14. September 2019 / 07:06 Uhr

ESV Delitzsch und Radefelder SV sind auswärts gefragt

ESV Delitzsch und Radefelder SV sind auswärts gefragt

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild.
Symbolbild.
Anzeige

In der Fußball-Landesklasse muss sich der Übungsleiter aufgrund der dünnen Spielerdecke in Wurzen mit auf die Bank setzen.

Anzeige
Anzeige

Der Amateurfußball schreibt einfach die schönsten Geschichten, oft sogar schon vorm Anstoß. Zumindest zwei Landesklasse-Partien an diesem Wochenende dürften wohl selten so von Trainern und Ex-Trainer geprägt werden. Der Radefelder SV geht am Sonnabend personell derart angeschossen ins Gastspiel bei Frisch Auf Wurzen, dass sich sogar der Übungsleiter mit auf die Bank setzen muss, der Co-Trainer gehört ohnehin schon seit Wochen zur ersten Elf. Der ESV Delitzsch meldet derweil einen breiten Kader, allerdings womöglich in eher unangemessener Form, folgt das Team am Tag vor dem Spiel bei Rotation Leipzig (Sonntag, 15 Uhr) doch mannschaftlich geschlossen der Einladung zum Polterabend von Ex-Coach Mike Geppert.

Die Eisenbahner baten vergebens um Vorverlegung, nun kann Tilo Ohlig nur auf Contenance seiner Schützlinge hoffen, schließlich wissen alle um die Bedeutung der Partie. „Wir müssen jetzt langsam mal mit den Dreiern anfangen. Das sind Spiele, in denen wir Bigpoints holen können“, sagt Gepperts Nachfolger an der Seitenlinie beim ESV. Schließlich gehört Rotation – mit Verlaub – zu den Abstiegskandidaten. Delitzsch ist als Aufsteiger naturgemäß in einer ähnlichen Rolle, zeigte bisher durchaus gefällige Leistungen, es fehlte jedoch an der Effizienz. „Wenn man die Spiele gegen Krostitz und Zwenkau sieht, braucht uns nicht bange sein. Aber es geht auch nicht von alleine“, ergänzt Ohlig.

Mehr aus der Landesklasse Nord

Im wahrsten Sinne des Wortes nicht alleine lässt Tino Berger seine Radefelder. In Wurzen gehört der Coach höchst selbst zum Kader. „Für Notfälle, falls einer mit gebrochenem Bein über den Platz humpelt“, wie der 32-Jährige erklärt. Ansonsten gilt für den RSV ähnlich wie für Delitzsch. Wann wenn nicht jetzt soll ein Sieg her? Zuletzt gab es unglückliche (0:2 gegen Colditz, 2:5 nach Verlängerung im Pokal gegen Sachsenligist Kamenz) und unsägliche (0:1 bei Rotation) Niederlagen. Trotzdem betont Berger: „Die Stimmung ist nicht schlecht, wir wissen, woran wir arbeiten müssen.“ Eigentlich vor allem am Lazarett. Dorthin hat es jetzt auch noch Hugo Seisdedos (Nasenbruch) und Daniel Sippel (Zerrung) verschlagen.

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt