21. Februar 2019 / 17:36 Uhr

Wunstorf-Kapitän Robin Ullmann: „Es gibt auch einmal Phasen, die einfach nur Käse sind“

Wunstorf-Kapitän Robin Ullmann: „Es gibt auch einmal Phasen, die einfach nur Käse sind“

Stephan Hartung
„Wir wissen um unsere Stärken“: FC-Kapitän Robin Ullmann will mit der Wunstorfer Mannschaft möglichst schnell die Abstiegsränge verlassen.
„Wir wissen um unsere Stärken“: FC-Kapitän Robin Ullmann will mit der Wunstorfer Mannschaft möglichst schnell die Abstiegsränge verlassen. © Christian Hanke
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Nur schnell raus da unten: Wunstorfs Kapitän Robin Ullmann spricht im Interview über seinen Plan, wie er mit dem 1. FC nach einer schlechten ersten Saisonhälfte in der Fußball-Oberliga beim MTV Wolfenbüttel die Aufholjagd starten will.

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Am Sonnabend beginnt für den Oberligisten 1. FC Wunstorf mit der Partie beim MTV Wolfenbüttel (Anpfiff ist um 15 Uhr) der zweite Teil der Saison. Der Meisterkandidat der vorherigen Spielzeit startet als Drittletzter von einem Abstiegsplatz aus und muss sich steigern, um den Klassenerhalt zu schaffen. Eine wichtige Rolle bei der geplanten Aufholjagd spielt FC-Kapitän Robin Ullmann. Er soll die Mannschaft führen und dafür sorgen, dass sein Team bald mindestens auf dem Rang steht, den zurzeit Gegner MTV Wolfenbüttel belegt: als Zwölfter auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Herr Ullmann, gleich zum Auftakt gibt es in Wolfenbüttel ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel gegen einen direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Vorteil oder eher ein Nachteil für den FC?

Ich sehe darin einen Vorteil. Denn man weiß, dass man sofort alles reinhauen muss. Nach der Vorbereitung kann man sich immer schlecht einschätzen, wenngleich das für den Gegner genauso gilt.

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Auch der VfR Neumünster kam nach schlechtem Saisonstart allmählich ins Rollen: Hier jubelt Issam Khemiri nach dem 2:0 gegen Inter Türkspor Kiel. Zur Galerie
Auch der VfR Neumünster kam nach schlechtem Saisonstart allmählich ins Rollen: Hier jubelt Issam Khemiri nach dem 2:0 gegen Inter Türkspor Kiel. ©
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Bewusst kaum Testspiele

Wie verlief die Vorbereitung?

Wirklich gut. Bis auf wenige Tage war das Wetter immer super, wir konnten viel trainieren. Ich habe in der Vergangenheit schon Vorbereitungen im Winter erlebt, da konnte man wegen Eis und Schnee über mehrere Wochen gar nicht auf den Platz.

Es wurden nur zwei Testspiele absolviert. War das nicht etwas wenig?

Das haben wir bewusst so gemacht. Denn durch unseren großen Kader konnten wir viele interne Spiele auf Naturrasen machen. So mussten wir für keine Testspiele auf Kunstrasen gehen. Davon halte ich sowieso wenig, weil man in der Liga selten auf Kunstrasen spielt.

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"Wir wollen jetzt vernünftig und mit gesunden Leuten aus der Winterpause starten"

In der Hinrunde lief es schlecht für Ihre Mannschaft. Sind die vielen Verletzungen ein Grund dafür?

Ja, da hatten wir viel Pech. Deswegen haben wir auch keine Hallenrunde gespielt, obwohl wir gern am Sportbuzzer Masters teilgenommen hätten. Das Verletzungsrisiko war aber einfach zu groß. Wir wollen jetzt vernünftig und mit gesunden Leuten aus der Winterpause starten. Daher war die Vorbereitung auch sehr gut, weil sich niemand neu verletzt hat und die angeschlagenen Spieler Zeit zur Regeneration hatten.

In den vergangenen Jahren war der FC immer im oberen Bereich der Tabelle zu finden. Ist die Stimmung im Team anders im Abstiegskampf?

Wir wissen um unsere Stärken. Wenn alle fit sind, dann können wir jeder Mannschaft Probleme bereiten. Wir sind alle lange dabei und wissen, dass es auch einmal Phasen gibt, die einfach nur Käse sind. Die Situation ist für uns ja auch nicht vollkommen neu. Im Vorjahr mussten wir viele Spiele gewinnen, um oben dranzubleiben. Jetzt müssen wir viel gewinnen, um unten rauszukommen.

"Wenn es läuft, ist sowieso immer alles richtig"

Kommt Ihnen als Kapitän in der ­aktuell kritischen Phase eine andere Rolle zu?

Ich spreche oft gerade mit den jungen Spielern, damit sie sich keinen Kopf machen und an sich glauben. Wenn es läuft, ist sowieso immer alles richtig. Wenn nicht, dann ist man gefragt.

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