30. November 2019 / 18:12 Uhr

Eutin 08 verweigert den Abstiegskampf: 0:2-Heimpleite gegen Inter Türkspor Kiel

Eutin 08 verweigert den Abstiegskampf: 0:2-Heimpleite gegen Inter Türkspor Kiel

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Alle in einem Boot: Eutin 08 blickt wohl schwierigen Zeiten entgegen.
Alle in einem Boot: Eutin 08 blickt wohl schwierigen Zeiten entgegen. © 54°/Koenig
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Indiskutable Vorstellung gegen abstiegsgefährdete Kieler 

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Nach der verdienten 0:2-Pleite im Oberliga-Abstiegsduell gegen den Tabellendrittletzten Inter Türkspor Kiel steht Eutin 08 eine unruhige Winterpause bevor. Die Rosenstädter zeigten vor der Minuskulisse von 97 zahlenden Zuschauern eine nicht oberligareife Vorstellung und gehen schweren Zeiten entgegen.

„Das Eigentor war die Krönung und Slapstick pur"

Offenbar scheint bei Vizekapitän Tim Gürntke & Co. noch nicht angekommen zu sein, dass das Abstiegsgespenst nicht erst seit gestern am Waldeck herumgeistert. Im ersten Durchgang war die Leistung jedenfalls fast schon erbärmlich. Da passte das frühe Eigentor von Egzon Lahi (11.) ins desaströse Bild. Der völlig unbedrängte Linksaußen konnte eine Hereingabe aus sechs Metern nicht kontrollieren. Von seinem Standbein flog der Ball schließlich ins Tor. „Wir haben die komplette erste Halbzeit verschenkt“, sagte ein völlig konsternierter 08-Coach Dennis Jaacks später. „Das Eigentor war die Krönung und Slapstick pur. Das ist frustrierend. Alle Hoffnungen, die wir im Vorwege des Spiels hatten, haben wir nicht ansatzweise ergriffen.“

Türkspor Kiel nahm Abstiegskampf an

Das Auftreten beziehungsweise die Körpersprache der Gäste war dagegen ganz anders. Die Kieler waren heiß und präsentierten sich bissig und aggressiv. Es wurde um jeden Zentimeter gefightet – so wie es sich für den Abstiegskampf gehört. Die Gastgeber ließen alle kämpferischen Tugenden vermissen. Einzig Philipp Spohn zeigte annähernd Normalform. „Gerade die gestandenen Spieler wie Gürntke, Borchardt oder Sankowski müssen bereit sein, mehr die Last zu tragen“, kritisierte Jaacks. Seine Elf kam zwar etwas griffiger aus der Pause, blieb aber total harm- und ideenlos. Sie waren bemüht, würde man ins Zeugnis schreiben. Vier Minuten vor Schluss machte der Kieler Recan Acer den Deckel zum 0:2 drauf. „Die Kieler haben sich den Sieg einfach leider verdient. Dafür war es zu wenig von uns“, resümierte ein enttäuschter Jaacks.

Eutin muss nach unten blicken

Bei den Gästen war die Freude über den Big Point im Abstiegskampf entsprechend groß. „Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Wir waren von Anfang an konzentriert und sind verdient 1:0 durch das Eigentor in die Halbzeitpause gegangen“, freute sich Gästekapitän und Ex-Strander Erdogan Cumur. „Beide Mannschaften hatten im ersten Durchgang nicht viele zwingende Torchancen. Doch haben wir das Spiel dominiert und waren wacher in den Zweikämpfen. Als Belohnung legen wir dann das 2:0 kurz vor Schluss nach und sind erleichtert, mit drei Punkten in die Winterpause gehen zu können. Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben uns heute auch mal für unsere Leistung belohnt.“ Die Kieler konnten den Rückstand auf die Eutiner auf zwei Punkte reduzieren.

Mehr von Eutin 08

Eutin 08: Wulf – Gürntke, Achtenberg, Schlüter, Lahi (63. Lepin) – Härter (46. Glosch), Spohn – Babiane (46. Zymberi), Sankowski, Borchardt – Roben-Müller.

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