05. Mai 2022 / 22:55 Uhr

Europa League kompakt: Frankfurt schlägt West Ham und träumt vom Titel – Leipzig scheitert an den Rangers

Europa League kompakt: Frankfurt schlägt West Ham und träumt vom Titel – Leipzig scheitert an den Rangers

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Frankfurt jubelt über den Finaleinzug. RB Leipzig muss indes in der Vorschlussrunde die Segel streichen.
Eintracht Frankfurt jubelt über den Finaleinzug. RB Leipzig muss indes in der Vorschlussrunde die Segel streichen. © Getty/IMAGO/Picture Point LE (Montage)
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Eintracht Frankfurt hat den Sprung ins Finale der Europa League geschafft. Die Hessen gewannen nach dem 2:1 im Hinspiel am Donnerstag auch das zweite Duell gegen West Ham United. RB Leipzig verspielte dagegen den 1:0-Vorsprung gegen die Glasgow Rangers und verpasste das Endspiel am 18. Mai in Sevilla.

Eintracht Frankfurt - West Ham United 1:0 (1:0) - 3:1 nach Hin- und Rückspiel

Der Traum vom Titel lebt: Eintracht Frankfurt steht im Finale der Europa League. Die Schützlinge von Trainer Oliver Glasner setzten sich am Donnerstag gegen West Ham United mit 1:0 (1:0) durch. Bereits das Hinspiel hatte die SGE im Londoner Olympiastadion mit 2:1 für sich entschieden, bereits ein Remis hätte den Frankfurtern also für das Weiterkommen gereicht. Rafael Borré (26.) erzielte das Tor für die Hessen, die ab der 19. Minute nach einem Platzverweis für West-Ham-Verteidiger Aaron Cresswell in Überzahl agierten.

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Bereits der erste Durchgang bot reichlich Gesprächsstoff. Zunächst mussten die Frankfurter den Ausfall von Abwehrchef Martin Hinteregger verkraften, der sich bei einem Laufduell mit Michail Antonio am Oberschenkel verletzte und durch Almamy Toure ersetzt werden musste (7.). Doch die Eintracht reagierte trotzig: Nach einem langen Ball verschaffte sich Jens Petter Hauge Platz und wurde von Cresswell mit unfairen Mitteln gestoppt. Der "Hammers"-Verteidiger – zum Zeitpunkt des Fouls letzter Mann – sah vom spanischen Schiedsrichter Jesus Gil Manzano zunächst die Gelbe Karte. Unter Zuhilfenahme der Videobilder revidierte der Unparteiische seine Meinung jedoch und verwies den Defensivspieler des Feldes (19.).

Frankfurt hatte nun endgültig Oberhand – und belohnte sich. Nach einer schnellen Passstaffette auf der rechten Außenbahn legte Ansgar Knauff von der Grundlinie auf den im Rückraum lauernden Borré ab, der problemlos zum 1:0 traf (26.). Beflügelt von der Führung und der numerischen Überzahl ging die SGE auch im zweiten Durchgang zu Werke. Doch auch West Ham wurde zunehmend mutiger. Für Gefahr vor dem Tor von SGE-Keeper Kevin Trapp sorgten die Gäste aber zu selten. Stattdessen sah Chefcoach David Moyes noch die Rote Karte, nachdem er einen Ball weggeschossen hatte (79.). Die Eintracht verteidigte den Vorsprung bis zum Ende und spielt im Finale am 18. Mai in Sevilla um den Titel.

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Glasgow Rangers - RB Leipzig 3:1 (2:0) - 3:2 nach Hin- und Rückspiel

Dass es nicht zu einem reinen Bundesliga-Finale in der Europa League kommt, liegt an RB Leipzig. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco verlor im legendären Ibrox Stadium beim schottischen Meister Glasgow Rangers mit 1:3 (0:2) und muss die Hoffnung auf das Double begraben. Der DFB-Pokalfinalist, der das Hinspiel in Leipzig mit 1:0 gewann, geriet durch einen Doppelschlag von James Tavernier (19.) und Glen Kamara (24.) in Rückstand, Christopher Nkunku (71.) sorgte für den Anschlusstreffer, doch John Lundstram (81.) schoss den BVB-Schreck aus Glasgow schließlich ins Finale.

Tedesco überraschte vor dem Rückspiel mit seiner Aufstellung: Yussuf Poulsen erhielt den Vorzug vor André Silva und durfte mit Nkunku stürmen. "Yussi ist jetzt auch mal dran. Er hat es gut gemacht mit seinen Einwechslungen. Er ist einen Tick frischer, weil André mehr gespielt hat", erklärte Tedesco vor dem Anpfiff seine Entscheidung – die allerdings verpuffte. Leipzig wirkte von der Stimmung im schottischen Fußball-Tempel gehemmt und entwickelte viel zu wenig Torgefahr. Rangers-Kapitän Tavernier (19.) nach Vorlage im Strafraum von Ryan Kent und Kamara (24.), der von Scott Wright am Sechzehner-Rand gegen zu passive Leipziger in Szene gesetzt wurde, schockten RB per Doppelschlag nachhaltig. Von Leipzig kam viel zu wenig.

Auch in Halbzeit zwei fehlte Präzision im Leipziger Spiel – bis zur 71. Minute. Nach Halbfeld-Flanke von Hinspiel-Torschütze Angelino war Stürmer-Star Nkunku zur Stelle und erzielte den Anschlusstreffer zum 1:2 quasi aus dem Nichts. Doch gerade als RB eine etwas breitere Brust bekam und auf Kurs Verlängerung war, sorgte Lundstram (81.) mit seinem Tor für die im Stadion umjubelte Entscheidung. Leipzig warf alles nach vorne, kam aber nicht mehr zum Torerfolg.