25. Februar 2022 / 12:23 Uhr

Europa-League-Achtelfinale gegen Tedescos Ex-Club: RB Leipzig trifft auf Spartak Moskau

Europa-League-Achtelfinale gegen Tedescos Ex-Club: RB Leipzig trifft auf Spartak Moskau

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Im Kampf um den Pokal der Europa League hat RB Leipzig im Viertelfinale die nächste schwere Aufgabe vor der Brust. 
Im Kampf um den Pokal der Europa League hat RB Leipzig im Viertelfinale die nächste schwere Aufgabe vor der Brust.  © Getty Images
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Mit dem 3:1-Sieg gegen Real Sociedad hat RB Leipzig den Einzug ins Europa-League-Achtelfinale klargemacht. Am Freitag wurde nun der nächste Kontrahent der Roten Bullen in Nyon gezogen. Mit Spartak Moskau treffen die Messestädter auf den Ex-Club von Trainer Domenico Tedesco. Am 10. März findet das Hinspiel in der Red Bull Arena statt. Das Rückspiel wird aufgrund Russlands Krieg gegen die Ukraine auf neutralem Boden ausgetragen.

Nyon/Leipzig. RB Leipzig trifft im Achtelfinale der Fußball-Europa-League auf Spartak Moskau. Dies ergab die Auslosung der Uefa am Freitagmittag in Nyon. Bereits vorher hatte festgestanden, dass die Roten Bullen als ungesetztes Team am 10. März zunächst zu Hause antreten müssen. Das Rückspiel bestreitet die Elf von Trainer Domenico Tedesco am 17. März auswärts. Zudem war bereits vor der Auslosung klar, dass nur sechs Klubs als Gegner der Leipziger in Frage kamen. Neben dem Los Spartak Moskau standen noch West Ham United, Olympique Lyon, AS Monaco, Galatasaray Istanbul und Roter Stern Belgrad zur Auswahl.

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Wiedersehen zwischen Tedesco und Spartak

RB hatte sich am Donnerstag mit einem insgesamt überzeugenden Playoff-Auftritt bei Real Sociedad San Sebastian für die K.o.-Phase der Europa League qualifiziert. Nach dem 2:2 vor heimischer Kulisse hatten die Bullen im Baskenland 3:1 gewonnen und mussten nur Mitte der zweiten Halbzeit nach dem Anschlusstor der Spanier 20 Minuten lang zittern. Insgesamt stehen drei deutsche Teams in der Runde der besten 16. Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen hatten sich im Herbst als Gruppensieger direkt fürs Achtelfinale qualifiziert, dagegen scheiterte Borussia Dortmund in den Playoffs an den Glasgow Rangers. Deutsch-deutsche Duelle sind erst ab dem Viertelfinale möglich.

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2018 stand RB Leipzig nach dem dritten Gruppenplatz in der Königsklasse schon einmal in der K.o.-Phase der Europa League. Damals hatten die Sachsen in der Zwischenrunde den SSC Neapel und im Achtelfinale Zenit St. Petersburg ausgeschaltet. Endstation war im Viertelfinale gegen Olympique Marseille.

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Durch dieses Los kommt es auch zu einem Wiedersehen von Bullen-Coach Domenico Tedesco mit seinem ehemaligen Verein. Der Klub des deutschen Generaldirektors Tomas Zorn konnte in einer engen Gruppenphase unter anderem den SSC Neapel und Leicester City hinter sich lassen. Spartak Moskau gehört mit zwölf sowjetischen und zehn russischen Meisterschaften zu den erfolgreichsten Vereinen des Landes. Für einen internationalen Titel hat es für den aktuellen russischen Vizemeister bisher aber noch nicht gereicht.

„Das ist für mich ein besonderes Spiel“

Er hätte sich natürlich „andere Umstände für das Wiedersehen gewünscht“, sagte Domenico Tedesco über drei Stunden, nachdem das Los feststand. „Sportlich ist das alles andere als eine leichte Aufgabe“, sagte Tedesco auch noch. Doch das sportliche ist bei den beiden Begegnungen am 10. und 17. März nur der eine Aspekt nach der Invasion Russlands und dem Krieg in der Ukraine. „Ich hoffe wirklich, dass alles dafür getan wird, um doch noch schnell eine friedliche Lösung zu finden“, betonte Tedesco.

Schon am Mittwoch, als noch nicht feststand, ob RB weiterkommen würde, hatte sich der 36-Jährige zu dem Thema geäußert. Die Chancen, dass er gegen seinen Ex-Club kommen könnte, standen 1:6. Von Oktober 2019 bis Ende Mai 2021 hatte Tedesco als Chefcoach bei Spartak Moskau gearbeitet. „Das ist für mich ein besonderes Spiel, das ist ja klar. Ich hatte eine tolle Zeit bei Spartak, in der ich viele tolle Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen habe“, bekräftigte er am Freitag noch mal.

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Zu einem möglichen Boykott von Spielen gegen Teams aus Russland sagte Leipzigs Angreifer Yussuf Poulsen in einer digitalen Medienrunde: „Sie haben sich sportlich qualifiziert. Solange sich die UEFA nicht anders entscheidet und wir auf einem anderen (neutralen) Platz spielen, ist es einfach so.“ Er habe auch noch keine Zeit gehabt, „mit meinen Mitspielern aus dem Mannschaftsrat zu reden, ob wir etwas machen“, sagte der Däne. Sie seien als Fußballer keine anderen Menschen und würden das, was in der Ukraine passiert, genauso wahrnehmen und mitleiden wie alle anderen. mit dpa

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