13. Mai 2021 / 14:16 Uhr

ESV Rot-Weiß Göttingen verpflichtet Emma Hübner vom DSC Dransfeld

ESV Rot-Weiß Göttingen verpflichtet Emma Hübner vom DSC Dransfeld

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Emma Hübner
Emma Hübner © ESV Rot-Weiß Göttingen
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Mit Emma Hübner hat Frauenfußball-Oberligist ESV Rot-Weiß Göttingen eine 19-jährige Außenspielerin verpflichtet. Hübner wechselt zur kommenden Saison vom Kreisligisten DSC Dransfeld nach Göttingen.

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Frauenfußball-Oberligist ESV Rot-Weiß Göttingen verpflichtet Emma Hübner, die vom Kreisligisten DSC Dransfeld an die Grätzelstraße wechselt. Die 19-jährige ist auf der Außenbahn zu Hause und bei der JSG Hoher Hagen ausgebildet, wo sie lange Zeit zusammen mit anderen Mädchen im Juniorenteam mitspielte.

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Seit drei Jahren spielt Hübner in der Kreisliga für das DSC-Frauenteam, war dort Kapitänin und in der abgebrochenen Saison eine der Top-Torschützinnen.

Hübners Torriecher hat sie auch schon zur „Heldin der Woche“ des SPORTBUZZER gemacht, nachdem sie in einem Spiel gleich mehrere Treffer im Trikot des Dransfelder SC erzielt hatte. „Dieses Kunststück darf sie jederzeit gern für Rot-Weiß wiederholen!“, sagt ESV-Trainer Kevin Martin.



„Wir freuen uns, dass Emma den Weg zu uns gefunden hat.“, sagt die stellvertretende ESV-Vorsitzende Melanie Rüter. „Emma macht einen selbstbewussten, aber auch selbstreflektierten Eindruck und weiß, dass die Oberliga nicht mit der Kreisliga zu vergleichen ist. Mein Eindruck ist, dass sie es schaffen kann und sie vor allem der Kreisliga ein wenig ,entwachsen' ist. Wir werden ihr Zeit geben und sie ab sofort schon in unsere Kleingruppen ins Training einbauen, damit sie sich ein wenig eigewöhnen kann, bevor es – hoffentlich bald – richtig losgeht! In diesem Zusammenhang danken wir auch dem DSC, der sich sehr kooperativ verhalten und Emma keinerlei Steine in den Weg gelegt hat.“

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Die Auszubildende zur Ergotherapeutin selbst freut sich auf die neue Aufgabe und hat einen ganz pragmatischen Ansatz für ihren Wechsel: „ Wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es womöglich gar nicht mehr! Ich hatte schon öfter lose Anfragen anderer Vereine, bin aber immer meinem Team treu und in meiner Wohlfühlzone geblieben. Nun möchte ich einfach das sprichwörtliche ,Mehr' und freue mich daher sehr auf die neue Mannschaft und die neue Spielklasse.“ Hübner, glühender Fan des FC Bayern München, bezeichnet sich selbst als „Flügelflitzer“ und wird für Rot-Weiß zukünftig mit der Nummer 19 auflaufen – ebenso wie Bayern-Dauerläufer Alphonso Davies. Wenn diese Parallele nicht verpflichtet!

Darüber hinaus hat der ESV die 21-jährige Tisa Linke vom STV Holzland verpflichtet. Nachdem Carolina Ahlers den Verein nach vier Jahren recht unerwartet in Richtung VfV Oberode (Bezirksliga) verlassen hatet, war auf der Position der Innenverteidigerin eine Lücke entstanden.

Linke ist mit ESV-Kickerin Johanna Fiekers bekannt und studiert in Göttingen. Bereits nach dem ersten Training sagte sie zu. „Ich freue mich, dass Tisa nun bei uns ist. Unsere zweite Frauen hat gegen Holzland gespielt, und da haben wir sie schon ,live' sehen können. Sie überzeugt mit viel Kommunikation und starkem Willen, ist zudem sehr groß – alles Attribute, die ich an einer Innenverteidigerin schätze", sagt ESV-Trainer Martin.

"Natürlich hat sie nach der langen Fußball-Pause noch körperlich ein wenig aufzuholen, aber das schaffen wir schon gemeinsam“, ergänzt der Coach. Linke selbst freut sich auf die Mannschaft und die Oberliga und möchte „schnellstmöglich fit werden, sodass ich dem Team helfen kann. Die Bedingungen für Frauenfußball sind in jedem Falle top bei Rot-Weiß – vom Platz bis Ausrüstung passt hier alles und ich freue mich auf die Saison“, sagt der Neuzugang selbst zu seinem Wechsel.

Tisa Linke
Tisa Linke © ESV Rot-Weiß Göttingen

Außerdem ist Torfrau Alina Hanson zum ESV zurückgekehrt. Alina macht eine duale Ausbildung bei der Stadt Göttingen, deren "dualer Teil“ nun hauptsächlich online stattfindet, sodass die Wohnung in Hannover aufgegeben und die Rückkehr zu Rot-Weiß vollzogen werden konnte.

Torwarttrainer Gabriel Strüder freut sich über den Zugang „Alina und Danica (Lakemann) verstehen sich gut, mit zwei Torfrauen zu trainieren macht mehr Spaß, ist effektiver und vor allem selten im Frauenfußball! Wir versuchen beide nun auf das gleiche Level zu bringen, sodass wir auch auf dieser wichtigen Position in Zukunft doppelt besetzt und gut aufgestellt sind", sagt er.