21. April 2021 / 14:28 Uhr

Ex-Bayern-Profi Michael Sternkopf: "Uli Hoeneß hat für meine Mutter Blumen mitgebracht"

Ex-Bayern-Profi Michael Sternkopf: "Uli Hoeneß hat für meine Mutter Blumen mitgebracht"

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Michael Sternkopf: Ganz ehrlich, hättet Ihr ihn erkannt? Der Shooting-Star der späten 1980er-Jahre kickt bis heute in der Legendenelf des FC Bayern München. In fünf Jahren bei den Bayern wurde „Sterni“ nur ein Mal (1994) Deutscher Meister und wechselte 1995 zur Borussia. Letzte Station war 2004 Kickers Offenbach. Für die Nationalmannschaft spielte er nie. 
Michael Sternkopf spielte von 1990 bis 1995 beim FC Bayern München. © imago/foto2press
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Der ehemalige Bundesligaspieler spricht im Podcast von Ex-Hertha-Profi Maik Franz über die kuriosen Umstände seines Wechsels zum FC Bayern München und Rückschläge in seiner Karriere.

Ex-Bayern-Profi Michael Sternkopf hat im Podcast "Weggegrätscht - im Schatten es Flutlichts" über die kuriosen Umstände des ersten Treffens mit dem damaligen Bayern-Trainer Jupp Heynckes und Manager Uli Hoeneß vor seinem Wechsel gesprochen. So wollten die Verantwortlichen von Bayern eigentlich mit dem Auto anreisen, doch weil es Blitzeis gab, fuhren beide mit dem Zug von München nach Karlsruhe, wo Sternkopf bis 1990 spielte. "Uli Hoeneß ist am Bahnhof noch in den Blumenladen und hat für meine Mutter Blumen mitgebracht", erzählte Sternkopf im Podcast von Ex-Profi Maik Franz, der selbst einst für den VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt, den Karlsruher SC und Hertha BSC gespielt hat.

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Sein Vater habe die beiden am Bahnhof abgeholt, trotzdem sprach es sich schnell bis zum damaligen KSC-Trainer Winfried Schäfer herum, dass Heynckes und Hoeneß in Karlsruhe waren. "Die waren keine Viertelstunde zu Hause, da hat Winnie angerufen und hat gesagt: Uli Hoeneß und Jupp Heynckes sind am Hauptbahnhof in Karlsruhe gesehen worden, sind die bei dir?", erzählte Sternkopf. "Ich hab direkt so ne Bombe am Telefon bekommen und gedacht, scheiße, was machst du jetzt? Ich habe ihm dann gesagt, ne, bei mir sind die nicht", erinnert sich der 51-Jährige, der zum damaligen Zeitpunkt als großes Bundesliga-Talent galt. Schäfer habe ihn sogar gefragt, ob er eine Idee hätte, wo die beiden sonst sein könnten. "Helle Hermann (Ex-KSC-Spieler Helmut Hermann, d.Red.) war damals auch ein großes Talent, hat gute Leistungen gebracht. Dann hab ich gesagt: Vielleicht sind sie bei Helle. Ich weiß gar nicht, ob er dann bei dem angerufen hat."

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Sternkopf wechselte später für 3,4 Millionen Mark, die damalige Rekordablöse der Bundesliga, vom KSC zu den Bayern, wo er fünf Jahre spielte. Anschließend ging er zu Borussia Mönchengladbach, dem SC Freiburg und verbrachte weitere sechs Jahre bei Arminia Bielefeld. Der ehemalige Angreifer erzählt im Podcast auch über den größten Moment seiner Karriere und berichtet auch, dass er im Laufe seiner Karriere angefangen habe, sich zu verkaufen, "mein Ich zu verlieren."

In dem neuen Podcast bespricht Maik Franz mit seinen Gästen nicht nur Erfolgsthemen, sondern vor allem auch die Kehrseiten des Profidaseins wie Verletzungen, Leistungsdruck, Mobbing, finanzielle Ängste. „Wir beleuchten die Schattenseiten des Sports“, so Maik Franz, der in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), „und wollen, dass andere etwas von den Erfahrungen der Profisportler*innen für sich mitnehmen. Doch wer mich kennt, weiß, dass ich ein positiver Mensch bin. Deswegen mache ich das gemeinsam mit Gästen auf eine positive Art und Weise. So ernst, wie manches Thema ist, so viel wird auch gelacht. Dazu halte ich übrigens auch immer die ein oder andere Sprachnachricht von Weggefährt*innen meines Gastes parat“, sagt Franz über seinen neuen Podcast in der Pressemitteilung zum Start.