10. Juni 2021 / 14:10 Uhr

ESV Rot-Weiß Göttingen feiert im Derby klaren Testspielsieg über Sparta

ESV Rot-Weiß Göttingen feiert im Derby klaren Testspielsieg über Sparta

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Louiza Omelan vom ESV (l.) im Laufduell mit Spartas Ann-Kathrin Einfeldt.
Louiza Omelan vom ESV (l.) im Laufduell mit Spartas Ann-Kathrin Einfeldt. © Swen Pförtner
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Mit 7:0 (3:0) hat der ESV Rot-Weiß im Testspiel zweier Frauenfußball-Oberligisten den Nachbarn von Sparta Göttingen abgefertigt. Die Partie wurde von 100 zahlenden Zuschauern verfolgt, die sich die Chance auf Livefußball nicht nehmen ließen.

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Das erste Frauenfußball-Testspiel in Göttingen nach dem Corona-Lockdown verlief torreich – aber auch recht einseitig: Im Derby zweier Oberligisten besiegte der ESV Rot-Weiß Göttingen auf dem Platz an der Grätzelstraße den Nachbarn Sparta Göttingen mit 7:0 (3:0). Der ESV als Gastgeber vermeldete 100 zahlende Zuschauer.

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Kevin Martin, Trainer der Rot-Weißen, berichtete von einem „insgesamt verdienten Sieg“ seiner Mannschaft, „der auch noch deutlich höher hätte ausfallen können“. Während die Gastgeberinnen einen großen Spieltagskader zur Verfügung gehabt hätten, habe man Sparta das kurzfristige Fehlen von Frederike Stahl und Nina Mews deutlich angemerkt – die Gäste, deren Platz nur einen Steinwurf vom ESV-Rasen entfernt liegt, mussten ihre Aufstellung vor dem Anpfiff umstellen.

Stahl und Mews sollten eigentlich die Innenverteidigung bilden, für sie rückten Charlotte Bruch und Nele Bielefeld in die Abwehrzentrale. Bruch und Bielefeld hatten allerdings Schwerstarbeit zu verrichten, denn der ESV präsentierte sich äußerst spielfreudig und kombinierte sich immer wieder ansehnlich bis zum gegnerischen Tor durch.



Folgerichtig erarbeiteten sich die Rot-Weißen Chance um Chance, von denen letztlich sieben in Treffer umgemünzt wurden. „Das eigene Tor wurde hingegen souverän verteidigt, sodass Sparta in 90 Minuten keinen Torschuss abgeben konnte“, berichtete Martin.

Entsprechend positiv fiel das Fazit des ESV-Trainers aus: „Läuferisch war das von uns heute sehr okay, das harte Training, teilweise noch in Zweiergruppen, seit März hat sich ausgezahlt“, unterstrich er.

Darüber hinaus sei der Ball im Aufbau- und Übergangsspiel ansehnlich gelaufen, „und so konnten wir viele Chancen kreieren“. Alles in allem sei es „auch mit den Zuschauern drumherum“ ein toller Abend gewesen.

Sparta trainiert erst seit einigen Tagen wieder

Für Bastian Geisler vom Sparta-Trainerteam war das Ergebnis Nebensache – aber auch nicht überraschend: Der ESV sei seiner Mannschaft momentan „sportlich etwas voraus. Der ESV ist deutlich weiter, das war uns klar.“

Darüber hinaus habe sich bemerkbar gemacht, dass Sparta im Gegensatz zum ESV erst seit der Lockerung vor einigen Tagen im Training ist: Auf Individualtraining war zuvor verzichtet worden, lediglich an der Fitness der Spielerinnen wurde per Online-Workout gearbeitet. Der Ausfall von Stahl und Mews habe sein Übriges beigetragen.

„Das Ergebnis war nicht so cool, aber wir haben vorher gesagt, dass es uns egal ist“, unterstrich Geisler. Das Team habe sich auf jeden Fall gefreut, nach der langen Pause wieder auf dem Platz zu stehen.

Gleich vor Zuschauern zu spielen, sei allerdings „definitiv ungewohnt“ gewesen, fand Geisler. Dass gleich 100 Fans die Partie sehen wollten, hänge seiner Meinung nach mit der langen Fußballabstinenz zusammen, aber auch mit dem Reiz des Derbys, zu dem generell mehr Zuschauer als zu anderen Spielen kämen.

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„Sparta hat noch nicht so viel trainiert und nicht alle an Bord gehabt“, resümierte ESV-Trainer Martin – und prognostizierte: „Ein Pflichtspiel wird sicher anders laufen.“ Sparta hat beim nächsten Aufeinandertreffen auf jeden Fall etwas gut zu machen. – Tore: 1:0 Wedemeyer (11.), 2:0, 3:0 Eisenberger (34., 43.), 4:0 Wochnik (53.), 5:0 Wedemeyer (79.), 6:0 Hübner (82.). 7:0 Eisenberger (84.). – ESV: Lakemann (46. Hanson), Wolter, Linke (74. Winkelmann), Fiekers, Omelan (63. Rüter), Müller, Eisenberger, Diekgerdes (68. Becker), Bindewald (46. Hübner), Wedemeyer, Wochnik (56. Elges). – Sparta: Vötter – Heinmann, Bielefeld, Bruch, Einfeldt – Brand, John, Schneider, Vinken, Gieschen – Reher.