31. März 2019 / 19:16 Uhr

Euro 2024: Leipzig wird geplante Stadion-Kapazität verfehlen

Euro 2024: Leipzig wird geplante Stadion-Kapazität verfehlen

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Hermann Winkler, Reinhard Grindel, Burkhard Jung, Dirk Majetschak und Markus Stenger am Freitag im Leipziger Rathaus.
Hermann Winkler, Reinhard Grindel, Burkhard Jung, Dirk Majetschak und Markus Stenger am Freitag im Leipziger Rathaus. © Stadt Leipzig
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Die Red-Bull-Arena wird bis auf die Zuschauerkapazität alle Bedingungen erfüllen. Leipzigs Oberbürgermeister Jung geht davon aus, dass das für die Uefa kein Problem sein wird. 

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Leipzig. In die Diskussion um den von RB Leipzig geplanten, aber zwischenzeitlich zum Teil auf Eis gelegten Ausbau der Red-Bull-Arena ist am Wochenende Bewegung gekommen. Zunächst räumte OBM Burkhard Jung am Freitag gegenüber DFB-Präsident Reinhard Grindel ein, dass Leipzig bei der Euro 2024 die in den EM-Bewerbungsunterlagen angegebene Zuschauerkapazität nicht erreichen werde. Tags darauf sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in einer Medienrunde, dass der Verein nach dieser Saison 50 Millionen Euro in die ersten zwei Bauphasen investieren werde. Innerhalb von zweieinhalb Jahren soll die Kapazität um rund 5000 Zuschauer erweitert werden.

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Das Stadion der Hunderttausend wurde vor 60 Jahren in Leipzig eingeweiht. Zur Galerie
Das "Stadion der Hunderttausend" wurde vor 60 Jahren in Leipzig eingeweiht. © LVZ Archiv
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Dank der teilweisen Umrüstung auf Stehplätze können bis 2022 statt bislang rund 42 500 dann etwa 48 000 Zuschauer die nationalen Spiele verfolgen. Diese Zahl gilt für internationale Pflichtspiele aber nicht. Ursprünglich hatte RB einen Ausbau auf 57 000 Plätze erwogen. Eine dritte Bauphase mit einer eventuellen nochmaligen Erweiterung dürfte bis zur EM-Endrunde nicht realisierbar sein.

Red-Bull-Arena wird für Euro 2024 die angegebenen Sitzplätze nicht erreichen

Leipzig wird also die im September 2018 bei der EM-Vergabe angegebenen 46 635 Sitzplätze nicht erreichen. Grindel bestätigte auf SPORTBUZZER-Nachfrage lediglich, dass der Stadionausbau am Freitag beim Gespräch im Leipziger Rathaus Thema war – er verwies auf den OBM. Jung sagte dem SPORTBUZZER: „Die Uefa wird noch einmal schauen, ob die EM-Orte ihre Versprechungen erfüllt haben. Bis auf die Kapazität werden wir alle Bedingungen erfüllen. Das betrifft das Parkhaus, mehr Toiletten, besseres Flutlicht und einen Einschnitt in den Damm für eine reibungslose Evakuierung. Ich gehe fest davon aus, dass dies für die Uefa kein Problem darstellen wird.“

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Dies sieht auch Hermann Winkler so. Der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes war bei dem Gespräch dabei und meinte: „Das Stadion wird zur EM klein, aber fein sein. Die Kapazität ist letztlich zweitrangig, mir geht es darum, dass der Standort Leipzig gesichert ist.“ Von den zehn EM-Stadien wird die Leipziger Arena als einzige weniger als 45 000 Besucher fassen. Winkler hält es für ausgeschlossen, dass unterlegene Städte wie Nürnberg, Mönchengladbach, Kaiserslautern oder Hannover nachträglich noch auf den EM-Zug aufspringen können. Bei dem Gespräch mit Grindel und Jung waren zudem Leipzigs Fußball-Verbandschef Dirk Majetschak und Markus Stenger vom EM-OK anwesend.

Grindel hatte in seiner Rede auf der Veranstaltung „125 Jahre VfB“ im Alten Rathaus gesagt: „Leipzig ist ein Bundesliga-Leuchtturm für die gesamte Region. Die Menschen sollen diese Begeisterung auch bei der Euro 2024 spüren können.“

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