18. Juli 2020 / 12:19 Uhr

EL-Quali: Wolfsburgs ersten Gegner gibt es am 31. August

EL-Quali: Wolfsburgs ersten Gegner gibt es am 31. August

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL Wolfsburg bekommt am 31. August seinen ersten Gegner in der EL-Qualifikation zugelost.
Der VfL Wolfsburg bekommt am 31. August seinen ersten Gegner in der EL-Qualifikation zugelost.
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FC Sirens? Sfantul Gheorghe Suruceni? FK Sutjeska Nikšic? Noch ist nicht klar, welche Gegner für den VfL Wolfsburg im Lostopf der Europa-League-Qualifikation liegen werden. Fest steht immerhin, wann gelost wird - und dass es gegen jeden Gegner nur ein Spiel gibt.

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Qualifikation statt direkter Sprung in die Gruppenphase: Anders als vor einem Jahr muss sich Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg seinen Platz in der "eigentlichen" Europa League erst noch erobern. Die UEFA hat jetzt die Auslosungstermine für die Quali-Runden veröffentlicht: Der erste VfL-Gegner wird am 31. August ermittelt. Wichtiger aber ist: Es sind nicht sechs Spiele bis zur Gruppenphase - sondern nur drei.

Denn anders als in den Vorjahren werden die Quali-Runden nicht im Hin- und Rückspiel entschieden, sondern in nur einer Partie. Das Heimrecht soll dabei wie im DFB-Pokal ausgelost werden. Denn wegen der Corona-Krise startet die Quali deutlich später als sonst - und nur durch die Reduzierung der Anzahl der Spiele war es überhaupt machbar, einen einigermaßen vernünftigen Kalender für die Qualifikation zu erstellen. "Von den Terminen her wäre das ja auch gar nicht anders darstellbar gewesen", so VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer.

Die EL-Qualifikation zieht sich über insgesamt fünf Runden - eine Vorqualifikation, drei Quali-Runden (Q1, Q2, Q3 genannt) und die abschließenden Playoffs, in denen dann die Teilnehmer an der Gruppenphase ermittelt werden. Der VfL steigt in der Quali-Runde 2 ein. Schon jetzt steht fest: Die Wolfsburger werden bei der Auslosung zu den gesetzten Teams gehören - weil sie einen der besten UEFA-Koeffizienten (Fünfjahres-Wertung der europäischen Wettbewerbe) in dieser Runde haben. Auch Teams wie Standard Lüttich oder die Glasgow Rangers sind ab dieser Runde als gesetzte Mannschaften dabei.

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Die Vorqualifikation - unter anderem mit Teams aus Gibraltar, San Marino, Kosovo und den Färöer - wird am 20. August gespielt, die Q1-Runde eine Woche später. Da sind dann auch bereits Klubs mit durchaus prominenten Namen dabei, unter anderem Malmö FF (war VfL-Gegner in der EL-Saison 2019/20), Partizan Belgrad, Rosenborg Trondheim und ZSKA Sofia. Erst danach steht fest, wer in der Q2-Runde zu den ungesetzten Teams gehört und damit als Wolfsburgs erster Gegner infrage kommt. Einen Tag nach der Q2-Auslosung wird bereits die Q3-Runde ausgelost - der VfL weiß also schon vor seinem ersten Spiel am 17. September, in welcher Paarung der mögliche nächste Gegner ermittelt wird.

Die Termine:

31. August: Auslosung Q2

1. September: Auslosung Q3

17. September: VfL-Spiel in der Q2

18. September: Auslosung Play-offs

24. September: Mögliches VfL-Spiel in der Q3

1. Oktober: Mögliches VfL-Playoff-Spiel

2. Oktober: Auslosung Gruppenphase

22. Oktober: 1. Spieltag der Gruppenphase

Klar ist: Vom Heimspiel gegen einen Gegner aus dem benachbarten Ausland bis zu einer Auswärtsreise nach Kasachstan oder Israel ist alles möglich. Und: Es können gleich reihenweise Klubs im Lostopf liegen, die dem deutschen Fußball-Fan fast völlig unbekannt sind - etwa Sfantul Gheorghe Suruceni aus der Republik Moldau, der FC Sirens aus Malta, FK Sutjeska Nikšic aus Montenegro oder Sumqayıt PFK aus Aserbaidschan.

Sollte der VfL Q2 und Q3 (wird am 24. September gespielt) überstehen, fällt am 1. Oktober im Play-Off-Spiel die Entscheidung über den Einzug in die Gruppenphase. In dieser Runde sind dann noch 42 Teams dabei (26 aus der EL-Quali und 16 Verlierer aus der Champions-League-Qualifikation). Während die gesamte Qualifikation aufgrund der Corona-Krise einen neuen Terminplan bekommen hat, bleibt in der Gruppenphase alles wie ursprünglich geplant - das erste VfL-Spiel fände bei geglückter Qualifikation am 22. Oktober statt, die Auslosung erfolgt am 2. Oktober.

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Trotz der Reduzierung von sechs auf drei Quali-Spiele bliebt der Terminplan für den VfL Wolfsburg (der als einziger deutscher Klub in die Quali muss) extrem eng. "Da ist", so Schäfer "weiterhin fast gar kein Puffer mehr drin. Wenn vielleicht wieder Spiele ausfallen müssen, wenn möglicherweise wieder so etwas wie ein vorübergehender Lockdown kommt, dann hat man sofort ein Riesenproblem."

Für den VfL ist die EL-Qualifikation Neuland - den eher umständlichen Weg in den eigentlichen Wettbewerb kennen die Wolfsburger aber noch aus den Zeiten des UI-Cups, als viele europäische Teams im Sommer um wenige Startplätze im UEFA-Cup spielten. Geschafft hat es der VfL bei seinen vier Versuchen zwischen 2000 und 2005 nie. Einmal war er dicht dran, verlor aber 2004 die beiden "Endspiele" gegen den AC Perugia (mit dem späteren Weltmeister Fabio Grosso) mit 0:1 und 0:2.