29. Oktober 2019 / 07:20 Uhr

Eutin 08 fehlt in der Offensive die Durchschlagskraft

Eutin 08 fehlt in der Offensive die Durchschlagskraft

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Zu selten gelingt es Eutins Offensivkräften um Fatlind Zymberi (links, gegen Lübecks Rinol Lahu), nach dem Abgang von Rasmus Tobinski echte Durchschlagskraft zu entwickeln.
Zu selten gelingt es Eutins Offensivkräften um Fatlind Zymberi (links, gegen Lübecks Rinol Lahu), nach dem Abgang von Rasmus Tobinski echte Durchschlagskraft zu entwickeln. © Jan-Phillip Wottge
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Ohne Tore gewinnt man kein Spiel. Diese banale Fußball-Weisheit sorgt beim Fußball-Oberligisten Eutin 08 zusehends für Frust. Auch bei der 0:2-Niederlage gegen den SV Todesfelde war man keineswegs das schlechtere Team, doch nach 90 Minuten auf Augenhöhe jubelte der Oberliga-Zweite.

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„Aktuell ist es eine Qualitätsfrage. Uns fehlt einer, der genügend Durchschlagskraft hat“, bestätigt 08-Coach Dennis Jaacks und erklärt „Handlungsbedarf in der Winterpause“. Es krankt in der Offensive. 20 Saisontore in 14 Spielen untermauern das Eutiner Dilemma. Nur die drei Teams auf den Abstiegsrängen haben weniger Tore erzielt. Der Abschied von Rasmus Tobinski (18 Saisontore) in der Sommerpause in die US-College-League schmerzt und konnte nicht kompensiert werden. Die Tore sollten in dieser Saison auf viele Schultern verteilt werden: Kevin Ferchen, Fatlind Zymberi, Tim Röben oder auch Kevin Hübner. Doch so richtig auf Touren kommt keiner. Vielmehr pflastern Verletzungen die Saison der avisierten Hoffnungsträger. So stand lediglich Fatlind Zymberi (drei Saisontore) in Todesfelde auf dem Platz. Während Ferchen (vier Saisontore) wegen anhaltender Adduktorenprobleme momentan ebenso ausfällt wie Hübner (Meniskus) und Röben (Bänderriss im Sprunggelenk).

Ungefährlich, harmlos, Eutin 08

„Ich kann mich selbst schon nicht mehr reden hören. Woche für Woche erzähle ich allen das Gleiche“, erklärt Jaacks. „Unsere Spielanlage ist gut. Wir stellen Flensburg oder Todesfelde fußballerisch vor Probleme, aber belohnen uns nicht dafür. Für den Aufwand, den wir betreiben, kommt einfach zu wenig herum.“ Gleichzeitig gibt der 08-Coach aber zu: „Für den Moment können wir nichts daran ändern. Wir machen ja trotzdem einiges richtig.“ In Todesfelde blieb es jedoch in Ansätzen. Echte Torchancen gab es nicht. Da half es auch nicht, dass der SVT selbst auch nur selten gefährlich vor das Tor der Rosenstädter kam. Letztlich traf Todesfelde zweimal. „Deswegen ist Todesfeldes Sieg auch verdient. Sie hatten einfach mehr Punch. Viel besser waren sie nicht“, resümierte Jaacks.

Richtungsweisende Wochen stehen bevor

Fünf Spiele stehen für Eutin 08 noch bis zur Winterpause auf dem Spielplan: Eckernförder SV (A), TSV Bordesholm (A), Preußen Reinfeld (H), SV Frisia 03 Risum-Lindholm (A) und Inter Türkspor Kiel (H). „Das sind alles Gegner, gegen die wir eigentlich punkten können und müssen“, blickt Jaacks voraus. Doch ohne Tore gewinnt man kein Spiel! Immerhin kehrt Regisseur Florian Ziehmer, der in Todesfelde gesperrt fehlte und schmerzlich vermisst wurde, gegen den bisher sieglosen Aufsteiger Eckernförder SV in den Kader zurück. „Wenn wir keine Tore mit Leichtigkeit erzielen, müssen wir sie vielleicht erzwingen und auch mal dreckig gewinnen“, fordert der 08-Coach vor richtungsweisenden Eutiner Wochen.

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