13. Oktober 2020 / 16:43 Uhr

Es soll nicht der letzte Sieg für den TSV Ahnsen gewesen sein

Es soll nicht der letzte Sieg für den TSV Ahnsen gewesen sein

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Gerrit Hanke (rechts) ist der Anführer des TSV Ahnsen. Beim ersten Saisonsieg erzielte er zwei Treffer. © Uwe Kläfker
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Der TSV Ahnsen galt vor der Saison als großer Außenseiter in der Fußball-Kreisliga. Nun hat das Team den ersten Sieg eingefahren. Co-Trainer Elio Di Silvestre sieht in seiner Mannschaft viel Potenzial.

Sie können es also doch. Die Fußballer des TSV Ahnsen haben den ersten Sieg seit der Rückkehr in die Kreisliga eingefahren. Zuletzt gewann der TSV 1985 im Kreis-Oberhaus. Das 6:2 gegen den TuS Lüdersfeld vom vergangenen Sonntag war der begehrte Brustlöser für die Elf von Trainer Lars Deppe, der aktuell von Elio Di Silvestre vertreten wird. „Das war für uns alle eine große Erleichterung“, freut sich di Silvestre. „Das tut uns richtig gut, wir haben im Anschluss noch etwas gefeiert.“

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Die Umgewöhnung von der 1. Kreisklasse in die Kreisliga fiel dem Team zuvor nicht so leicht. Vor allem eine Sache musste das Team lernen. „Die Fehler werden hier sofort bestraft.“ Eindrucksvoll gelernt vor allem bei der 0:5-Niederlage gegen den SV Victoria Lauenau. Bereits nach 30 Minuten hatten sich die Ahnser die fünf Gegentreffer gefangen. Und auch gegen den TuS Lüdersfeld war es deren Angreifer Daniel Engwer, der den ersten TSV-Fehler nach zwei Minuten zum Führungstreffer ausnutzte. „Da mussten wir uns schütteln, sind aber durch den Kampf ins Spiel zurückgekommen“, so di Silvestre.

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Max Luis Weihmann sowie Anführer und Kapitän Gerrit Hanke baute die Führung zur Halbzeit auf 3:1 aus. Pascal Bernert und Kevin Nimptschke mit zwei Treffern in den Schlussminuten machten alles klar. „Wir haben endlich mal die Chancen genutzt und uns für die gute Leistung im Training belohnt“, erklärt der Co-Trainer. Vor allem bei der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den TuS Niedernwöhren („Mit denen konnten wir locker mithalten“) sorgten die vielen ungenutzten Möglichkeiten dafür, dass der TSV ohne Punkte im Gepäck heimfahren musste.

Dass es eine schwierige Saison wird, darüber waren sich wohl alle im Verein einig. Auf den letzten Drücker in die Kreisliga aufgestiegen, sprach der sportliche Leiter Stephan Liegerer selbst davon, der größte Außenseiter der vergangenen Jahre zu sein. 56,2 Prozent der Nutzer des Sportbuzzer Schaumburg stimmten bei einer Online-Umfrage im Vorfeld für den TSV Ahnsen als Abstiegskandidat Nummer eins. „Wir sind nicht der erste Absteiger“, hält di Silvestre dagegen. „Wir müssen zwar noch viel lernen, aber das Potenzial für die Kreisliga ist da. Der Sieg gegen Lüdersfeld war nicht der letzte.“