31. März 2022 / 12:48 Uhr

"Es ist eine lange Zeit bis 2032": Russland verteidigt Bewerbung für Europameisterschaft

"Es ist eine lange Zeit bis 2032": Russland verteidigt Bewerbung für Europameisterschaft

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die russische Delegation hat die EM-Bewerbung für die Turniere 2028 oder 2032 verteidigt.
Die russische Delegation hat die EM-Bewerbung für die Turniere 2028 oder 2032 verteidigt. © IMAGO/SVEN SIMON/Guengoer/GES/Pool/imagebroker (Montage)
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Russland will trotz des laufenden Angriffskriegs gegen die Ukraine die EM-Bewerbung für das Turnier 2028 oder 2032 aufrecht erhalten. Die russische Delegation verteidigte das Bestreben am Donnerstag beim FIFA-Kongress in Doha.

Die russische Delegation beim FIFA-Kongress in Doha hat die geplante Bewerbung Russlands für die Ausrichtung der EM 2028 oder 2032 trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine verteidigt. "Es ist eine lange Zeit bis 2032", sagte Alexej Sorokin, Organisationschef der WM 2018 in Russland, der englischen Times am Donnerstag. Man müsse nun beginnen.

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Die Europäische Fußball-Union UEFA will die Endrunden 2028 und 2032 gemeinsam vergeben. Favoriten auf die Ausrichtung des Turniers in sechs Jahren sind Großbritannien und Irland. Für 2032 geht Italien als aussichtsreichster Kandidat ins Rennen. Die Türkei will wie Russland das Großereignis entweder 2028 oder 2032 ausrichten. Die Entscheidung soll im September 2023 fallen.

Der Weltverband FIFA hatte am Mittwoch formal den Ausschluss russischer Teams aus allen FIFA-Wettbewerben bestätigt. Derzeit dürfen weder russische Klubs noch russische Nationalteams an Wettbewerben des Weltverbands teilnehmen. Zuletzt hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS den Einspruch der Russen gegen die Suspendierung der Teams durch die FIFA abgelehnt. Die russische Männer-Nationalmannschaft war vor ihrem Playoff-Halbfinale gegen Polen von der WM-Qualifikation ausgeschlossen worden und wird damit nicht bei der Endrunde in Katar dabei sein.

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Man empfinde dies als merkwürdig, sagte Sorokin. Die Fußballer hätten nichts damit zu tun. Im Gegensatz zu den Fußballteams ist der russische Verband nicht von der FIFA gesperrt, so dass eine Delegation beim Treffen der Mitgliedsverbände dabei ist. "Wir verstecken uns nicht. Wir haben jedes Recht, hier zu sein", sagte Sorokin.