18. September 2020 / 15:33 Uhr

Eutin 08 hofft auf gute Kulisse im Kreisderby gegen Oldenburger SV

Eutin 08 hofft auf gute Kulisse im Kreisderby gegen Oldenburger SV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am Samstag werden im Eutiner Waldeck-Stadion zahlreiche Gäst erwartet.
Am Samstag werden im Eutiner Waldeck-Stadion zahlreiche Gäst erwartet. © 54°/Schaffrath
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Der erste Spieltag der Flens-Oberliga – Saison 2020/21 hält gleich einen Leckerbissen für die Fans aus Ostholstein parat: Am Samstag empfängt Ex-Regionalligist Eutin 08 im brisanten Kreisderby den letztjährigen starken Aufsteiger Oldenburger SV im Waldeck-Stadion (14 Uhr).

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Die Eutiner Verantwortlichen hoffen auf eine gute Kulisse und haben vorsorglich ihr Hygienekonzept überarbeitet und wollen bis zu 750 Zuschauer zulassen. „Wir haben das Konzept dem Ordnungsbereich übergeben und gehen von einer positiven Rückmeldung aus“, sagt der kommissarische Vorsitzende „Eddy“ Schultz und hofft nicht zuletzt auf viele Besucher aus Oldenburg. „Wer zuerst kommt, malt zuerst“, so der Ligamanager weiter.

Eutin 08 stoppt Dauerkartenverkauf

Das Stadion öffnet um 13 Uhr – eine Stunde vor dem Anpfiff. Es gibt einen Eingang (Richtung Tennisanlage) und einen Ausgang (Richtung Parkplätze). Die Schiedsrichter und die Mannschaften werden das Stadion durch einen jeweils separaten Eingang betreten. Einen Vorverkauf gibt es nicht. Zudem hat der Verein in diesem Jahr auf den Verkauf von Dauerkarten verzichtet. Grund ist laut Schultz die Zweiteilung der Oberliga. Die Zuschauer müssen vorab ein Kontaktformular ausfüllen und einen Mund-und Nasenschutz tragen – bis der Sitz- oder Stehplatz eingenommen wurde. „Wir hoffen auf ein gutes und faires Spiel“, sagt Schultz.

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Hinter den Eutinern liegt ein großer Umbruch. Viele Stammspieler haben den Klub verlassen. Die Mannschaft wurde stark verjüngt. Einzig Leon Dippert (ehemals VfB Lübeck) und Nikita Bojarinow (zuletzt GW Siebenbäumen, davor SV Eichede) können als prominente Neuzugänge bezeichnet werden. Laut Trainer Dennis Jaacks wollen die Rosenstädter von Spiel zu Spiel gucken. „Wir müssen auf jeden Gegner vorbereitet sein und müssen hart arbeiten“, sagt der 35-Jährige und hofft auf einen guten Saisonstart. „Wir wollen erfolgreich starten, um den Druck und die Last von der Mannschaft (Durchschnittsalter 23,2 Jahre, die Red.) zu nehmen.“ Die ersten beiden Plätze machen der SV Todesfelde und SV Eichede unter sich aus, glaubt Jaacks, „dahinter ist von Platz drei bis neun alles möglich.“ Zum Auftakt müssen die Gastgeber auf die Stammspieler Sebastian Witt (Kreuzbanddehnung) und Tim Schüler (Innenbandriss) verzichten.

Jaacks verteilt Vorschusslorbeeren an den OSV

Mit den Verteidigern Moritz Achtenberg und Lion Glosch kehren am ersten Spieltag gleich zwei ehemalige Eutiner an die alte Wirkungsstätte zurück, die im Sommer die Vereinsfarben gewechselt haben. Jaacks schätzt die Oldenburger im zweiten Jahr nach dem Oberliga-Aufstieg hoch ein. „Sie haben nichts verloren, sondern sich vielmehr in der Breite verstärkt. Sie haben keinen Qualitätseinbruch zu verzeichnen“, betont er, „wir wissen um ihr individuelle Stärke.“ Mit Kapitän Kevin Wölk haben sie einen Spieler, der den Unterschied machen kann, so der 08-Coach über den ehemaligen Eutiner Regionalliga-Spieler (2015 bis 2018). Trotz aller Brisanz hofft er, dass es auf dem Spielfeld sachlich bleibt und nicht zu emotional wird.

Albrecht-Elf spielt perfekte Vorbereitung

Sieben Spiele, davon drei Pokalspiele, absolvierte der Oldenburger SV in der Saisonvorbereitung. Sämtliche Partien entschied der OSV für sich und präsentierte sich in beeindruckender Frühform. „Unter den Gegnern waren zwar nicht die großen Kracher dabei, aber grundsätzlich waren unsere Tests zufriedenstellend. Auch die Trainingsbeteiligung war gut“, lobt Coach Florian Albrecht. Beim letzten Aufeinandertreffen mit Eutin gelang den 'Rosenstädtern' der 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit zu einer Zeit, in der Oldenburg noch um die Teilnahme am Hallenmasters kämpfte und durch das Remis einen herben Dämpfer einstecken musste. Nach dem darauf folgenden 3:3 in Reinfeld war die Teilnahme endgültig passé.

„Bei der Stimmungskulisse müssen wir einen kühlen Kopf bewahren"

„Eutin ist für mich derzeit schwer einzuschätzen, weil sie einen Umbruch hatten. Ihre Ergebnisse waren bisher durchwachsen. Trotzdem haben sie viel Potenzial und sind eine Wundertüte. Mit Leon Dippert, Kevin Hübner und Fatlind Zymberi verfügen sie aber über Schlüsselspieler und auch Spieler wie Paul Meins und die Jungs aus der A-Jugend haben Potenzial“, warnt „Ebbe“ Albrecht. „Bei der Stimmungskulisse müssen wir einen kühlen Kopf bewahren. Sonst kann das auch in eine falsche Richtung gehen“, warnt er mit Blick auf die Brisanz des Spiels.

22 Spieler hat Albrecht zur Verfügung, kann aber lediglich 18 Mann nominieren. Vier Spieler werden die 2. Herren in Heringsdorf unterstützen. Dennis Kowski fehlt urlaubsbedingt. Tim Höhn ist erst ab dem 1. November spielberechtigt, weil der OSV die vom SV Göhl geforderte Ausbildungsentschädigung nicht zahlen wollte. Chris Bita fehlt wegen eines Addukorenabrisses verletzungsbedingt noch bis November. GIE/fh