29. Oktober 2019 / 10:17 Uhr

Ex-CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik: "Radikale Fans sind größte Herausforderung"

Ex-CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik: "Radikale Fans sind größte Herausforderung"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik.
Ex-CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik. © dpa
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Fast zwei Monate ist der Rücktritt von Sobotzik als Geschäftsführer des Chemnitzer FC her, nach dem er heftigen Anfeindungen von Fangruppierungen ausgesetzt war. Dennoch spricht er sich weiter für einen Dialog aus.

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Chemnitz. Der ehemalige Geschäftsführer des Chemnitzer FC, Thomas Sobotzik, hält auch Hilfe von Verbänden im Kampf gegen rechtsextreme Fans für notwendig. „Ich glaube, dass vielleicht von den Verbänden ein Topf oder ein zentrales Präventionsteam gebildet werden muss, um gerade diesen Traditionsklubs zur Seite zu stehen“, sagte Sobotzik in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“: „Denn die sind mit diversen Fangruppierungen überfordert.“

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Für unterklassige Vereine sei die Auseinandersetzung mit radikalen Fans die größte Herausforderung, „weil die eigentlich nicht die Mittel haben, um diesem gesellschaftspolitischen Problem Herr zu werden“.

Man muss reden

Thomas Sobotzik sprach sich auch fast zwei Monate nach seinem Rücktritt als Geschäftsführer beim Drittligisten aus Chemnitz wegen heftiger Anfeindungen durch gewisse Fangruppierungen weiter für einen Dialog aus. „Man muss reden. Das ist auch Fanarbeit“, sagte der 45-Jährige. „Wenn Fanbeauftragte mancher Vereine zum Beispiel Reisen nach Auschwitz organisieren, ist das Aufklärung. Dann müssen sie eben nachholen, was nicht im Elternhaus oder in der Schule passiert ist.“ Der leichte Weg sei immer, alle auszuschließen, aber dann habe man das Problem auf der Straße. „Die Kurve ist nun mal der Querschnitt der Gesellschaft“, betonte Sobotzik.

Er selbst hatte sich Anfang September zum Rücktritt entschieden, nachdem er nach eigenen Angaben auch Morddrohungen erhalten hatte. „Am Ende habe ich darauf geachtet, dass ich kein leichtes Ziel bin“, sagte er in dem Interview. Die Gruppe rechtsextremer Fans beim CFC sei „wohl sehr überschaubar, aber hat ein sehr dominantes Auftreten“. Der Verein und seine Fanszene waren vor allem durch eine Trauerbekundung im März dieses Jahres für einen toten Rechtsextremen in die Schlagzeilen geraten.

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