28. November 2021 / 22:36 Uhr

"Schlecht! Mit dem Ball, ohne den Ball": Ex-Chelsea-Star Hasselbaink giftet gegen Timo Werner

"Schlecht! Mit dem Ball, ohne den Ball": Ex-Chelsea-Star Hasselbaink giftet gegen Timo Werner

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Chelsea-Star Jimmy Floyd Hasselbaink hat Timo Werner nach dessen schwachen Auftritt gegen Manchester United gerügt.
Ex-Chelsea-Star Jimmy Floyd Hasselbaink hat Timo Werner nach dessen schwachen Auftritt gegen Manchester United gerügt. © IMAGO/Uk Sports Pics Ltd/Pro Sports Images/Montage
Anzeige

Timo Werner kommt beim FC Chelsea einfach nicht in Fahrt. Der deutsche Nationalspieler vergab auch im Topspiel gegen Manchester United am Sonntagabend einige Chancen. Ex-Chelsea-Star Jimmy Floyd Hasselbaink kritisiert Werner für den schwachen Auftritt scharf.

In der 58. Minute ging ein großes Raunen durch das Stadion an der Stamford Bridge: Chelsea-Stürmer Timo Werner hatte acht Minuten nach dem 1:0-Führungstreffer durch Jadon Sancho im Topspiel gegen Manchester United die große Chance auf den Ausgleich – und vergab diese kläglich. Sein Volley nach einer verlängerten Ecke aus knapp zehn Metern rauschte meilenweit am Tor vorbei. Dass der Premier-League-Tabellenführer aus London wenig später doch noch den Ausgleichstreffer zum 1:1 schaffte, lag nicht am deutschen Nationalspieler, der bei den "Blues" einfach nicht in Fahrt kommt. Jetzt muss sich Werner auch noch die harte Kritik einer Chelsea-Legende anhören. Ex-Angreifer Jimmy Floyd Hasselbaink kritisierte den DFB-Profi nach dem schwachen Auftritt gegen United beim englischen Ableger von Sky scharf.

Anzeige

Hasselbaink (87 Tore in 177 Chelsea-Spielen) deutlich: "Er vergibt immer wieder große Chancen, große Gelegenheiten. Er muss sie reinmachen", wütete der Niederländer, der Werners 82-minütiger Auftritt komplett missfiel: "Schlecht! Mit dem Ball, ohne den Ball", urteilte der Ex-Stürmer. So lobte er, dass Werners Läufe in die Spitze zwar gut seien, "aber am Ende bist du eine Nummer neun. Du wirst nach deinen Torchancen bewertet und was du aus ihnen machst." Und Werner gelang nichts.

Werner, der im vergangenen Jahr für 53 Millionen Euro von Leipzig nach London wechselte, legte in England keine schlechte Debüt-Saison hin – nur das Tor traf er als gesetzter Mittelstürmer zu selten. In 35 Premier-League-Spielen knipste er sechs Mal, in der Champions League, die Chelsea am Ende gewann, erzielte er vier Treffer. In beiden Wettbewerben zusammengerechnet kam Werner auf 14 Vorlagen. "Die Zahlen waren am Ende nicht ganz so schlecht, auch wenn es mehr Tore hätten sein müssen. Aber das Gute ist: Ich hatte die Chancen, und wenn man das weiß, dann kann man daran arbeiten", übte der 25-Jährige im Sommer Selbstkritik. In der aktuellen Saison steht Werner erst bei drei Pflichtspieltoren (in zwölf Einsätzen). Wegen einer Zerrung verpasste er zuletzt drei Premier-League-Spiele.


Werners Comeback nach der Verletzung in Englands bester Liga war nach Meinung von Hasselbaink, aktuell Trainer des Drittligisten Burton Albion, komplett verpatzt: "Es war nicht gut genug. Er muss zwei Chancen sicher machen. Einen mit seinem rechten Fuß muss er mit seinem linken machen und er trifft und fühlt sich besser." TV-Kollege und ManUnited-Legende Roy Keane fügte an: "Manche seiner Schüsse treffen nicht einmal das Tor. Zwinge den Keeper doch zu einer Parade", forderte der Ire. Die nächste Chance auf seinen ersten Liga-Treffer seit Anfang Oktober hat Werner am Mittwoch, wenn Chelsea beim Aufsteiger FC Watford spielt.