03. Dezember 2019 / 12:47 Uhr

Eutin 08 fehlte die Einstellung und die Durchschlagskraft

Eutin 08 fehlte die Einstellung und die Durchschlagskraft

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Typische Szene am Waldeck: Türkspor hat das Kommando, Eutins Moritz Achtenberg kann Inters Kapitän Erdogan Cumur (li.) nicht stoppen.
Typische Szene am Waldeck: Türkspor hat das Kommando, Eutins Moritz Achtenberg kann Inters Kapitän Erdogan Cumur (li.) nicht stoppen. © Jan-Phillip Wottge
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Nach der schönschaurigen Bescherung zum Jahresausklang dürfte in der Rosenstadt der Baum schon frühzeitig brennen: Eutin 08 verabschiedete sich mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Inter Türkspor in die Winterpause. Das Punktepolster auf einen Abstiegsplatz schmolz auf magere zwei Pünktchen zusammen.

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„Wir müssen irgendwie sehen, dass am Ende der Saison mindestens vier Mannschaften hinter uns stehen. Nichts Anderes darf und kann unser Ziel sein“, folgerte 08-Coach Dennis Jaacks nach dem Offenbarungseid im Abstiegskracher. Aus der Stimme des 35-Jährigen war deutlich die aufgestaute Frustration, aber auch eine Spur Entsetzen über die (Nicht-)Performance seines Teams zu hören. Es mangelte Eutin an diesem ersten Adventswochenende an vielem: Kein Kampf, kein Wille, keine Durchschlagskraft. Abstiegskampf geht irgendwie anders.

Wie es geht zeigten die Kieler Gäste. Sie waren von der ersten Minuten präsent in den Zweikämpfen, zwangen die Nullachter durch hohe Laufbereitschaft zu Fehlern. „Wir haben den Sieg deutlich mehr gewollt. Wir waren griffiger, haben aber trotzdem versucht, Fußball zu spielen“, analysierte Inter-Coach Özcan Atasoy.

Jaacks: „Das Tor war schon Slapstick. Wir sind aktuell in Geberlaune."

Eutin bot hingegen 45 Minuten biedere Magerkost. Passend zur Situation entsprang die Gästeführung aus einem Eigentor. Eutins Egzon Lahi schoss sich beim Rettungsversuch das eigene Standbein ein, von wo der Ball im Schneckentempo über die Torlinie trudelte. Weder Lahi selbst, noch Keeper Nicky Wulf besaßen die Handlungsschnelligkeit das Malheur zu verhindern. „Das Tor war schon Slapstick. Wir sind aktuell in Geberlaune. Schon gegen Frisia haben wir Geschenke verteilt“, sagte Jaacks mit süffisanter Tonart.

Eutin schlägt sich selbst, weil die Mängelliste immer länger wird. Erst eine deftige Pausenansprache weckte den Eutiner Kampfgeist. Zu spät, denn nun kam trotz bessere Zweikampfführung wieder die mangelnde Durchschlagskraft zum Tragen. Zumeist bleiben die Angriffsbemühungen in den Kinderschuhen stecken. Und als tatsächlich Christian Sankowski nach Borchardt-Querpass in der Box frei an den Ball kam, traf er diesen nicht richtig (62.). „Das war ganz einfach zu wenig“, gestand Jaacks und fügte an: „Inter hat mehr Leidenschaft mit und gegen den Ball gezeigt. Das haben wir vermissen lassen.“

Die traurige Erkenntnis der 0:2-Niederlage: Der Abstiegskampf ist noch nicht bei jedem 08-Akteur im Kopf angekommen. Erneut machte sich zudem das Fehlen von Spielmacher Florian Ziehmer (USA-Aufenthalt) schmerzlich bemerkbar: „Wir sind offensichtlich nicht in der Lage, seinen Ausfall zu kompensieren. Eigentlich darf man nicht so abhängig von einem Spieler sein“, bemerkte Jaacks. Den Nullachtern steht eine unruhige Vorweihnachtszeit bevor. Jaacks kündigte zwei weitere Trainingswochen an.

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Wer kommt zuerst an den Ball? Lübecks Leon Kiwitt (li.) verstellt Issam Khemiri (re.) den Weg zum Spielgerät. ©
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