09. September 2019 / 13:27 Uhr

ESV Rot-Weiß Göttingen stürzt Tabellenführer

ESV Rot-Weiß Göttingen stürzt Tabellenführer

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Machte alles klar für den ESV Rot-Weiß: Marie Diekgerdes (links), hier gegen den FFC Renshausen.
Machte alles klar für den ESV Rot-Weiß: Marie Diekgerdes (links), hier gegen den FFC Renshausen. © Schneemann
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Einen sensationellen Heimsieg haben die Oberligafußballerinnen des ESV Rot-Weiß Göttingen eingefahren: Die Eisenbahnerinnen besiegten den Tabellenführer Eintracht Braunschweig, der zuvor in zwei Spielen 18 Tore erzielt hatte, mit 2:0 (1:0).

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Damit rangiert der ESV in der Tabelle hinter dem neuen Tabellenführer TSV Barmke, der sich mit 3:0 gegen das Schlusslicht Sparta Göttingen durchsetzte, auf dem zweiten Platz. Der FFC Renshausen holte durch ein 2:2 beim MTV Barum den ersten Saisonpunkt, Aufsteiger Eintracht Northeim durch einen spektakulären 5:3-Heimerfolg gegen den HSC Hannover im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg.

ESV Rot-Weiß Göttingen – Eintracht Braunschweig 2:0 (1:0). Die Eisenbahnerinnen fuhren mit dem Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer den zweiten Saisonsieg im dritten Spiel ein und schlugen einen der Topkandidaten auf den Titel. Die Zuschauer sahen ein ansehnliches Spiel, in dem Braunschweig in der ersten Hälfte allerdings etwas Pech hatte, als Stürmerin Lynn Meyer nur den Pfosten traf (22.).

Darüber hinaus hatten die Gäste jedoch kaum klare Torchancen, und bei Schüssen aus der Distanz war Torhüterin Franziska Ippensen zur Stelle. Ippensen und die ESV-Abwehrspielerinnen zeigten gegen Braunschweig eine herausragende Leistung.

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Die Führung für den Gastgeber fiel dann kurz vor der Pause, als Johanna Becker einen Freistoß hereinbrachte, der von Braunschweig verlängert wurde. Elena Müller hob in der Folge den Ball schön über die Braunschweiger Torhüterin Lisa Krake ins Tore (45.).

Nach der Pause agierten die Gäste druckvoll und standen sehr hoch, was den Rot-Weißen wiederum Räume für Konter bescherte. Und der Gastgeber wusste den Platz zu nutzen: Jessica Tschechne schickte Marie Diekgerdes per Zuspiel durch die Schnittstelle der Löwinnen-Abwehr auf die Reise, und Diekgerdes ließ sich die Chance zum 2:0 nicht nehmen (50.).

Braunschweig drängt wütend auf den Anschlusstreffer

Im Anschluss drängte Braunschweig wütend auf den Anschluss, blieb aber häufig einfallslos und probierte es vergeblich mit langen Bällen auf Meyer oder Nele Effinghausen. Nun wäre eine höhere Führung möglich gewesen, aber der ESV nutzte seine Konter nicht. Braunschweig traf in der 84. Minute noch einmal die Latte, doch im Nachfassen war Ippensen zur Stelle.

Der Schlüssel zum Erfolg sei neben der starken Defensivleistung das schnelle Umschaltspiel des Gastgebers nach Ballgewinn gewesen, unterstrich ESV-Trainer Kevin Martin nach dem umjubelten Heimerfolg. Wermutstropfen: Jessica Tschechne schied kurz vor Schluss mit Verdacht auf eine Bänderverletzung aus. – Tore: 1:0 Müller (45.), 2:0 Diekgerdes (50.).

TSV Barmke – Sparta Göttingen 3:0 (2:0). Die Rot-Weißen traten beim neuen Tabellenführer ohne Auswechselspielerin an und warten nach drei Saisonspielen immer noch auf den ersten Punktgewinn. Zu den Torschützinnen des Gastgebers zählte die ehemalige Sparta-Akteurin Ramona Reichpietsch.

MTV Barum – FFC Renshausen 2:2 (0:1). Sieben Minuten vor Schluss, nach dem zweiten Treffer von Linda Schwerthelm zur 2:1-Führung der Gäste sah es nach einem Dreier aus. Doch Christin Wulf machte in der 89. Minute mit dem Tor zum 2:2-Endstand den FFC-Traum vom Auswärtssieg zunichte. Ein Punktgewinn ist für den FFC nach der herben 1:7-Schlappe gegen Eintracht Braunschweig vor einer Woche jedoch Gold wert. – Tore: 0:1 Linda Schwerthelm (44.), 1:1 Alvermann (77.), 1:2 Linda Schwerthelm (83.), 2:2 Wulf (89.).

Eintracht Northeim – HSC Hannover 5:3 (2:2). Julia Stahl, Gesa Radtke, zweimal Sina Ruez und Charlotte Brühler hießen die Torschützinnen für die Northeimerinnen, die sich nach dem Ausgleichstreffer des Teams aus der Landeshauptstadt erst in den letzten Spielminuten absetzen konnten.

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