05. November 2020 / 11:57 Uhr

Ex-Armine jubelt in Österreich: Merchas Doski trifft erstmals für Wacker Innsbruck (mit Video!)

Ex-Armine jubelt in Österreich: Merchas Doski trifft erstmals für Wacker Innsbruck (mit Video!)

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gefühlswelten: Atsushi Zaizen (links) und Darijo Grujcic (rechts) feiern Merchas Doski.  
Gefühlswelten: Atsushi Zaizen (links) und Darijo Grujcic (rechts) feiern Merchas Doski.   © FCW/Schönherr
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Über Arminia Hannover, den 1. FC Germania Egestorf/Langreder II, Heeßeler SV und Eintracht Celle ist Merchas Doski im Sommer bei Wacker Innsbruck gelandet. Dort war er eigentlich für die Reserve vorgesehen, hat sich aber in die erste Mannschaft gekämpft und jetzt seinen ersten Treffer erzielt. 

„Wer ihn noch nicht kennt – das ist Merchas Doski, das ist das 3:2!“ Mit diesem Tweet bejubelte der FC Wacker Innsbruck vor sechs Tagen den späten Siegtreffer im Heimspiel der zweiten österreichischen Liga gegen den SV Horn.

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Er lebt seinen Traum

Und der wurde auch in Hannover gefeiert. Es war der vorläufige Höhepunkt für einen 20-Jährigen, der im Sommer auszog, um in der Hauptstadt des Bundeslandes Tirol seinen Traum zu leben und Fußballprofi zu werden.

Merchas Doski schießt sein erstes Tor für den FC Wacker Innsbruck

Es lief die 87. Minute im Tivoli-Stadion, 854 Zuschauer verfolgten ein hitziges Duell. Wacker geriet in Rückstand, glich aus, kassierte nach einer halben Stunde eine Rote Karte, drehte die Partie, musste in Minute 83 den Ausgleich schlucken – und dann kam Doski.

Horns Keeper sieht nicht gut aus

In der 73. Minute von Trainer Daniel Bierofka im rechten Mittelfeld eingewechselt, brachte der 20-Jährige kurz vor Schluss einen Freistoß von außerhalb des Strafraums und einen halben Meter von der Torauslinie entfernt scharf auf den Kasten.

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Der Ball rutschte unter der Zwei-Mann-Mauer und Torhüter Luka Bilobrk durch. „Was war denn das bitte für ein Tor?“, kommentierte das österreichische Fernsehen die Szene. So kann es also weitergehen.

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"Es ist so, wie ich es mir vorgestellt habe"

„Ich finde, ich habe mich mittlerweile gut eingelebt“, sagt Doski. Über die Stationen Arminia Hannover, Germania Egestorf/Langreder II, Heeßeler SV und Eintracht Celle war der 20-Jährige aus dem Stadtteil Vahrenheide im Sommer ursprünglich zur drittklassigen Wacker-Reserve gewechselt. Die Vorbereitung absolvierte Doski allerdings schon bei Bierofka.

In seiner Wohnung in der Altstadt, nur zehn Busminuten vom Vereinsgelände entfernt, hat Doski einen guten Blick über die Stadt: „Das ist schon etwas anderes als Hannover, hier sind überall Berge.“

Nach seinem umjubelten Tordebüt sagt der Linksfuß: „Jetzt bin ich fester Bestandteil der ersten Mannschaft.“ Womit er endgültig seinen Traum lebt: „Zurzeit ist es so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich stehe auf, fahre zum Training, esse was, trainiere wieder – unfassbar, unglaublich.“ Auch wenn er zuletzt dreimal nur eingewechselt worden ist und es auf insgesamt 80 Minuten bringt.

Startelf-Debüt verschoben

Hätte die gestrige Achtelfinalpartie im ÖFB-Pokal bei Sturm Graz nach dem Terroranschlag in Wien nicht verlegt werden müssen, Doski hätte gegen den Erstligisten wohl sein Startelfdebüt gegeben.

„Das kann definitiv sein“, sagte Bierofka noch auf der Pressekonferenz am Dienstag, „weil er es sich nicht nur wegen seines Siegtreffers verdient hat, weil er schon vorher im Training viele gute Auftritte hatte, weil er ein Junge ist, der mit sehr viel Biss und Herz Fußball spielt.“

Dann eben am Sonntag im Heimspiel gegen Schlusslicht Austria Wien II.

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