06. Juni 2021 / 16:31 Uhr

Ex-Altlüdersdorfer Szymon Sidorowicz heuert in Zehdenick an

Ex-Altlüdersdorfer Szymon Sidorowicz heuert in Zehdenick an

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Dem SV Altlüdersdorf fehlen weiterhin zahlreiche Spieler, Szymon Sidorowicz (l.) ist allerdings dabei.
Von Altlüdersdorf über Eberswalde nach Zehdenick: Szymon Sidorowicz wechselt zum Brandenburgligisten in den Norden von Oberhavel. © Uwe Schindler
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Brandenburgliga: Manager Ronny Erdmann verstärkt den Kader des SVZ für die zweite Saison in der Brandenburgliga mit zwei polnischen Fußballern. Neben dem Abwehrspieler kommt von Preussen Eberswalde noch Keeper Pawel Kosarzecki. Weitere Neuzugänge beim Verein aus Oberhavel sind geplant.

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Re-Start für den SV Zehdenick in der höchsten Landesspielklasse: Nachdem der Verein aus dem Oberhavel-Norden aufgrund des Corona-Abbruchs im Vorjahr erstmalig in der Vereinsgeschichte in die Brandenburgliga aufgestiegen war, konnte der Club als Tabellenletzter nur aufgrund des erneuten Abbruchs die Spielklasse halten. „Wir sehen diese Zeit als Lehrjahr an“, berichtet SVZ-Manager Ronny Erdmann, der einige Erkenntnisse aus den bis dato sieben Partien in der Brandenburgliga gezogen hat, die er in der Planung der neuen Spielzeit nutzen will. Denn vor allem fehlte es der Mannschaft nach seiner Einschätzung an Erfahrung. „Wir waren teilweise noch zu grün hinter den Ohren. Doch wir haben in der Pause unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Erdmann.

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Jetzt verstärken sich die Zehdenicker mit Qualität und Quantität. So holte der Verein Spieler, die bereits in der Ober- und Brandenburgliga gekickt haben. „Die sollen unsere unerfahrenen Spieler auf dem Feld an die Hand nehmen“, so Erdmann. Dieser präsentierte nun als externe Neuzugänge Keeper Pawel Kosarzecki (25) sowie Abwehrspieler Szymon Sidorowicz (33). Beide Akteure liefen zuletzt für Ligakonkurrent Preussen Eberswalde auf. Sidorowicz ist Fußballfans der Region sicherlich ein Begriff. Denn der Defensivakteur spielte von 2016 bis 2020 für den SV Altlüdersdorf, kickte dort sogar in der Oberliga. Beide neuen Spieler sollen nun ihre Erfahrungen für den SVZ einbringen und in der Defensive für Stabilität sorgen. Denn 20 Gegentore bedeuteten in der Vorsaison die schlechteste Abwehr.

Pawel Kosarzecki hütet zukünftig auf dem Sportplatz des SV Zehdenick das Tor.
Pawel Kosarzecki hütet zukünftig auf dem Sportplatz des SV Zehdenick das Tor. © Verein

Nach Aussage von Erdmann sollen das aber noch nicht alle Neuzugänge sein. Bis zum Vorbereitungsstart Mitte Juni will der Brandenburgligist nachlegen, der mit Lauris Lange und Louis Mischor auch zwei talentierte Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen in die Erste hochgezogen hat. Dem Vernehmen nach ist auch ein Stürmer im Gespräch. Denn nur acht eigene Treffer in der Serie 2020/21 bedeuteten gleichzeitig den schwächsten Offensivschnitt und dürften die SVZ-Verantwortlichen nicht zufrieden gestellt haben. „Jahrelang haben wir auf Spieler aus Oberhavel gesetzt. Nun müssen wir für die Brandenburgliga entsprechende Qualität holen, bleiben aber unserem Budget treu, das nicht erhöht wird. Ich reize es aber bis auf den letzten Euro aus“, so der SVZ-Manager, der für die neue Spielzeit mit einem Kader von 21 Akteuren (19 Feldspieler und zwei Keeper) plant.

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„Wir wollen dann mit diesen Spielern auch konkurrenzfähig in dieser Saison sein“, sagt SVZ-Trainer Daniel Runge, der seit 2015 im Amt ist und vor allem gute Erinnerungen an das letzte Pflichtspiel hat. Da gewannen die Zehdenicker erstmals in der Brandenburgliga, schlugen im siebten Spiel den FSV Bernau mit 3:1. An dieses positive Ergebnis will der SVZ in der nächsten Saison anknüpfen. Mit neuem Kader soll dann auch sportlich der Klassenerhalt gelingen.

Dental-Labor-Albrecht-Cup mit regionalem Starterfeld am 10. Juli

Den ersten Titel können die Zehdenicker bereits vor der Saison und zwar am 10. Juli gewinnen, wenn der eigene Dental-Labor-Albrecht-Cup ausgespielt wird. Es ist gleichzeitig das Turnier, um den 100. Vereinsgeburtstag aus dem Vorjahr nachzufeiern. Eingeladen hat der SVZ dazu die Teams von TuS Sachsenhausen, die Falkenthaler Füchse, die SG Mildenberg und Victoria Templin. „Es ist gleichzeitig unser erstes Highlight in diesem Jahr“, so Erdmann. Und bis dahin dürfte auch der Kader des Oberhavel-Teams für die nächste Brandenburgliga-Saison weiter Konturen annehmen.