26. April 2021 / 06:17 Uhr

Europa-Traum in Gladbach lebt weiter - Rose spricht von "Endspielen", Sommer warnt Konkurrenz

Europa-Traum in Gladbach lebt weiter - Rose spricht von "Endspielen", Sommer warnt Konkurrenz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Marco Rose möchte sich mit dem Einzug in die Europa League aus Gladbach verabschieden.
Trainer Marco Rose möchte sich mit dem Einzug in die Europa League aus Gladbach verabschieden. © Getty Images (Montage)
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Borussia Mönchengladbach hat nach dem 5:0-Sieg am Sonntagabend gegen Arminia Bielefeld die Europacup-Plätze weiter fest im Blick. Trainer Marco Rose spricht bereits von drei "Endspielen".

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"Wir müssen immer hart arbeiten, um nach Europa zu kommen. Es muss alles passen", sagte Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld. Und sein Team lieferte eine Gala-Vorstellung ab: Mit dem 5:0-Sieg über den Aufsteiger lebt der Traum von der erneuten Europacup-Teilnahme weiter. Breel Embolo (6. Minute/69.), Marcus Thuram (15.), Ramy Bensebaini (18.) per Handelfmeter und Alassane Plea (84.) schossen die Gladbacher zum Ende des 31. Spieltages wieder auf Rang sieben der Tabelle. Nach der Partie hat Trainer Marco Rose seine Mannschaft auf den Saison-Endspurt eingeschworen.

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Vor den abschließenden Spielen der Saison beträgt der Abstand auf Bayer Leverkusen auf Platz sechs weiterhin vier Zähler. "Wir haben uns mit dem Sieg noch einmal für drei Endspiele qualifiziert, wo wir um jeden Platz kämpfen wollen", sagte Rose, der in der kommenden Saison zu Borussia Dortmund wechselt, mit Blick auf das Europapokal-Rennen bei Sky. Das Restprogramm hat es jedoch in sich: Die Gladbacher treffen noch auf den Tabellenführer FC Bayern (8. Mai, auswärts), Aufsteiger VfB Stuttgart (15. Mai, Heimspiel) und auf Abstiegskandidat Werder Bremen (22. Mai, auswärts), das im letzten Saisonspiel wohl noch um den Klassenerhalt kämpfen wird.

Die aktuelle Form macht der Elf vom Niederrhein jedoch Mut. Beim ungefährdeten Sieg gegen die hoffnungslos unterlegenen Ostwestfalen ließen die Borussen auch das schauderhafte 2:3 in Hoffenheim vier Tage zuvor vergessen. "Wir wussten, wir dürfen uns keine Fehler mehr erlauben in dieser Saison", sagte Torwart Yann Sommer, der ebenfalls von kommenden "Endspielen" sprach. "Wir sind die, die jagen. Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, ist da viel Druck für die, die vor uns sind", warnte der Schweizer die Konkurrenz. Abwehrspieler Matthias Ginter versprach den Fans, "das Maximum noch rauszuholen".

Hilfe vom BVB für Gladbach?

Und das kann die Qualifikation für die Europa League sein - eventuell sogar mit Schützenhilfe von Roses künftigem Arbeitgeber BVB. Sollten die Dortmunder (Halbfinale gegen Holstein Kiel) oder RB Leipzig (Halbfinale gegen Werder Bremen) den DFB-Pokal gewinnen, würde Conference-League-Platz sechs in einen Europa-League-Rang umgewandelt - dann würde der Tabellen-Siebte, also im Moment Gladbach, die Playoffs für die neue Conference League erreichen.

Die Teilnahme am zur kommenden Saison neu eingeführten drittklassigen UEFA-Wettbewerb würde Eberl schon genügen, deutete der Manager vor der Partie an. In den Europapokal zu kommen, sei schließlich "kein Automatismus". Und selbst wenn Gladbach die Europacup-Plätze verpassen sollte, "wird hier nichts untergehen, es wird kein dramatischer Ausgang sein".