18. März 2022 / 08:28 Uhr

"Alles geboten, wofür die Europa-Eintracht steht": Frankfurt nach Last-Minute-Krimi in "rosaroter" Fußball-Welt

"Alles geboten, wofür die Europa-Eintracht steht": Frankfurt nach Last-Minute-Krimi in "rosaroter" Fußball-Welt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Frankfurt jubelt nach dem Treffer in letzter Sekunde der Verlängerung.
Eintracht Frankfurt jubelt nach dem Treffer in letzter Sekunde der Verlängerung. © IMAGO/Beautiful Sports/osnapix (Montage)
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Eintracht Frankfurt ist RB Leipzig ins Viertelfinale der Europa League gefolgt. Die Hessen erlebten im Achtelfinal-Rückspiel gegen Betis Sevilla eine Achterbahnfahrt der Gefühle - und hoffen nun auf ein attraktives Los.

Die Profis von Eintracht Frankfurt feierten mit ihren euphorischen Fans noch lange nach dem Abpfiff das späte Happy End im Thriller gegen Betis Sevilla. Selbst der sonst eher zurückhaltende Trainer Oliver Glasner ließ sich kurz vor Mitternacht von der Stimmung mitreißen. "Ich bin total geflasht von den Emotionen. Die Partie hat alles geboten, wofür die Europa-Eintracht steht“, sagte der 47 Jahre alte Österreicher nach dem Einzug ins Viertelfinale der Europa League durch das 1:1 nach Verlängerung im Duell mit dem spanischen Topklub. "Was im Stadion abgegangen ist, habe ich genossen."

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In den 120 Minuten hatten die Hessen eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Kurz vor Schluss der regulären Spielzeit riss Borja Iglesias die Eintracht durch das 0:1 zunächst aus ihren Viertelfinalträumen, die sich in letzter Sekunde der dadurch fälligen Verlängerung doch noch erfüllten: Martin Hinteregger warf sich mit vollem Einsatz in eine Freistoßflanke von Filip Kostic und erzwang dadurch ein Eigentor. "In der 90. Minute ist die Fußballwelt für uns zusammengefallen, in der 120. Minute war sie wieder rosarot", resümierte Glasner und verteilte ein dickes Lob an seine Schützlinge: "Riesenkompliment an meine Mannschaft. Ich bin unglaublich stolz, was sie geleistet hat gegen einen sehr guten Gegner."

Auch bei den Glasner-Schützlingen selbst war die Stimmung nach Abpfiff entsprechend gelöst. "Es war ein unglaubliches Spiel, ein unglaublicher Abend", jubelte BVB-Leihgabe Ansgar Knauff. "Das Team hat alles gegeben. Ein geiles Gefühl!" Ebenso sprach Mittelfeldspieler Djibril Sow von einem "leidenschaftlichen" Auftritt der SGE, das in einem "verdienten Weiterkommen" mündete.

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Erinnerungen an Halbfinal-Ausscheiden gegen Chelsea

So steht die Eintracht zum sechsten Mal im Viertelfinale der Europa League beziehungsweise des Vorläuferwettbewerbes UEFA-Cup, den sie 1980 sogar gewinnen konnte. Damit zogen die Hessen mit dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln gleich. Öfter als dieses Trio schaffte es bisher keine deutsche Mannschaft unter die letzten Acht dieses Wettbewerbes. Und natürlich werden in Frankfurt Erinnerungen wach an die Saison 2018/19, als die Eintracht das Halbfinale erreichte und dort erst im Elfmeterschießen am späteren Sieger FC Chelsea scheiterte.

Im Viertelfinale warten nun attraktive Gegner wie Spaniens Topklub FC Barcelona und der italienische Vertreter Atalanta Bergamo, der im Achtelfinale Bayer Leverkusen bezwang. Frankfurts Mittelfeldspieler Sebastian Rode wünscht sich ein Duell mit den Glasgow Rangers, die in der Zwischenrunde Borussia Dortmund ausgeschaltet hatten. Im Lostopf befinden sich am Freitagmittag ferner Sporting Braga, Olympique Lyon, West Ham United und der Bundesliga-Rivale RB Leipzig. "Jetzt würde ich unheimlich gerne in Glasgow spielen", ließ sich mit Sebastian Rode immerhin ein Akteur einen Wunsch für die Runde der letzten Acht entlocken.