01. Oktober 2019 / 14:45 Uhr

Eutin 08 überzeugte beim 3:1 in Neumünster mit Leidenschaft

Eutin 08 überzeugte beim 3:1 in Neumünster mit Leidenschaft

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Eutins Christian Sankowski (li.) setzt sich im Luftkampf gegen Neumünsters Timo Barendt (rechts) durch.
Eutins Christian Sankowski (li.) setzt sich im Luftkampf gegen Neumünsters Timo Barendt (rechts) durch. © Jan-Phillip Wottge
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Aufatmen. Mehr noch nicht. Eutin 08 hält nach dem hochverdienten 3:1-Auswärtssieg beim PSV Neumünster Anschluss ans tabellarische Mittelfeld der Fußball-Oberliga. Dabei zeigten die Rosenstädter vor allem kämpferisch eine überzeugende Vorstellung.

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Die Vorzeichen waren alles andere als rosig. Neun Ausfälle beklagten die Nullachter an der Stettiner Straße. Immerhin gab Kapitän Florian Ziehmer kurzfristig grünes Licht für den Kellerfight. Ziehmer, der Taktgeber. Ziehmer, der Stabilisator. Doch zunächst waren andere Parameter gefragt. Eutin ging robust zu Werke, führte die Zweikämpfe mit der nötigen Härte und beeindruckte den PSV. Der hielt nicht dagegen, sondern verschwendete Energien im Dialog mit dem Schiedsrichter. „In dieser Phase mit den vielen Ausfällen, wo alle einen für tot erklären, ist der Sieg eine enorme Genugtuung“, gestand 08-Coach Dennis Jaacks und lobte „die überragende Mentalität“ seiner Elf.

Torpremieren für Tim Röben und Max Wichelmann

Zudem platzte der Offensiv-Knoten. Kevin Ferchen überwand PSV-Keeper Philipp Reinhold nach Gürntke-Steilpass aus spitzem Winkel zum erlösenden 1:0 (16.). Mit Tim Röben (26.) und Joker Max Wichelmann (88.) feierten zudem zwei 08-Youngster ihre Torpremiere in der Oberliga. Doch alles entscheidend war die Körpersprache, die Präsenz in den Zweikämpfen und der unbedingte Siegeswille. „Wir wollten sie von Anfang an hochpressen und die Galligkeit rauslassen. Wollten zeigen, dass wir dieses Duell für uns entscheiden wollen“, erklärte Jaacks die mitunter extrem ruppige Gangart seiner Elf. Doch auch verbal gaben die Nullachter ihrem Gegner einen mit. Der beinharte Außenverteidiger Lion Glosch sinnierte Mitte der ersten Halbzeit lautstark über Gegner PSV: „Für die gibt es hier heute nichts mehr außer Taschentüchern“. Torhüter Nikolas Wulf pushte seine Vorderleute lautstark, forderte immer wieder „den absoluten Willen“ ein, nachdem der PSV per Foulelfmeter auf 1:2 (55.) verkürzte.

Jaacks: „Wir wussten, dass wir viel investieren müssen. Und wir waren sofort da.“

„Wir sind leider keine Spitzenmannschaft, die in so einem Spiel, eine 2:1-Führung locker verwalten und über die Zeit bringen kann“, bekannte Jaacks. Auch deshalb trieb er sein Team immer wieder in die Offensive. Nun war Ziehmer der Taktgeber, zog Fouls, bremste das Tempo, um sofort wieder auf das Gaspedal zu drücken. In der Innenverteidigung strahlte das Youngster-Duo Moritz Achtenberg und Sören Lepin Souveränität aus. Philipp Spohn mimte im zentralen Mittelfeld den Aggressive Leader. „Wir wussten, dass wir viel investieren müssen. Und wir waren sofort da“, lobte Jaacks. Eutin 08 hat verstanden, um was es im Abstiegskampf geht: Um Leidenschaft und Punkte.

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Klickt euch durch die Bilder der Begegnung zwischen Eutin 08 und dem SV Frisia RIsum-Lindholm:

Eutins Philipp Spohn (Bildmitte) findet die Lücke zwischen Frisias Abwehrhünen Lasse Paulsen (li.) und Frisias Eduard Klemmer (re.). Zur Galerie
Eutins Philipp Spohn (Bildmitte) findet die Lücke zwischen Frisias Abwehrhünen Lasse Paulsen (li.) und Frisias Eduard Klemmer (re.). ©
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