14. Mai 2020 / 12:57 Uhr

Es tut sich was bei den Scorpions: Transfercoup fürs Tor, Stolikowski übernimmt Doppelfunktion

Es tut sich was bei den Scorpions: Transfercoup fürs Tor, Stolikowski übernimmt Doppelfunktion

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit Brett Jaeger kommt ein zweitligaerfahrener Keeper zu den Scorpions.
Mit Brett Jaeger kommt ein zweitligaerfahrener Keeper zu den Scorpions. © imago images/Kessler-Sportfotografie
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Lange blieb es ruhig bei den Hannover Scorpions - jetzt hat der Eishockey-Oberligist seine wichtigsten Personalien festgezurrt. Tobias Stolikowski bleibt Trainer und übernimmt in Personalunion den Managerjob. Auf der Torhüterposition gelang den Scorpions ein Paukenschlag.

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Ein wenig Zeit gelassen haben sie sich – nun vermelden die Hannover Scorpions die wichtigsten Personalien. Beim Eishockey-Oberligisten stehen nun Trainer, Manager und Torhüter-Duo fest. Vor allem auf der Position des Stammkeepers ist den Scorpions ein Paukenschlag gelungen.

Brett Jaeger wechselt von den Bayreuth Tigers aus der DEL 2 nach Mellendorf. Der Deutsch-Kanadier spielt seit der Saison 2011/2012 in dieser Klasse, in der er außer für Bayreuth auch für Bremerhaven, Dresden und Frankfurt im Einsatz war. „Er bringt mit seinen 37 Jahren viel Erfahrung mit – und wenn es wichtig wird in den Play-offs, dann legt er immer noch eine Schippe drauf“, sagt Scorpions-Sportchef Eric Haselbacher.

Jaeger als guter Gegenpol zu Preuss

Die Routine von Jaeger wird seiner Meinung nach ein guter Gegenpol sein zu Ansgar Preuss. Der 24-Jährige, der zehn von 15 Spielen der Vorsaison gewinnen konnte, hat seinen Vertrag verlängert und bildet zur kommenden Spielzeit das Gespann mit Jaeger. In der Vorsaison hatten die Scorpions mit Preuss und Enrico Salvarani (21 Jahre, wechselt in die DEL 2 nach Freiburg) zwei sehr junge Keeper unter Vertrag.

Kurioser Randaspekt: Jaeger wählt bei den Scorpions die Rückennummer 30, die bislang Preuss trug. Dieser wechselt nun auf die 39. „Das passt doch prima. Ein großer Torhüter wie Dominik Hasek hatte auch die 39 – und Ansgar, der übrigens der beste zweite Torwart der Oberliga ist, besitzt eine ähnliche Maske wie Hasek“, sagt Haselbacher.

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Stolikowskis Doppelfunktion: "Bin damit sehr happy"

Erwartungsgemäß bleibt Tobias Stolikowski der Trainer der Scorpions. Sein Kontrakt gilt ab dem 1. Juni. Er wird zusätzlich auch die Rolle des Managers einnehmen. „Wir machen mit ihm ein Modell, wie es auch in England bei den Fußballvereinen praktiziert wird. Er ist offiziell unser Teammanager“, sagt Haselbacher und fügt an, „dass ich damit sehr happy bin“.

Als Stolikowski Anfang März als neuer Trainer präsentiert wurde, erfolgte dies in der spielfreien Zeit zwischen dem Ende der regulären Saison und dem Beginn der Play-offs. Stolikowski leitete nur wenige Trainingseinheiten, bereite sein Team auf Deggendorf als ersten Play-off-Gegner vor – dann stoppte das Corona-Virus die Saison.

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Haselbacher weist Gerüchte um DEL 2-Ambitionen zurück

Mit diesen Personalien als Basis wollen die Scorpions nun die Planung vorantreiben – natürlich für die Oberliga. Zuletzt machte ein Gerücht die Runde, wonach die Mellendorfer Ambitionen in die DEL 2 haben und die Lizenz von Crimmitschau übernehmen könnten. „Ich habe davon auch gehört – und weiß nicht, woher solch eine Spinnerei kommt“, sagt Eric Haselbacher und verweist auf die aktuelle Situation wegen Corona. „In der Oberliga haben alle finanziell zu kämpfen, auch wir. Da müsste schon jemand kommen, der einem mal freiwillig 100 000 Euro gibt.“

Der Sportchef betont, dass die DEL eine interessante Liga ist. „Aber wir wollen uns wirtschaftlich gut entwickeln und diesen Weg nur gehen, wenn wir ihn sportlich schaffen.“