22. August 2018 / 17:26 Uhr

Ex-DDR-Auswahlspieler Jörg Stübner wegen Bedrohung und Beleidigung verurteilt

Ex-DDR-Auswahlspieler Jörg Stübner wegen Bedrohung und Beleidigung verurteilt

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
Der ehemalige Dynamo-Akteur Jörg Stübner, hier 1989 im Duell mit dem Stuttgarter Asgeir Sigurvinsson, wurde wegen Bedrohung und Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilt. 
Der ehemalige Dynamo-Akteur Jörg Stübner, hier 1989 im Duell mit dem Stuttgarter Asgeir Sigurvinsson, wurde wegen Bedrohung und Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilt.  © dc3 Leipzig
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Der 53-jährige ehemalige Spieler der SG Dynamo Dresden hatten einen Nachbarn beleidigt und mit einer Schreckschusswaffe bedroht. 

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Dresden. Er galt in den 80er Jahren als „Fußball-Supertalent“: Jörg Stübner wurde mit Dynamo Dresden zweimal Meister und dreimal Pokalsieger, bestritt für die Schwarz-Gelben 177 Oberligaspiele und lief 47 Mal mit der DDR-Nationalmannschaft auf. Eine Traumkarriere, die aber leider zerbrach.

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Stübner konnte an alte Leistungen nicht anknüpfen, war verletzt, hatte Alkoholprobleme, spielte in verschiedenen Vereinen, aber kein Engagement war von Dauer. Der Einzelgänger ließ sich nicht helfen, zog sich immer mehr zurück und trank immer mehr. Die schlechteste Lösung, um seine Probleme in den Griff zu bekommen. Der Alkohol tat ihm nicht gut, er wurde laut und ausfallend, immer wieder gab es Krach mit den Nachbarn.

So wie am 8. April dieses Jahres, als er einen Mieter in seinem Wohnhaus  beleidigte und mit einem Schreckschussrevolver bedrohte. Zuvor hatte es Streit gegeben, weil Stübner in seiner Wohnung laut randalierte. „Ich hatte ihm gesagt, dass ich die Polizei rufe, wenn nicht Ruhe wird. Das wollte er nicht. Nach einer Stunde stürmte er mit dem Revolver auf mich zu und sagte, ,es knallt gleich’“, erzählte der Nachbar.



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Pech für Stübner, der Mann kann Judo und schlug ihm die Schreckschusswaffe aus der Hand. Dabei wurde der Ex-Fußballer an der Schulter verletzt, worüber er sich lautstark beschwerte. Als er von der Anzeige bei der Polizei erfuhr, beschimpfte er den Nachbarn, der inzwischen ausgezogen ist,  als „Dreckshund“ und ähnliches.

Wegen Bedrohung und Beleidigung sollte sich Stübner am Mittwoch vor dem Amtsrichter verantworten. Allerdings erschien er nicht. Der 53-Jährige hatte zwar einen Tag zuvor ein Arbeitsunfähigkeitsattest eines Arztes ans Gericht geschickt, das aber kein Beleg für eine Verhandlungsunfähigkeit ist. Der Richter konnte weder den 53-Jährigen noch den Arzt erreichen, um die Sache abzuklären. So wurde das Verfahren auf Antrag der Staatsanwaltschaft in ein Strafbefehlsverfahren umgewandelt und Stübner, der nicht vorbestraft ist, zu einer Geldstrafe von 35 Tagessätzen à zehn Euro verurteilt.

Monika Löffler

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