06. Januar 2021 / 19:20 Uhr

Eutin 08 holt Jendrik Müller vom Erzrivalen Oldenburger SV

Eutin 08 holt Jendrik Müller vom Erzrivalen Oldenburger SV

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Jendrik Müller verlässt den Oldenburger SV in Richtung Eutin 08.
Jendrik Müller verlässt den Oldenburger SV in Richtung Eutin 08. © Agentur 54°
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Müller möchte sich bei den Rosenstädtern zum Stammspieler entwickeln.

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Eutin 08 hat den zweiten Winter-Neuzugang präsentiert. Der defensive Mittelfeldspieler Jendrik Müller wechselt innerhalb der Flens-Oberliga vom Erzrivalen Oldenburger SV an den Waldeck und hat zunächst bis Juni 2021 zugesagt.

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„Jendrik möchte einen persönlichen Neuanfang und hat sich auf der Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung für Eutin 08 entschieden. Wir freuen uns auf einen jungen talentierten und motivierten Kicker aus der Region, der fest entschlossen ist, ein wichtiger Bestandteil unseres Oberliga-Teams zu werden. Grundsätzlich stehen beide Seiten einer Verlängerung über den Sommer hinaus vollkommen offen gegenüber“, sagt Trainer Dennis Jaacks.

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Müller hat seit Juli 2017 bei den Oldenburgern (61 Einsätze) gespielt – mit Ausnahme eines halbjährigen Intermezzos bei Kreisligist TSV Lütjenburg (wir berichteten). Spätestens nachdem die OSV-Verantwortlichen den eigenen Kader im vergangenen Sommer in der Breite qualitativ verstärkt haben, kam der 22-Jährige über eine Reservistenrolle nicht hinaus. „Ich will Fußball spielen, was beim OSV schwer war, weil die Truppe super stark ist“, erklärt Müller dem LN-Sportbuzzer. Bei den Eutinern hofft er auf mehr Spielanteile. Im Vorwege hat er sich unter anderem bei den befreundeten 08-Kickern Kevin Hübner und Leon Dippert über seinen neuen Verein erkundigt. „Ich hatte gute Gespräche mit Dennis Jaacks und habe mich letztlich dafür entschieden, einen neuen Weg einzuschlagen“, betont der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann, der zurzeit eine Weiterbildung zum Versicherungskaufmann macht und am liebsten als „Sechser“ spielt.

OSV-Trainer Albrecht hat Verständnis für die Entscheidung

Obwohl er fristgerecht zum 31. Dezember in Oldenburg gekündigt hat, möchte Müller die Zeit am Schauenburger Platz nicht missen. „Das Umfeld ist sehr familiär und die Truppe total eingeschworen. Wir hatten viel Spaß“, blickt er zurück. OSV-Trainer Florian „Ebbe“ Albrecht zeigt indes Verständnis für die Entscheidung seines Ex-Schützlings und bedauert zudem den feststehenden Abgang. „Jendrik möchte gerne mehr Spielanteile haben und daher den Verein wechseln. Er ist ein sehr fleißiger und ehrgeiziger Spieler und möchte eine neue Herausforderung annehmen, wo er als sogenannter Stammspieler fungieren kann. Letztendlich hat er sich dann jedoch schweren Herzens für den Wechsel entschieden und sich bereits bei der Mannschaft verabschiedet“, sagt Albrecht und fügt hinzu: „Ich bedauere den Abgang sehr und hätte gerne mit ihm weitergearbeitet. Ich bedanke mich für die gemeinsame Zeit beim OSV und wünsche ihm für die sportliche und persönliche Zukunft alles Gute.“

Vereine sind sich noch nicht einig

Laut Jaacks steht eine „finale Einigung“ über den Wintertransfer zwischen den benachbarten Clubs noch aus, „wir sind aber guter Dinge, zeitnah eine für beide Seiten gute Lösung zu finden.“ Zuvor hatte Lennard Jakubenko seine Rückkehr von der SG Sarau/Bosau zu den Eutinern bekanntgegeben (wir berichteten). „Wir haben damit jetzt 21 Spieler unter Vertrag. Nachdem unser Kader zuletzt etwas dünn war, haben wir mit beiden Personalien nachjustiert“, teilt Jaacks gegenüber dem LN-Sportbuzzer mit.