08. April 2021 / 19:15 Uhr

Ajax, ManUnited und Co: Die Viertelfinalisten der Europa League im Formcheck

Ajax, ManUnited und Co: Die Viertelfinalisten der Europa League im Formcheck

Leon Schaefer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dusan Tadic und Bruno Fernandes stehen mit ihren Klubs im Viertelfinale der Europa League.
Dusan Tadic und Bruno Fernandes stehen mit ihren Klubs im Viertelfinale der Europa League. © Getty Images/IMAGO/Sportimage (Montage)
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Am Donnerstagabend steigen die Hinspiele im Viertelfinale der Europa League an. Von Manchester United über Ajax Amsterdam und den FC Arsenal sind noch einige Top-Klubs vertreten. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über die Form der letzten Acht.

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FC Arsenal – Slavia Prag (21 Uhr, DAZN)

Für den FC Arsenal und Trainer Mikel Arteta ist die Europa League der letzte Ausweg: In der Premier League sind die Gunners nur Tabellen-Zehnter, die erneute Qualifikation für den europäischen Wettbewerb ist in weiter Ferne. Also soll es über den ersten europäischen Titel seit 1994 in die Champions League gehen. Die Form macht vor dem Viertelfinale gegen Slavia Prag allerdings wenig Mut. In der Liga verlor man am vergangenen Wochenende deutlich mit 0:3 gegen den FC Liverpool. Und auch für das Viertelfinale in der Euro League qualifizierte man sich nach dem 3:1 im Hinspiel gegen Olympiakos Piräus nur mit einer 0:1-Niederlage im Rückspiel. Gegen Prag hat die Arteta-Elf dennoch den Anspruch, das Halbfinale zu erreichen.

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Die Gäste kommen allerdings mit einer beeindruckenden Serie nach London: Das 0:0 in der Liga am Sonntag in Brno war das 21. ungeschlagene Pflichtspiel in Folge für die Mannschaft von Trainer Jindrich Trpisovsky. Im Achtelfinale warf man den neuen schottischen Meister, die Glasgow Rangers, aus dem Wettbewerb. Bei Arsenal müssen sich die Tschechen allerdings mit Abwehrsorgen plagen: Nur noch einer der fünf Innenverteidiger steht zur Verfügung.

FC Granada – Manchester United (21 Uhr, DAZN)

Für Granada stellt die Partie am Donnerstagabend das bisherige Highlight eines starken Laufs da: Seitdem die Andalusier 2019 in La Liga aufgestiegen sind, eilte man von einem Erfolg zum nächsten und qualifizierte sich in der vergangenen Saison als Tabellen-Siebter für den "kleineren" Europapokal. Diese Saison lief bisher ähnlich gut. In der Liga steht man auf Platz neun. Und in der Europa League schaltete man unter anderen die SSC Neapel aus. Allerdings verlor die Mannschaft von Diego Martínez die letzten drei Pflichtspiele. Und gegen ManUnited wird es schwierig, diese Serie zu brechen.

Die Red Devils haben nämlich zu alter Stärke zurückgefunden. In der Premier League ist Ole Gunnar Solskjaers Mannschaft hinter Stadtrivale Manchester City mit Abstand Zweiter. In diesem Jahr kassierte man wettbewerbsübergreifend erst eine Niederlage – im FA-Cup-Viertelfinale. Die Europa League ist daher auch die letzte Chance, die Titel-Träume der Fans zu erfüllen. Entsprechend hungrig dürfte die Solskjaer-Truppe in Andalusien auftreten.

Ajax Amsterdam – AS Rom (21 Uhr, DAZN und NITRO)

Trotz der inzwischen wieder größeren Konkurrenz in der Eredivisie hat Ajax die dritte Meisterschaft in Serie eigentlich schon in der Tasche. Die Mannschaft von Erik ten Hag kann sich daher voll auf die Europa League konzentrieren. Die Amsterdamer treten mit einer beeindruckenden Serie gegen die Roma an: Seit 24 Spielen ist man unbesiegt, damals verlor man noch in der Champions-League-Gruppenphase gegen Atalanta Bergamo. Ein Europa-League-Heimspiel hat Ajax sogar seit 2014 nicht mehr verloren. Im Vergleich zum 2:1 gegen Heerenveen muss ten Hag aber sicher auf einen Spieler verzichten: Den ehemaligen Frankfurter Sebastien Haller hatte Ajax vergessen, für die Europa League zu melden.

Deutlich schlechter sieht die Ausgangslage indes bei den Gästen aus. Die Roma wird die Qualifikation für die Champions League wohl auch in diesem Jahr verpassen – zumindest über die Serie A. In der Liga ist man nämlich nur Siebter, hat dort auch seit drei Spielen nicht mehr gewonnen. Die beiden Siege im Achtelfinale gegen Schachtjar Donezk (3:0 und 2:1) waren jedoch zwei Ausrufezeichen. Mit Henrikh Mkhitaryan fehlt allerdings ein Schlüsselspieler verletzt.

Dinamo Zagreb – FC Villarreal (21 Uhr, DAZN)

Nach dem 0:2 im Hinspiel bei den Tottenham Hotspur schien Dinamo Zagreb im Achtelfinale schon ausgeschieden. Doch mit einem 3:0 zu Hause im Rückspiel schaltete man den Favoriten doch noch aus. Gegen Villareal soll es erstmals ins Halbfinale gehen. Seit neun Spielen hat Dinamo in Kroatien nicht mehr verloren. Ausgerechnet bei der Generalprobe am Samstag spielte man aber nur Unentschieden gegen Sibenik.

Bei Villareal stehen die Vorzeichen ähnlich gut. Nachdem man in La Liga zwischenzeitlich acht Spiele sieglos blieb, konnte man die letzten drei Partien gewinnen. Der Mann der Stunde beim "gelben U-Boot" ist Stürmer Gerardo Moreno. In der Liga hat nur Lionel Messi in dieser Spielzeit häufiger getroffen. Am Samstag erzielte er beim 3:0 gegen Granada einen Hattrick. Wenn der 29-Jährige seine Top-Form mit in die Spiele gegen Zagreb nimmt, steht dem dritten Halbfinal-Einzug in der Klub-Geschichte kaum etwas entgegen.