01. Mai 2021 / 14:45 Uhr

Ex-DFB-Boss Reinhard Grindel beklagt Indiskretionen: "Verband wird schwer Schaden zugefügt"

Ex-DFB-Boss Reinhard Grindel beklagt Indiskretionen: "Verband wird schwer Schaden zugefügt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Reinhard Grindel hat Indiskretionen beim DFB kritisiert.
Reinhard Grindel hat Indiskretionen beim DFB kritisiert. © IMAGO/Sven Simon (Montage)
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Beim DFB geht es aktuell alles andere als ruhig zu. Nun meldete sich Ex-Präsident Reinhard Grindel zu Wort und kritisierte Indiskretionen innerhalb des Verbands. Der 59-Jährige sieht durch entsprechendes Fehlverhalten negative Folgen auf den DFB zukommen.

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Der frühere Verbandspräsident Reinhard Grindel hat die Indiskretionen beim Deutschen Fußball-Bund beklagt. "Wenn man jemanden aus personalpolitischen Gründen fertigmachen will, dann ist es schon schlimm genug, wenn mit Indiskretionen an die Medien gegangen wird", sagte Grindel in einem am Freitagabend veröffentlichten Interview des ZDF: "Aber man muss eben immer dabei bedenken, dass am Ende ja alles am DFB hängen bleibt und dem Verband schwer Schaden zugefügt wird."

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Der 59-Jährige war von 2016 bis 2019 DFB-Präsident. Grindel trat im April 2019 zurück, nachdem er eine Uhr als Geschenk von dem ukrainischen Funktionär Grigori Surkis angenommen hatte. Aktuell tobt innerhalb des Verbands ein Streit zwischen zweier Lager um DFB-Präsident Fritz Keller auf der einen und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius auf der anderen Seite.

Die DFB-Verantwortlichen tagen seit Samstag beim Krisengipfel der Landesverbandschefs in Potsdam, wo zunächst jedoch keine weitere Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen rund um den Nazi-Vergleich von Verbandspräsident Fritz Keller geplant ist. Die Tagung, an der entsprechend auch die DFB-Spitze um Präsident Keller und Vize Rainer Koch teilnimmt, soll in dem Kongresshotel am Templiner See bis zum Sonntagmittag andauern.