10. März 2020 / 15:20 Uhr

Eutin 08 hält die Gegner auf Distanz

Eutin 08 hält die Gegner auf Distanz

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Großer Einsatz: Lübecks Alex Hammerschmidt (re.) luchst Eutins Tim Gürntke den Ball mit einer Grätsche ab.
Großer Einsatz: Lübecks Alex Hammerschmidt (re.) luchst Eutins Tim Gürntke den Ball mit einer Grätsche ab. © Jan-Phillip Wottge
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Verloren, aber dennoch nicht unzufrieden. Bei Eutin 08 bläst man nach der 0:2-Heimniederlage gegen den neuen Oberliga-Spitzenreiter 1. FC Phönix Lübeck keineswegs Trübsal. Zumal die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ebenfalls Federn ließen. Die Rosenstädter wahrten ihr Fünf-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz.

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„Es ist klingt komisch, wir haben zwar verloren, können uns aber nur wenig vorwerfen. Das gute Gefühl, gegen Phönix kaum etwas zugelassen zu haben, überwiegt“, sagte 08-Coach Dennis Jaacks. Fürwahr. Phönix erspielte sich lediglich eine nennenswerte Torchance in der Eutiner Box, als Marco Pajonk nach knapp einer Stunde am langen Pfosten vorbeischoss. Doch die Lübecker hatten andere Mittel: Distanzschüsse. Und sie hatten Marcello Meyer, den Präzisionsschützen. Nach elf Minuten knallte Meyer einen Dropkick ans Lattenkreuz. Drei Minuten später landete ein Meyer-Geschoss im 08-Tor.

Die Gäste hielten die Schlagzahl hoch. Conor Gnerlich suchte den Zweikampf mit Moritz Achtenberg, der, obwohl der Ball Richtung Torauslinie rollte, zu ungestüm in den Zweikampf ging und Gerlich foulte. Elfmeter – ein Fall für Meyer. 2:0 (16.)!. „Die haben eine brutale Qualität im Abschluss. Gegen so einen Gegner darfst du nicht 0:2 zurückliegen. Das spielen sie dann runter“, sagte 08-Kapitän Sebastian Witt, der nach seiner Kreuzbandverletzung erstmals wieder auf der Auswechselbank Platz nahm. Florian Ziehmer pustete nach dem Spiel durch und sagte: „Wir haben nur wenig zugelassen, aber wir mussten verdammt viel laufen. Die Kraft fehlte dann manchmal im Spiel nach vorne.“

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Zu Saisonbeginn 2015/16 verpflichtete Drittligist Holstein Kiel Steven Lewerenz, der dort mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wurde. 2017 stieg er dann mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga auf. In der Zweitligasaion 2017/18 absolvierte Lewerenz 30 Zweitligapartien für die Kieler und trug mit acht Saisontoren maßgeblich zum Erreichen des dritten Tabellenplatzes bei. Am 5. Januar 2019 schloss er sich bis zum Saisonende dem Zweitligisten 1. FC Magdeburg an. Seine Bilanz im Trikot der Störche: 110 Partien (30 Tore). Zur Galerie
Zu Saisonbeginn 2015/16 verpflichtete Drittligist Holstein Kiel Steven Lewerenz, der dort mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wurde. 2017 stieg er dann mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga auf. In der Zweitligasaion 2017/18 absolvierte Lewerenz 30 Zweitligapartien für die Kieler und trug mit acht Saisontoren maßgeblich zum Erreichen des dritten Tabellenplatzes bei. Am 5. Januar 2019 schloss er sich bis zum Saisonende dem Zweitligisten 1. FC Magdeburg an. Seine Bilanz im Trikot der Störche: 110 Partien (30 Tore). ©
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Und so war es auch. Blieben Chancen für die Gäste Mangelware, verzeichneten die Rosenstädter in 90 Minuten nur eine gefährliche Offensivaktion, als Thies Borchardt kurz nach der Halbzeit zu zögerlich im Abschluss war und letztlich geblockt wurde (47.).

Jaacks: „Wir ziehen weiteres Selbstvertrauen aus diesem Spiel."

„Nach sieben Wochen auf Kunstrasen fiel es schwer, auf Naturrasen den Rhythmus aufzunehmen. Häufig fehlte uns der finale Pass. Ich habe dennoch ein Duell auf Augenhöhe gesehen. Letztlich war es die individuelle Qualität eines Marcello Meyer, die das Spiel entschieden hat. Wir ziehen weiteres Selbstvertrauen aus diesem Spiel. Uns wird vor den kommenden Aufgaben nicht bange sein“, resümierte Jaacks. Auch Gästecoach Frank Salomon sagte: „Eutin 08 hat uns kämpferisch auf schwer bespielbarem Boden alles abverlangt.“ Für Eutin 08 geht es am Sonnabend um 14 Uhr mit dem zweiten von drei Heimspielen in Serie gegen den SV Eichede weiter. „Da sollen die Punkte dann bei uns bleiben“, fordert Jaacks.

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