09. Oktober 2020 / 15:15 Uhr

"ESPN": ManUnited wollte Nico Schulz vor Transfer-Schluss ausleihen – BVB reagierte "verdutzt"

"ESPN": ManUnited wollte Nico Schulz vor Transfer-Schluss ausleihen – BVB reagierte "verdutzt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dortmunds Nico Schulz stand kurz vor Transfer-Schluss offenbar auf dem Zettel von Manchester United.
Dortmunds Nico Schulz stand kurz vor Transfer-Schluss offenbar auf dem Zettel von Manchester United. © Getty
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Manchester United blitzte kurz vor Schließung des Transferfensters offenbar mit einem Leih-Angebot für Nico Schulz beim BVB ab. Das berichtet US-Sender "ESPN".

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Manchester United und Borussia Dortmund - zwischen diesen beiden Klubs ging es im Laufe des Sommer-Transferfensters immer wieder hin und her. Insbesondere die Personalie Jadon Sancho sorgte für Diskussionsstoff, obwohl der BVB sich bereits im August klar gegen einen Verkauf an die Engländer ausgesprochen hatte. Das bekräftigten die Dortmunder Verantwortlichen regelmäßig, während United bis zuletzt versuchte, über eine vermeintliche Einigung mit dem Spieler den Einkaufspreis zu drücken - vergeblich. Laut ESPN war Sancho allerdings nicht der einzige Spieler, wegen dem United an die Dortmunder herantrat. Am Deadline Day soll es außerdem eine Anfrage für Nico Schulz gegeben haben.

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Diese sei kurz vor Transferschluss eingegangen und habe die BVB-Bosse "verdutzt" zurückgelassen, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Quellen weiter. United soll vorgeschlagen haben, den Linksverteidiger für eine Million Euro für ein Jahr auszuleihen und darüber hinaus das Gehalt des 27-Jährigen zu übernehmen. Dortmund lehnte mit Blick auf den angesichts der intensiven Corona-Saison eher engen Kader ab und soll laut ESPN ernsthaft die Scouting- und Verhandlungsmethoden der Engländer in Zweifel gezogen haben, die stattdessen Alex Telles vom FC Porto verpflichteten.

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Schulz war im Sommer 2019 für 25 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim verpflichtet worden, verlor seinen Stammplatz allerdings schon in seiner ersten Saison beim BVB. Seit seiner Verpflichtung kam der Nationalspieler lediglich zu 20 Einsätzen für die Schwarz-Gelben. Schulz war vor seinem Engagement bei der TSG für seinen Jugendverein Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach aktiv gewesen. 2018 debütierte der Berliner in der deutschen Nationalmannschaft, für die er seither elf Mal zum Einsatz kam und zwei Tore schoss.

Dass Schulz und sein BVB-Kollege Mahmoud Dahoud zuletzt wegen mangelnder Spielpraxis beim 3:3 des DFB-Teams gegen die Türkei zum Einsatz kamen, hatte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zuletzt auf die Palme gebracht. "Früher galt: Wer kein Stammspieler im Klub ist, hatte in der Nationalmannschaft nichts zu suchen", meinte der Ex-Profi. Auch über die Nominierung eines Akteurs wie Luca Waldschmidt von Benfica Lissabon habe er sich gewundert. "Ich habe nichts gegen diese Spieler, sind sind auch nicht schlecht", versicherte Matthäus: "Aber das ist keine Werbung für den deutschen Fußball. Und wenn es darauf ankommt, wird Löw diese Spieler auch nicht mehr einsetzen." Löw verzichtete auf Schulz und Dahoud bei der Reise in die Ukraine, wo am Samstagabend in der Nations League gespielt wird.