02. April 2022 / 08:30 Uhr

Ex-DFB-Kapitän Michael Ballack mahnt zur Demut: Sollten mit Blick auf WM "kleinere Brötchen backen"

Ex-DFB-Kapitän Michael Ballack mahnt zur Demut: Sollten mit Blick auf WM "kleinere Brötchen backen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michael Ballack wird bei der Weltmeisterschaft in Katar als WM-Experte für MagentaTV tätig sein. 
Michael Ballack wird bei der Weltmeisterschaft in Katar als WM-Experte für MagentaTV tätig sein.  © IMAGO/Passion2Press
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Michael Ballack hat in seiner Funktion als WM-Experte bei "MagentaTV" im Rahmen der Gruppenauslosung über die Titel-Ambitionen der deutschen Nationalmannschaft gesprochen und die Erwartungshaltung gedämpft. Dennoch glaubt er an einen Aufschwung unter Bundestrainer Hansi Flick. 

Schon vor der Auslosung der Vorrunden-Gruppen für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar kam aus dem Lager der deutschen Nationalmannschaft klare Titel-Ansagen für das Turnier - allen von Bundestrainer Hansi Flick und Kapitän Manuel Neuer.

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Nach Ansicht des früheren Nationalspielers Michael Ballack, sei das DFB-Team gut beraten, das Turnier etwas demütiger anzugehen: "Wenn man sich die jüngere Vergangenheit betrachtet oder unsere Ergebnisse, dann sollten wir kleinere Brötchen backen", sagte der frühere DFB-Kapitän bei MagentaTV und führte aus: "Zuletzt bei der WM in der Gruppenphase ausgeschieden, trotz einer leichten Gruppe. Bei der Euro auch relativ früh ausgeschieden. In einer Art und Weise, die nicht zufriedenstellend war."

Oliver Bierhoff bei MagentaTV über die WM-Auslosung

Trotz der Kritik fand Ballack, der während des Turniers in Katar als WM-Experte für Rechteinhaber MagentaTV im Einsatz sein wird, auch lobende Worte: "Individuell sind wir gut besetzt. Wir haben trotzdem eine gute Mannschaft. Eine gute Mischung aus Erfahrung und Talenten. Aber wir haben es zuletzt nicht hingekriegt, nach dem Erfolg von 2014 zu konservieren und vor allem kritisch mit den eigenen Leistungen umzugehen. Das haben viele Mannschaften nicht geschafft, die Weltmeister oder Europameister wurden. Wir haben dafür Lehrgeld bezahlt."

Daher sehe er Deutschland aktuell nicht im Kreis der ganz großen Titel-Kandidaten. "Die Franzosen sind für mich heute, sechs Monate vorher, der Topfavorit", so Ballack, der die Gruppe E mit Spanien, Japan und Neuseeland oder Costa Rica als "machbar" einstufte.

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Chancenlos sieht Ballack die deutsche Auswahl dennoch nicht. Das liegt in erster Linie am neuen Bundestrainer. "Hansi Flick ist ein guter Mann dafür, den Teamgeist wieder herzustellen und uns auf unsere Stärken zu besinnen", so der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler. "Ich traue ihm schon zu, dass er da einiges bewegt mit der Mannschaft. Du musst an ein paar Strippen ziehen. Das sind manchmal gar keine großen Sachen. (...) Aber wie gesagt: kleine Brötchen backen, es wird schwer genug."

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