vor Kiel-Spiel: „Ein, zwei Punkte mehr gewünscht“

dpa
Helge Leonhardt
Keine Panik im Schacht: Gegen Holstein Kiel wollen Boss Helge Leonhardt und der FC Erzgebirge Aue die Heimstärke ausnutzen. © Thomas Eisenhuth
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Erzgebirge Aue wartet noch auf den ersten Sieg in diesem Kalenderjahr. Präsident Helge Leonhardt bleibt noch gelassen und setzt vor dem Heimspiel gegen Kiel auf die Heimstärke der „Veilchen“.

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Aue. Helge Leonhardt wird noch nicht nervös. Obwohl der FC Erzgebirge Aue nach der Winterpause aus drei Spielen nur einen Punkt geholt und noch kein Tor geschossen hat, wirkt der Präsident des Fußball-Zweitligisten relativ entspannt. „Unter dem Strich hätte ich mir ein, zwei Punkte mehr gewünscht. Aber wir dürfen jetzt nicht alles schlecht reden“, sagte Leonhardt. Der 61 Jahre alte Unternehmer ist optimistisch, dass die Mannschaft am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Holstein Kiel den ersten Sieg in diesem Kalenderjahr einfahren wird: „Ich bin überzeugt, dass wir unsere Heimstärke wieder demonstrieren werden.“

In der Vergangenheit hat Leonhardt in vergleichbaren Situationen gern zum Rundumschlag ausgeholt. Doch der blieb bislang aus. Zum einen befinden sich die Sachsen in der Tabelle mit 30 Punkten immer noch im vorderen Mittelfeld. Zum anderen hießen zwei der drei Gegner nach der Winterpause Arminia Bielefeld und VfB Stuttgart - beides Top-Teams der Liga. „Ich muss deshalb auch differenzieren“, meinte Leonhardt, der sich dennoch Gedanken über den schleppenden Start in die zweite Saisonhälfte machte: „Was uns noch nachhängt, ist die 0:1-Niederlage in Wiesbaden. Da haben wir kein gutes Spiel gemacht und die Partie in der Anfangsphase verloren.“

„Mehr Kaltschnäuzigkeit in der Box“

Beim 0:0 gegen Tabellenführer Bielefeld hätte die Mannschaft eine „starke Reaktion gezeigt“, betonte Leonhardt. In Stuttgart sei die Taktik in den 30 Minuten voll aufgegangen. „Zwei individuelle Fehler, die von einem Spitzenteam wie dem VfB brutal bestraft werden, haben leider zum Rückstand geführt“, sagte der Präsident und sah trotz der am Ende deutlichen 0:3-Niederlage dennoch positive Ansätze: „Als die Abwehrkette nach der Pause weiter nach vorn geschoben wurde, hatten wir besseren Zugriff. Auch die Doppelspitze mit Florian Krüger sowie Pascal Testroet und dahinter Jan Hochscheidt als Ideengeber haben unserem Offensivspiel gut getan. In dieser Konstellation waren wir in der Hinrunde sehr oft erfolgreich.“

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Leonhardt will seine Eindrücke allerdings nicht als Forderung oder Einmischung in das Aufgabengebiet von Cheftrainer Dirk Schuster verstanden wissen. Dennoch tauschen sich beide regelmäßig über ihre Erkenntnisse nach den Spielen aus. „Wir sprechen fast täglich miteinander. Eine große Stärke von Dirk Schuster ist seine taktische Flexibilität“, lobte Leonhardt die Arbeit des Trainers.

Schuster tüftelt gerade an seinem Matchplan für das Heimspiel gegen Kiel. Er weiß, dass die Aufgabe gegen die seit fünf Spielen ungeschlagenen Norddeutschen mit Sicherheit nicht einfach wird. Zumal mit Sören Gonther Aues Abwehrchef wegen einer Gelb-Sperre nicht zur Verfügung steht. „Die Kieler bringen besonders in der Offensive sehr viel Qualität mit und spielen überzeugenden Ballbesitz-Fußball. Wir wollen sie aber auch vor Aufgaben stellen“, sagte Schuster. Dass seine Mannschaft in diesem Jahr noch kein Tor erzielt hat, sieht der Trainer indes „nicht so dramatisch“. Chancen wären in allen drei Spielen vorhanden gewesen. Schuster fordert besonders von seinen Offensivspielern „mehr Kaltschnäuzigkeit in der Box“ und „noch mehr richtige Entscheidungen und mehr Zug zum Tor“. Sebastian Wutzler, dpa

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