02. Dezember 2019 / 18:35 Uhr

Essen gibt's im Auto: Der stressige Alltag des Platendorfer Turntalents Anna Carolina Wolpers

Essen gibt's im Auto: Der stressige Alltag des Platendorfer Turntalents Anna Carolina Wolpers

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Will nach ganz oben: Anna Carolina Wolpers.
Will nach ganz oben: Anna Carolina Wolpers. © Katrin Hoffmann
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Die elfjährige Anna Carolina Wolpers aus Platendorf gehört zu den besten Nachwuchsturnerinnen Deutschlands - und steht im kommenden Jahr sogar im Bundeskader. Als einzige Niedersächsin. Jetzt könnte es ganz weit nach oben gehen, doch der Weg dorthin ist für das Talent des TSV Vordorf ein sehr, sehr steiniger.

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Sechsmal Training pro Woche steht für Wolpers, die auf das Humboldt-Gymnasium in Gifhorn geht, auf dem Programm - sechsmal die Woche geht es dafür von Platendorf nach Hannover-Badenstedt ins Landesleistungszentrum. Ein Alltag, der nicht nur der Elfjährigen, sondern auch ihrer Familie jede Menge abverlangt. "Wir sind perfekt durchstrukturiert,“ berichtet ihre Mutter Bianca Brandt-Wolpers über den Alltag. Das heißt: 22 Stunden reine Trainingszeit pro Woche, Hausaufgaben werden gleich in der Schule erledigt, Mittag- und Abendessen gibt es im Auto.

Der Schritt in die Landeshauptstadt hatte das gesamte Familienleben auf den Kopf gestellt, denn Wolpers hatte zuvor bei den heimischen Turnvereinen angefangen, die Anfahrtswege waren damals noch kürzer. Als Siebenjährige gewinnt sie den Kreistitel für den TuS Neudorf-Platendorf, anschließend wechselt sie zum TSV Vordorf, wo Talente für die höchste Leistungsklasse trainiert werden. Doch wie schon in Neudorf wird ihr erneut ein Wechsel nahegelegt, um ihr Talent richtig zu fördern. Diesmal nach Hannover.

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Der nächste logische Schritt für das Platendorfer Talent wäre nun Chemnitz oder Stuttgart. Dort trainiert die deutsche Elite, Training und Schule sind perfekt aufeinander abgestimmt. Und: Bundestrainerin Claudia Schunk würde Wolpers gerne an einen der beiden Standorte holen. Doch die Elfjährige hat da noch ein Wörtchen mitzureden: "Ich möchte auf keinen Fall ins Internat", sagt sie. "Ich fühle mich im Leistungszentrum Hannover wohl und komme mit den Trainern gut klar. Und mit der Schule klappt es auch gut, neben Sport ist Mathe mein Lieblingsfach."

Und auch mithilfe ihres Trainings in Hannover erturnt sich Wolpers Erfolge. Zwar ging ihr Debüt bei den deutschen Jugendmeisterschaften völlig schief - mehrere Stürze an ihrem Paradegerät, dem Balken, brachten ihr nur den 18. Rang. Aber: Beim Pre-Olympic-Youth-Cup, einem international besetzten Turnier, landete sie auf Platz drei. Und mit ihrer zuletzt beim Landeswettkampf und Deutschland-Pokal gezeigten Balkenübung hat sie internationales Niveau erreicht.

Wolpers Ziele sind aber nicht etwa Olympia oder die WM, die Schülerin bleibt lieber bescheiden: „In der ersten Bundesliga würde ich gerne turnen.“ In der Regionalliga-Mannschaft der KTG Hannover ist sie schon ein fester Bestandteil. „Und am Stufenbarren möchte ich noch einiges dazulernen.“

Von Katrin Hoffmann

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