23. Dezember 2019 / 17:32 Uhr

„Es ist eine Tragödie": Trauer um Torwart nach Pool-Unglück

„Es ist eine Tragödie": Trauer um Torwart nach Pool-Unglück

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Bei einer privaten Weihnachtsfeier sind zwei Personen ums Leben gekommen.
Bei einer privaten Weihnachtsfeier sind zwei Personen ums Leben gekommen. © Frank Schmidt
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Das Torhüter-Talent des SV Liebertwolkwitz ist Samstagnacht bei einem tragischen Unfall tödlich verunglückt. Der Spieler hat seine berufliche Laufbahn gegenüber dem Sport priorisiert und konnte deshalb weniger intensiv trainieren. Ein Comeback des 20-Jährigen war geplant.

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Leipzig. Die Fußballer des SV Liebertwolkwitz trauern um Pascale G. Der Torhüter des Landesklasse-Vertreters wurde nur 20 Jahre alt. Er war in der Nacht zum Sonntag bei einem tragischen Unfall in einem privaten Swimming Pool in Gerichshain (Landkreis Leipzig) ums Leben gekommen.

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Trainer Frank Watzka sagte dem Sportbuzzer: „Es ist eine Tragödie. Er wollte bald wieder bei uns mittrainieren und auch bei einem Hallenturnier Anfang Januar aushelfen. Es ist so kurz vor Weihnachten ein besonderer Schlag ins Kontor. Wir müssen nun sehen, wie wir mit der Situation umgehen.“

Auch Jens Adler, technischer Leiter beim SV Liebertwolkwitz, zeigte sich schockiert. Er sagte über den Torhüter: „Pascale war sehr talentiert, konnte wegen seiner Lehre zum Einzelhandelskaufmann kaum trainieren. Er war zurückhaltend, kein Halodri. Fußballerisch konnte er sich aus Zeitgründen kaum weiterentwickeln, war aber in der Lehre sehr beflissen."

Von Hansa Rostock zu Lok Leipzig

Der Spieler habe seinem beruflichem Weg Priorität gegenüber dem Sport gegeben, „Was wir natürlich verstanden haben. Wir hatten gehofft, und er selber hatte auch den Plan, dass er nach seiner Ausbildung wieder intensiverer trainieren kann". Es sei tragisch, dass es nun nicht mehr dazu kommt. "Es tut uns allen sehr leid.“

Zuvor hatte bereits Regionalligist 1. FC Lok Leipzig mit großer Betroffenheit die traurige Nachricht verkündet. In Probstheida hatte das Torhüter-Talent in der Saison 2017/18 unter Trainer Heiko Scholz zum Kader der ersten Mannschaft gehört. Er habe als Reservespieler im Training immer vollen Einsatz gezeigt. Gaedke war 2016 vom FC Hansa Rostock nach Leipzig gekommen. An der Ostsee hatte er maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Junioren-Bundesliga.

Rückkehr zum Heimatverein

Nach seiner Zeit bei Lok Leipzig war Pascale G. zunächst zu seinem Heimatverein SV Dessau 05 zurückgekehrt, wo auch sein jüngerer Bruder kickt. Der Verein sei in Gedanken bei der Familie von Pascale, schrieb Dessau 05 am Sonntagabend. Bereits vor wenigen Wochen hatte der Verein den Tod eines ehemaligen Torhüters im Alter von 41 Jahren verkraften müssen.

Frank Müller und Frank Schober