24. November 2021 / 19:47 Uhr

ESV Wolfsburg meldet seine Reserve ab, damit der Kreisliga-Kader weiterspielen kann

ESV Wolfsburg meldet seine Reserve ab, damit der Kreisliga-Kader weiterspielen kann

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Reserve abgemeldet: Die Personallage beim ESV Wolfsburg (graue Trikots) hat sich etwas entspannt. 
Reserve abgemeldet: Die Personallage beim ESV Wolfsburg (graue Trikots) hat sich etwas entspannt.  © Foto: Britta Schulze
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Der ESV Wolfsburg hat seine zweite Mannschaft aus der Kreisklasse abgemeldet, damit dem Kreisliga-Kader mehr Spieler zur Verfügung stehen. Dadurch entspannte sich die Personallage etwas, Trainer Thomas Mundry hofft, die restlichen Partien in diesem Jahr ordentlich zu Ende bringen zu können.

Fünf Liga-Niederlagen in Folge, vorletzter Tabellenplatz und große Personalsorgen: Die Saison in der Fußball-Kreisliga läuft alles andere als gut für den ESV Wolfsburg. Am vorletzten Spieltag konnten die Eisenbahner sogar personell bedingt nicht gegen den TV Jahn Wolfsburg antreten. Damit so etwas künftig nicht mehr passiert, wurde die zweite Mannschaft aus der 1. Kreisklasse abgemeldet und die Spieler in die Kreisliga hochgezogen. „Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit dem Vorstand getroffen, so ging es nicht weiter“, sagt ESV-Trainer Thomas Mundry. Trotz des vergrößerten Kaders standen am Sonntag bei der SG Kästorf/Warmenau/Brackstedt (0:5) nur 13 Spieler zur Verfügung, vier Akteure aus der ehemaligen Reserve standen in der Startelf, zwei weitere wurden eingewechselt.

Quantität bedeutet nicht gleich Qualität, für viele der ehemaligen Kreisklasse-Spieler ist die höhere Liga Neuland, „einige der Jungs haben noch nicht auf diesem Niveau gespielt“, so Mundry. Aber „es sind ein paar Spieler dabei, die uns weiterbringen werden“ und „das Training macht jetzt auf jeden Fall mehr Spaß, das konnte ich direkt sehen“, freut sich der ESV-Coach. Den Verein plagen trotz der Zusammenlegung der beiden Teams weiter Verletzungs- und Krankheitsausfälle. Dass Mundry ein 30-Mann-Kader zur Verfügung steht und er Spielern mitteilen muss, dass sie in einer Partie nicht zum Einsatz kommen werden, davon kann er derzeit nur träumen. „Das Problem hatten wir noch nicht“, sagt Mundry mit einem Lachen. Er hofft darauf, die noch angesetzten fünf Partien in diesem Jahr „vernünftig zu Ende“ bringen zu können und ihm in der Vorbereitung wieder Langzeitverletzte wie Tim Jeschke und Artur Rose zur Verfügung stehen. „Sie sind absolute Leistungsträger und können qualitativ nicht ersetzt werden“, so Mundry.

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Eines der noch fünf ausstehenden Partien im Jahr 2021 steht am Samstag (12 Uhr) bei der FSG Neindorf/Almke an. Ans letzte Duell denken die ESV-Kicker sicher gern zurück. Zwischen den fünf Niederlagen in der Liga gewann der ESV vor sechs Wochen gegen die FSG im Kreispokal mit 3:1. Mundry ist vor dem Duell noch verhalten optimistisch, er hofft, dass drei Spieler, die am vergangenen Wochenende kurzfristig krankheitsbedingt absagten, wieder zurückkehren. Das Pokal-Duell sei laut Mundry die beste Saisonleistung der ESVer gewesen. „Wenn wir wieder so auftreten, dann können wir dort etwas holen.“